Castortransport Mehrere Menschen verletzt
dpa, 17.02.2011 08:10 Uhr
 Foto: dapd
Foto: dapd
Lubmin - Bei den Protesten gegen den Atommüll-Transport in das Zwischenlager Nord bei Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern sind in der Nacht mehrere Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei zog sich ein Demonstrant bei der Ankett-Aktion nahe Buchenhorst Schürfwunden zu. Ein weiterer sei bei Auseinandersetzungen in Kemnitz - etwa zehn Kilometer vor Lubmin - verletzt worden. Polizisten hatten dort versucht, Atomkraftgegner an einer Gleisblockade zu hindern. Nach Angaben des Anti-Atom-Bündnisses Nordost trugen dabei aber mehrere Demonstranten blutige Nasen und Lippen davon. Das Vorgehen der Polizei sei "super brutal" gewesen, sagte Ulrike Berger vom Grünen-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern.

Auch von ausgeschlagenen Zähnen berichtete sie. Am Morgen hatten sich zwischen Kemnitz und Lubmin insgesamt gut 100 Demonstranten an mehreren Stellen auf die Gleise gesetzt. Die Polizei begann damit, die Blockaden dort aufzulösen. Zuvor hatte sie bei Ankett-Aktion von Atomkraftgegnern an den Gleisen vier Menschen in Gewahrsam genommen. Der Zug mit der hochradioaktiven Fracht aus der früheren Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe war in der Nacht zum Mittwoch gestartet und rollt seither quer durch Deutschland und soll am Vormittag in Lubmin ankommen.
Kommentare (4)
Anzeigen
FEB
17
prest, 21:39 Uhr

Fehlgeleitet

@Alex Nein das könnte es bestimmt nicht heißen, denn eigenes Verschulden war nicht gegeben. Die Verletzungen Zufügenden waren nicht die Demonstranten selbst sondern zur Räumung eingesetzten Polizisten. Da kann ja dann jeder Schläger argumentieren: "Warum hast Du mich so blöd angeguckt, da mußte ich Dir einfach auf die Fresse hauen.!" Polizeiliche Gewalt muß maßvoll und angemessen sein, ist sie in diesem Fall wieder einmal nicht gewesen.

FEB
17
bekien, 16:12 Uhr

der Castortransport ist Mappus Wille!

Erinnert irgendwie saumäßig an den schwarzen Donnerstag, nicht wahr? Danke Mappus, hast die Polizeigewalt voll im Griff?

FEB
17
Alex, 13:39 Uhr

Es könnte auch...

... heißen "mehrere sogenannte Demonstranten bei der Begehung von Straftaten durch eigenes Verschulden verletzt". Nicht wahr?

Kommentar-Seite 1  von  2