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Christopher Street Day Pius-Brüder gegen Schwulenparade

epd, vom 20.07.2010 11:15 Uhr
 Foto: Steinert
Foto: Steinert
Stuttgart - Die ultrakonservative Pius-Bruderschaft will erneut mit einer Mahnkundgebung gegen den "Christopher Street Day" in Stuttgart protestieren. Die jüdisch-christliche Tradition sehe in praktizierter Homosexualität "klar und eindeutig eine Sünde", schreibt die Organisation in einer Mitteilung vom Dienstag. Durch den Protest am 31. Juli solle klarwerden, dass menschliche Handlungen "lebenszerstörend" sein könnten, wenn sie Gottes Gebote missachteten.

Der Stuttgarter Christopher Street Day findet vom 23. Juli bis 1. August unter dem Motto "schön wär's!" statt. Im Vorfeld hatte Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) das Organisationsteam im Rathaus empfangen. Mit der Initiative wird an eine gewalttätige Polizeirazzia in einer New Yorker Schwulenbar am 28. Juni 1969 erinnert.

Die Pius-Bruderschaft ist eine Vereinigung katholischer Traditionalisten, die wesentliche Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ablehnt. Derzeit finden Gespräche über eine Annäherung des Vatikan und der Bruderschaft statt. Für weltweite Empörung hatte ein Bischof der Pius-Bruderschaft, Richard Williamson, gesorgt. Der Brite hatte den Holocaust geleugnet.
Kommentare (49)
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JUL
22
15:21 Uhr, geschrieben von toleranter Mitchrist
Schweigen des Herrn Grau
Sehr geehrter Herr Grau, nachdem Sie netterweise Jesus als Autorität für Ihre Haltung zur Homosexualität in Anspruch genommen haben, wäre es schon ein Akt der Höflichkeit, auf meine Anregungen zu antworten. Nochmal: Vertreten Sie ähnlich wie in Sachen Homosexualität auch in Sachen Hexerei die Direktiven des Alten Testaments - in diesem Fall die Todesstrafe? Ich nehme an, Ihre Haltung ist auch in diesem Falle: Kein Jota soll geändert werden - lasse mich aber gerne auch eines anderen belehren. Bloß: Schweigen wäre in diesem Falle unredlich.
JUL
22
08:29 Uhr, geschrieben von volker s.
kein jota?
Ach Herr Grau, lesen Sie doch mal das NT ordentlich durch, vergleichen Sie es mit dem AT. Da finden Sie einiges was Jesus geändert hat.
JUL
21
22:08 Uhr, geschrieben von Sven
Absurd
"Wohl bewußt, dass diese ebenso willkürlich sind - verwenden wir uns dennoch für deren Umsetzung." So so, Ihr Wertesystem ist also komplett willkürlich. Und da wurdert sich der Mann, dass selbsttätig denkende Menschen dieses Wertesystem kopfschüttelnd ablehnen. Die Bibel wurde in der heutigen Form (oder in ihren heutigen diversen Formen) im Laufe der Jahrhunderte bei diversen Konzilen zusammengestückelt entsprechend der aktuellen Politik und Moralvorstellung und auch mal auf Grund der rhetorischen Künste der teilnehmenden Redner. Also auch kein Unterschied zu unseren heutigen Politikern oder Kirchenleuten. Wie kann man seine moralischen Vorstellungen nach sowas ausrichten?
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