Cloud No. 7 in Stuttgart Luxuriöses Wohnen in Wolke sieben

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Im Europaviertel wird im Frühjahr 2016 das Cloud No. 7 eröffnen. Neben 170 Zimmern im Steigenberger Hotel werden dann außerdem 50 Business-Appartements und 20 Eigentumswohnungen zur Verfügung stehen.

Entspannen auf der Dachterrasse: Ab 2016 wird das im Europaviertel möglich sein. Weitere Computeranimationen des Luxusbaus sehen Sie in unserer Fotostrecke. Foto: Cloud No. 7 28 Bilder
Entspannen auf der Dachterrasse: Ab 2016 wird das im Europaviertel möglich sein. Weitere Computeranimationen des Luxusbaus sehen Sie in unserer Fotostrecke.Foto: Cloud No. 7

Stuttgart - Vor sieben Monaten haben die Bauarbeiten für das neue Luxushochhaus Cloud No. 7 im Europaviertel begonnen, jetzt nimmt auch der Innenbereich architektionisch immer genauere Formen an – zumindest auf dem Papier. „Wir setzen auf internationalen Anspruch, wenn es um das Innendesign geht“, sagte Investor Tobias Fischer von der Schwäbischen Wohnungs AG am Donnerstag und ergänzte: „Im Mai werden wir den Innenbereich des Hotelbereichs mit dem Pächter Steigenberger beschließen.“ Für ihn und Spiridon Sarantopoulos, dem Direktor des Steigenberger Hotels Graf Zeppelin steht allerdings fest: das neue Steigenberger-Hotel im Luxushochhaus wird in eine völlig andere Stilrichtung gehen als das Schwesterhotel am Bahnhof. „Das Graf Zeppelin ist eher klassisch eingerichtet, das neue Hotel wird sehr designorientiert“, so Sarantopoulos.

Einen Namen hat das Designhotel noch nicht und auch die Preise für die Übernachtungen stehen nicht fest. „Wir eröffnen ja erst in zwei Jahren, da können wir jetzt keinen Preis festlegen“, sagte Saratopoulos. Wenig überraschend: „Es wird sich eher im höheren Preissegment orientieren.“ Das neue Hotel wird sich vom ersten Untergeschoss bis zum siebten Obergeschoss des Hochhauses erstrecken, 170 Zimmer stehen den Gästen zur Verfügung.

Von der siebten bis zur 18. Etage des Hochhauses soll auch gewohnt werden – allerdings nicht nur für wenige Nächte wie im Hotel, sondern für längere Zeit. „Es entstehen 50 Business-Appartements mit einer Größe zwischen 30 und 70 Quadratmetern und 19 Eigentumswohnungen, die jeweils 100 bis 300 Quadratmeter groß sind“, sagte Heiko Ostmann vom zuständigen Architekturbüro.

Ein Penthouse auf 500 Quadratmetern

Außerdem steht ein Penthouse zum Verkauf – auf 500 Quadratmetern lässt sich dann über der Stadt wohnen. Das besondere am Wohnbereich: Den Service übernimmt auch das Steigenberger-Hotel. „Die Bewohner können über ihre Telefonanlage den Concierge erreichen und auf Wunsch auf einen hotelartigen Rundumservice zugreifen, sie können sich beispielsweise ein Menü bringen lassen oder Theaterkarten bestellen“, erklärte Investor Fischer. Die Hälfte der Wohnfläche sei inzwischen reserviert oder gar verkauft.

Doch auch Liebhaber von Design, die weder eine Wohnung kaufen oder mieten noch sich im Hotel einquartieren möchten, können einen Abstecher zur Cloud No. 7 machen: „Auf der sechsten Etage wird es eine Dachterrasse geben, auf der Getränke und kleine Snacks eingenommen werden können“, sagte Heiko Ostmann. Dass diese allerdings nur bis 22 Uhr für die Gäste geöffnet sein wird, sieht er nicht als Problem an: „Man kann ja den ganzen Tag nutzen um den Blick über Stuttgart zu genießen, das muss ja nicht unbedingt in den Abendstunden sein.“ Eine weitere extravagante Besonderheit wird es im Restaurant geben: Die Wände sollen mit Naturgras bepflanzt werden.

Gesamtkosten betragen 80 Millionen Euro

Die Bauarbeiten zum Luxushochhaus hatten im September vergangenen Jahres begonnen. Es entsteht an der Ecke Heilbronner Straße und Wolframstraße, direkt neben dem Einkaufszentrum Milaneo, das im Oktober eröffnen soll. Das Cloud No. 7 soll bis Frühjahr 2016 fertiggestellt sein, die Kosten betragen insgesamt rund 80 Millionen Euro. Das Gebäude wird 61 Meter hoch und somit das höchste innerstädtische Wohnhaus. Das LBBW Gebäude in direkter Nachbarschaft ist zwar 20 Zentimeter höher als Cloud No. 7, liegt geografisch allerdings niedriger, sodass das neue Hochhaus im Europaviertel höher ragen wird.

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Mal sehen, ob dann im Luxuspenthousapartment die üblichen Verdächtigen wohnen werden.: Grube, Kefer, Schuster, Mappus, Jaschinski, Dorfs, Tanja. Etc. All die, die sich mit S21 schamlos und kriminell am Steuerbürger in BaWü bereichert haben und denen es GENAU darum ging: um ein Immobilienprojekt, so daß sie mit ihren zusammengerafften Pfründen dann auf 500 m² im "Europaviertel" neben dem Schloßgarten residieren können wie einst die Fürsten. Die neuen Oligarchie halt.

Tobias Fischer: Es sei daran erinnert, welche unrühmliche Rolle dieser Herr Fischer in den publizistischen Kontroversen zu S21 gespielt hat. Als sich das SWR-Fernsehen im September 2010 erstmals traute, das in Stuttgart zuvor jahrelang von den Medien vernachlässigte Thema Stuttgart 21 zum Gegenstand einer Folge von "Zur Sache Baden-Württemberg" zu machen, hatte man Herrn Fischer als Kronzeugen dafür geladen, wie wichtig die Realisierung von Stuttgart 21 für die heimische Bauwirtschaft war. Wenn Stuttgart 21 nicht komme, sagte der Mann, hätte seine Firma 20 Millionen Euro in den Sand gesetzt, weil sie dann ihr auf dem Areal geplantes Hotel nicht bauen könne. Es handelte sich um das Grundstück Ecke Heilbronner/Wolframstraße, also direkt an einer der meistbefahrenen Straßenverkehrsachsen Stuttgarts gelegen und mindestens 300 Meter Luftlinie vom bestehenden Schienenstrang entfernt - aber das erfuhren die Zuschauer der SWR-Sendung nicht. Wie wir heute sehen, war und ist es für die Bebauung des gesamten Areals (Sparkassenakademie, Stadtbibliothek, Milaneo) völlig unerheblich, ob Stuttgart 21 realisiert wird oder nicht. Herr Fischer und der SWR betätigten sich damals also (wohl wissentlich) ganz im Sinne des Lügenpacks.

Captain Kirk begrüßt Sie im Hotel: und Herr Spock serviert die Getränke. Nach genauer Betrachtung der Bilder muss man doch feststellen, dass wir in eine moderne Welt geschmissen werden, die mir so nicht gefällt. Wenn dann die Kinder noch bei der Geburt gechipt werden, um stets kontrollierbar und lokalisierbar bleiben, gemeinsam bei der Gemeinde zum abholen unsere Uniform abholen müssen, dann passt die Planung voll in mein Empfinden. Ich finde es grauenhaft. Was den Luxustempel angeht, die Reichen werden den Überblick bekommen und die Armen verschwinden in den Katakomben, oder besser gesagt, haben dafür Sorge zu tragen, dass sich die Reichen wohl fühlen dürfen. Da schüttle ich mich wie ein Hund!

Ned schlecht, Herr Specht!: Kommt man da mit der Bonuskarte oder dem Wohnberechtigungsschein au nai? Der absolute Größenwahnsinn ist wohl ausgebrochen. Wer sich da wohl einmietet? Aber wichtig ist doch, das das LBBW Gebäude ganz in der Nähe ist, so hat man das Ersparte stets im Blickfeld. Bei guter Fernsicht sieht so mancher dann sogar bis in die Schweiz! Cool!

80 Millionen Euro? Komisch! Wird das ned aus bekannten Gründen immer teurer als vereinbart?: Ein ganz toller Beitrag zum Thema "Sozialer Wohnungsbau"!

Natürlich wird das teurer: Aber das verrät Ihnen niemand. Schade, gell!

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