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Stuttgart - Am Hans im Glück Brunnen ist es schön. Da muss man sich nicht lange drüber auslassen. Die Geißstraße könnte nun sogar in die Verlängerung gehen, wenn es Daniele Linciano und Fabrizio Zullo gelingt, ihren Club People zur festen Partyinstitution zu machen.
Der ist nämlich nur ein paar Schritte vom Mata Hari entfernt, eigentlich direkt gegenüber der formschönen Rathaus-Parkgarage. Schick ist er geworden, der Club der beiden Jungs. Erst am 1. Dezember hatten sie den Laden von Volker Wunder, dem Betreiber der Marshall Bar, übernommen. Eigentlich war es die Idee von Wunder gewesen, im Untergeschoß der Marshall Bar einen dazugehörigen Club zu betreiben. Bis vor kurzem konnte man daher die Treppen in der Bar nach unten laufen und stand im Club Dillon. Das Konzept funktionierte allerdings nicht so recht. Also gab Wunder den Laden an Daniele und Fabrizio ab. Seither hat der Club einen eigenen Eingang an der Eichstraße 16 und die Marshall Bar ist wieder eine reine Bar. Auch ok.
"Wir haben erstmal komplett umgebaut", sagt Fabrizio. Seither kann man vom DJ-Pult auf die Tanzfläche sehen - ein gewisser Vorteil, wenn der Mann an den Plattentellern sehen kann, ob überhaupt jemand tanzt - und der sehr große Barbereich wurde verkleinert. Vom vorherigen 70er-Jahre Look ist nichts mehr zu sehen, ist jetzt eher so in schwarz und bisschen rot gehalten. Die LED-Wand nicht zu vergessen. Das Motto lautet "nicht so Ballermann-Style wie auf mancher Partymeile aber auch nicht zu alternativ". Jeder soll sich hier wohlfühlen. Das ist doch mal eine Ansage.
Die beiden Jungs sind seither Chefs, Barmänner und Abräumer. "Wir machen alles mit", sagt Fabrizio. Und sie haben sich auf ein festes Musik-Programm geeinigt. Hip-Hop, Funk, Disco und Soul gibt es Freitag und Samstag von 22 Uhr an zu hören. Absolut tanzbar würden wir sagen. Und hoffen, die ganze Sache geht in die Verlängerung.




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Verfehlte Überschrift
Die Überschrift so zu wählen, erstickt jedes Konzept, das auf ein vernünftiges Publikum zielt, im Keim. Nur wenn der Club das genau so kommuniziert, darf man das schreiben, was wohl nicht der Fall gewesen sein dürfte. Natürlich soll sich nach den Besitzern "jeder hier wohlfühlen", aber nicht jeder in der Welt wird zu den "jeder" im Club gehören, die sodann ihr Befinden auf den Prüfstand stellen werden. Was der Club sein will und was er am Ende sein wird, werden die kommenden Monate bzw. - den heißen Sommer ausgeklammert - die Zeit ab dem kommenden Herbst zeigen. Das Partyvolk in Stuttgart und aus der Umgebung ist nicht unendlich viel; die Clubs sind gut beraten, sich in der Zielgruppe breiter aufzustellen. Dabei bleibt aber der Anspruch, vernünftig auftretende, gut gekleidete, entspannte und angepasste Gäste zu empfangen. Es gibt Clubs in Stuttgart, die sind für "alle". Welche das sind, kann man aus der Polizeistatistik unter der Rubrik "Einsätze, Samstagnacht, in und vor Clubs" entnehmen.