Dachstuhl steht in hellen Flammen

Von "Filder-Zeitung" 

Leinfelden. Ein Brand am Dienstagabend in einem Rohbau in Unteraichen gibt Rätsel auf.

Leinfelden. Ein Brand am Dienstagabend in einem Rohbau in Unteraichen gibt Rätsel auf.

Erst nach zwölf Stunden war der Einsatz für die letzten der mehr als 70 Feuerwehrleute beendet. Um 18 Uhr waren sie am Dienstagabend auf die Doppelhaus-Baustelle an der Fanny-Hensel-Straße gerufen worden. Dort stand der Dachstuhl eines Neubaus buchstäblich in hellen Flammen. Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist noch nicht geklärt: Die Sachverständigen der Polizei ermittelten gestern vor Ort. Über die Ursache wollte die Pressestelle der Polizeidirektion Esslingen gegenüber der Filder-Zeitung nicht spekulieren. Der Sachschaden wird vorläufig auf 40 000 Euro geschätzt.

Kurz nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war bereits klar, dass sich in dem brennenden Rohbau keine Personen aufhielten. Wie sich später herausstellte, hatten die letzten Arbeiter die Baustelle gegen 16.30 Uhr verlassen. Der Einsatzleiter forderte wegen des sich rasend schnell ausbreitenden Feuers Verstärkung an, darunter aus Filderstadt eine zweite Drehleiter, um das Feuer von zwei Seiten bekämpfen zu können. Um ausreichend Sauerstoff für die Atemschutzgeräte vorrätig zu haben, wurde der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehr Esslingen angefordert. Der Stellvertretende Kreisbrandmeister Günter Jesinger machte sich vor Ort ein Bild von der Situation.

Für die Feuerwehrleute, die unter schwerem Atemschutz ins Innere des Gebäudes vordrangen, war es keineswegs einfach, zum Brandherd vorzudringen: Eine Treppe zum Dachgeschoss war noch nicht eingebaut. Die Wehrleute verschafften sich deshalb über das an der Außenfassade stehende Gerüst Zugang zum Gebäude.

Zwischenzeitlich hatte der massive Wassereinsatz über die Drehleitern die offenen Flammen eingedämmt. Im Inneren wurden die Brandherde gezielt bekämpft. Großen körperlichen Einsatz erforderte dabei die unumgängliche Demontage der bereits eingebauten Dachdämmung.

Die größte Herausforderung, berichtet Feuerwehr-Pressesprecher Carsten Ruick, habe bei diesem Einsatz jedoch eine auf dem Dach installierte Platte mit Solarmodulen dargestellt. Das Entfernen von außen habe sich nach ersten Versuchen als nicht praktikabel herausgestellt. Kurzerhand hat die Feuerwehr deshalb einen Baukran zur Unterstützung herangezogen. Dieser ermöglichte es, die mehr als eine Tonne schwere Platte komplett zu entfernen. Um die Demontage der Solaranlage kümmerten sich speziell ausgebildete und gegen einen Absturz gesicherte Feuerwehrleute.

Im Einsatz waren 72 Feuerwehrleute aus Leinfelden-Echterdingen, Filderstadt und Esslingen mit 16 Fahrzeugen. Weiterhin stand zur Sicherung der Einsatzkräfte das DRK mit drei Fahrzeugen und sechs Mann zur Verfügung. njl

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