Daimler Kein Rekordbonus für Zetsche
dpa, 22.02.2012 10:58 Uhr
Dieter Zetsche verdient trotz Rekordergebnis im Jahr 2011 nicht mehr als im Jahr 2010.  Foto: dapd
Dieter Zetsche verdient trotz Rekordergebnis im Jahr 2011 nicht mehr als im Jahr 2010. Foto: dapd
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Stuttgart - Eine Reform der Vorstandsvergütung sorgt für einen Dämpfer in der persönlichen Jahresbilanz von Daimler-Boss Dieter Zetsche. Obwohl der Stuttgarter Autokonzern 2011 die besten Zahlen der Unternehmensgeschichte schrieb, bleiben Zetsches Bezüge mit 8,813 Millionen Euro auf dem Niveau von 2010 (8,804 Mio Euro). Das geht aus dem am Mittwoch präsentierten Geschäftsbericht (Seite 248) hervor.

Hintergrund ist ein geändertes System für die Berechnung der Vorstandsvergütung, das dieses Jahr erstmals greift. Es koppelt Grundgehalt, Boni und Aktienpakete stärker als bisher an langfristige Faktoren. Dadurch gibt es trotz des operativen Rekordgewinns bei Daimler keinen Rekordbonus für Zetsche. Er verliert nach heutigem Stand rund 750.000 Euro beim Bonus (2010: 4,819 Mio Euro) und bekommt anders als in den Vorjahren zunächst nur die Hälfte ausgezahlt. Der Rest fließt erst in einem Jahr auf sein Konto und könnte kleiner ausfallen, wenn Daimlers Aktie im Vergleich zur Konkurrenz schlechter abschneidet.

Gleichzeitig stieg aber Zetsches fixe Grundvergütung deutlich auf gut 2 Millionen Euro. Er bekam sie schon laufend in zwölf Monatsraten ausgezahlt. Der fehlende Betrag zu den fast 9 Millionen Euro stammt aus Aktienoptionen. Trotz des Dämpfers verdient der Unternehmenslenker immer noch atemberaubend gut: Rechnerisch benötigt er nicht einmal zwei Tage, um auf den im Daimler-Land Baden-Württemberg geltenden durchschnittlichen Brutto-Jahresverdienst von 45.150 Euro zu kommen.

Insgesamt wuchs Daimlers Vorstandsvergütung aber von 25,8 Millionen aus dem Jahr 2010 auf nun 29 Millionen Euro. Der Sprung ist vor allem dem zusätzlichen Vorstand Christine Hohmann-Dennhardt geschuldet. Sie leitet seit Februar 2011 das Ressort Integrität und Recht.

 

 

Kommentare (5)
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FEB
22
Stuttgarterin, 20:14 Uhr

Och Gottle!

Och Gottle, da kann er einem ja aber mal leid tun! Wie gut, dass er keine Benzinpreise berappen muss, da wäre er ja bald pleite!

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FEB
22
sam.boskop, 14:49 Uhr

qualität

würde sich die qualität von einem daimler noch auf dem niveau des 123er befinden, wäre alles kein problem. aber mit den tagelöhnern der verleihfirmen wird das nicht machbar sein. immerhin gut, daß der langfristige aspekt in die bezahlung einfliest. mit kurzfristigen erfolgen kann man eine firma schnell ruinieren.

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FEB
22
Anna Lüse, 14:19 Uhr

Schande

Sowas ist nicht nur abartig, sondern meines Erachtens auch sittenwidrig...! Eine Schande und der Normalbürger wird ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.

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