Kernen - Das Ende kam langsam und mit Ansage. Einstimmig haben die Mitglieder bei der Hauptversammlung der Wanderfreunde Y-Burg Kernen beschlossen, sich im März erneut zu treffen. Einziger Zweck der außerordentlichen Mitgliederversammlung ist es, die ordnungsgemäße Auflösung des Vereins in die Wege zu leiten.
Vor zwei Jahren hatte Peter Stitzelberger noch angekündigt, der Vorstand werde „weiterwurschteln“. Doch die erhoffte Verjüngung des Vereins fand nicht statt. In den vergangenen Monaten hat sich bei den Vordenkern des Vereins die Erkenntnis durchgesetzt, dass nichts mehr zu retten ist. „Zum Stammtisch kommt keiner mehr, wandern geht auch keiner mehr“, sagt der Vorsitzende der Wanderfreunde Y-Burg .
Die glorreichen Wanderzeiten sind Vergangenheit
Wahrzeichen der Wanderfreunde Eva Herschmann
Peter Stitzelberger hofft, dass am Freitag, 9. März, zwei Drittel der 29 Mitglieder kommen. „19 müssen da sein, und drei Viertel von ihnen müssen dann der Auflösung des Vereins zustimmen.“ Falls die Versammlung nicht beschlussfähig sein sollte, steht schon der Termin für die zweite außerordentliche Mitgliederversammlung fest. Drei Wochen später, am Freitag, 30. März, genügen dann drei Viertel der Anwesenden, um das Ende der Wanderfreunde Y-Burg Kernen zu besiegeln.
Vereinsvermögen soll vielleicht der Bürgerstiftung zukommen
Sobald die Entscheidung formal getroffen wurde, wird Peter Stitzelberger den Beschluss beim Amtsgericht einreichen – und angeben, wofür das Vereinsvermögen verwendet werden soll, das immerhin „vier Stellen vor dem Komma“ beträgt. „Noch ist nichts entschieden, aber ich könnte mir vorstellen, dass wir das Geld der Bürgerstiftung Kernen zukommen lassen, dann hat jeder, der in Stetten und Rommelshausen lebt, zumindest theoretisch was davon“, sagt der Vorsitzende.
Dass die nötigen Stimmen zusammenkommen, davon ist Peter Stitzelberger überzeugt. Schließlich hätten die 13 Anwesenden bei der Hauptversammlung einstimmig für das außerordentliche Mitgliedertreffen gestimmt, das allein dazu dient, den Verein, den Regeln entsprechend, aufzulösen. „Spätestens zum 31. Dezember 2012 gibt es uns nicht mehr“, sagt Peter Stitzelberger.

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