Das Elternseminar Stuttgart ist auch im Süden präsent Tipps für das Schreibaby und für den Streit mit Teenies

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Ausländische Eltern können beim Elternseminar Deutsch lernen und beim Frühstückstreff erfahren Mütter Wissenswertes rund um Kind. Väter in Elternzeit sind besonders eifrige Besucher des speziellen Treffs für Papas.

Manchmal treffen sich die Gruppen auch im Rathaus Foto: Achim Zweygarth
Manchmal treffen sich die Gruppen auch im Rathaus Foto: Achim Zweygarth

S-Süd - Einen Elternführerschein gibt es zwar nicht, aber das Elternseminar des Jugendamtes steht Müttern und Vätern mit vielerlei Ratschlägen zur Seite. Auch im Bezirk-Süd hat die Einrichtung am Marienplatz 3 Räume mit elternfreundlichen Öffnungszeiten. Dies ist eine Besonderheit, denn in anderen Stadtteilen gastieren die Mitarbeiter des Elternseminars mit ihren Angeboten meist in den Räumen anderer Einrichtungen. Jetzt stellte die ­Ansprechpartnerin für den Süden, Gudrun Knapp, im Bezirksbeirat die Schwerpunkte vor Ort vor.

Interkulturelle und kostenfreie Angebote

Das Elternseminar ist seit 1963 die kommunale Familienbildungseinrichtung. Unter dem Motto „Das Treff- und Lernangebot in Ihrer Nähe“ bietet das Seminar Eltern direkt in den Stadtteilen mit seinem einem interkulturellen und pädagogisch qualifizierten Team zahlreiche Begegnungs- und Orientierungsmöglichkeiten. Alle Programmpunkte sind kostenfrei und sie reichen von den Tipps zur Förderung der ganz Kleinen bis zur Beratung von Eltern, die über den Problemen ihrer pubertierenden Kinder zu verzweifeln drohen.

Kontakt zu Deutschen bekommen

Die Zielgruppen des Elternseminars sind sozial schwache Familien und solche mit Migrationshintergrund. „Für neu zugezogene Familien ohne verwandtschaftliche Beziehungen in Stuttgart bieten wir das Patenschaftsprogramm Zeit und Herz an“, berichtete Gudrun Knapp. Auch für Migrantenfamilien suchen sie und ihre Mitarbeiterinnen laufend ehrenamtliche Paten. Diese sollen einmal pro Woche zwei bis drei Stunden in die Familien gehen. Sie sollen den Müttern eine Entlastung zu bieten, in dem sie sich beispielsweise in dieser Zeit intensiv mit den Kindern beschäftigen. Bei ausländischen Familien steht außerdem das Erlernen der deutschen Sprache im Vordergrund. „Ziel ist es Deutsch zu sprechen und Kontakt zu Deutschen zu bekommen“, umreißt Gudrun Knapp die Idee. Die Ehrenamtlichen, die sich dafür interessieren, werden vom Elternseminar betreut und erhalten eine Aufwandsentschädigung für ihre Dienste.

Austausch im Erziehungscafé

Ausländische Eltern können darüber hinaus hier einen Sprachkurs belegen, auch Alphabetisierungskurse werden organisiert. Beim Frühstückstreff am Marienplatz können sich Mütter von Kindern zwischen Null und drei Jahren austauschen. Für die Betreuung der Kleinkinder ist gesorgt und eine deutsche und türkische Fachkraft bieten Gesprächsstoff zu unterschiedlichen Themenbereichen rund ums Kind an. Für Mütter mit Schulkindern ist das Erziehungscafé gedacht und Mütter von älteren Kindern sollen sich vom Elterncafé kreativ angesprochen fühlen. Dort wir gemeinsam gebastelt, jüngere Kinder werden betreut.

Väter kommen besonders eifrig

Besonders gut besucht ist der Mittwochstreff für Väter in der Elternzeit und eine selbst organisierte Männer-und Vätergruppe beschäftigt sich mit familiären Problemen. Selbst gemeinsame Abenteuer für Vater und Kind bietet das Elternseminar an, ebenso wie besondere Treffs für Alleinerziehende sowie zweisprachige Gruppenangebote. Im Stadtbezirk arbeiten Gudrun Knapp und die Mitarbeiterinnen mit dem Mütterzentrum im Mehrgenerationenhaus, mit dem Matthäuskindergarten, mit der Kita Bachwiesenstraße und der Minifarm im Elsental zusammen.

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