""Zwanzigjährige Frauen sehen mich an, als ob ich ihr Abendessen wäre.""
David Hasselhoff
Stuttgart - Herbert Fechter, ein Wiener Musikmanager, hat sich am 26. Mai veranlasst gefühlt, eine ungewöhnliche E-Mail an Journalisten zu verschicken. Darin tat er kund, dass nicht stimme, was am Tag zuvor über seinen Schützling zu lesen war: "Gestern wurde die Stuttgart - Meldung verbreitet, dass David Hasselhoff von seiner Tochter ins Spital eingeliefert wurde. Diese Meldung ist falsch!" Herbert Fechter schickte einen Internet-Link und fragte treuherzig: "Sieht so jemand aus, der vor zwei Tagen in die Klinik eingeliefert wurde?" Zum Schluss schrieb der Manager: "Wir vermuten, dass diese Falschmeldung ein gezielter Versuch ist, Davids fulminanten Neustart seiner Karriere im deutschsprachigen Raum zu torpedieren.
Der "fulminante Neustart" besteht bis jetzt aus einem Auftritt im "Musikantenstadl", wo David Hasselhoff (58) gemeinsam mit dem Moderator Andy Borg seinen alten Hit singt: "Looking for Freedom". Er hat dasselbe Lied in der Silvesternacht 1989 an der Berliner Mauer gesungen - und er ist dabei von Zigtausenden bejubelt worden. Zwanzig Jahre später im "Musikantenstadl" sang er auch "This Time around", eine neue Ballade, in der er mit guten Vorsätzen auf sein bewegtes Leben zurückblickt. Das Lied - so ist es geplant - soll auf einem neuen Album namens "The Romantics" in Bälde erscheinen. Derzeit verkauft Hasselhoffs Vater die CD mit amerikanischem Swing zu Hause in Amerika an andere Rentner, 300 Stück habe er schon losgeschlagen, sagte der Sänger am Dienstag in Stuttgart.
Im Februar 2011 will er von Wien aus eine große Comebacktournee durch Österreich, Deutschland und die Schweiz starten. Das sagt er sehr enthusiastisch. Aber wenn man mit ihm einen Kaffee trinkt und ihn fragt, was denn nun Ende Mai tatsächlich passiert ist, da wird David Hasselhoff , der in seiner neuen Autobiografie "Wellengang meines Lebens" ausführlich von seinem Alkoholismus berichtet, sehr wortkarg: "Was in meinem Privatleben passiert, ist streng privat. Wenn ich Hilfe holen sollte - sei es wegen eines Schnupfens, wegen Krebs oder wegen Alkoholismus -, dann ist das meine Privatangelegenheit." Eigentlich, sagt er, sei er hergekommen, um darüber zu sprechen, wie gut es ihm gehe.
Zu junge Frauen sind tabu
Er plaudert an sich gerne aus seinem Privatleben: Dass er jetzt alleinerziehender Singlevater von zwei Töchtern sei, sagt er, dass er es bis vor kurzem als seinen Job betrachtet habe, den Verabredungen seiner Töchter zuzustimmen. Dass er seit Neuestem wieder darüber nachdenke, ob seine Töchter mit seiner Verabredung einverstanden seien. "Zwanzigjährige Frauen sehen mich an, als ob ich ihr Abendessen wäre", sagt er, lächelt, zeigt seine weißen Zähne. Aber seine Töchter würden nicht wollen, dass er mit Frauen ausgehe, die jünger als 35 seien.