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Stuttgart - Die neue Landesregierung aus Grünen und SPD hat ihre Arbeit aufgenommen - schon melden sich Teile des Stuttgarter Gemeinderats mit konkreten Fragen und Wünschen an ihre Adresse. Sowohl die zehnköpfige SPD-Fraktion wie auch die fünfköpfige Fraktion von SÖS/Linke haben jetzt erneut die Initiative ergriffen, damit das Hotel Silber, die ehemalige Gestapozentrale an der Dorotheenstraße, erhalten bleibt und zu einem Gedenk- und Lernort sowie zu einer NS-Dokumentationsstelle ausgebaut wird. Beide Fraktionen dringen darauf, dass die Stadt alsbald in Verhandlungen mit dem Land eintritt, in denen es nicht nur um das Hotel Silber geht, sondern insgesamt um die städtebauliche Neuordnung am Karlsplatz.
Die Sozialdemokraten im Stuttgarter Gemeinderat nehmen "mit Freude zur Kenntnis, dass die grün-rote Landesregierung den Abriss des Hotels Silber nicht zulassen will". Nun erwarte man, so heißt es in ihrer jüngsten Stellungnahme, "einen umfassenden Faktencheck sowie einen Ausblick, wie die künftige Bebauung des gesamten Quartiers aussehen kann". Die SPD will von Stadtverwaltung und Land unter anderem wissen, welche Konsequenzen sich aus der für das Hotel Silber positiven Festlegung der neuen Landesregierung für das laufende Bebauungsplanverfahren am Karlsplatz ergeben. Und sie möchte wissen, was das Land für seine Ministerien am Karlsplatz vorhat.
Ähnlich klingen die Anträge, die die Fraktion SÖS/Linke jetzt beim Bürgermeisteramt eingereicht hat: Die Denkpause, die der Oberbürgermeister in Sachen Hotel Silber bis zur Landtagswahl angesetzt hatte, sei jetzt vorüber, so heißt es da - nun müsse geklärt werden, wie es mit dem Bebauungsplanverfahren weitergehe. Nun, so ihre Forderung, müsse der Beirat zur Vermittlung der NS-Geschichte einen "Stufenplan zur Einrichtung eines Gedenk-, Lern- und Forschungsortes" im Hotel Silber erarbeiten. Der Gemeinderat, so verlangen es SÖS/Linke, sollte über den aktuellen Stand der Vorarbeiten informiert werden. Wie berichtet, gilt der Erhalt des historischen Gebäudes inzwischen als gesichert.


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Was ist hier historisch?
Historisch ist der Bau nicht. Meines wissens ist er im Krieg zerstört worden und noch nicht einmal originalgetreu wieder aufgebaut. Wieso sollte dies dann eine Gedenkstätte werden? Für was? Und dass das Hotel Silber nicht nur zur Freude der Menschen gebaut wurde, sondern um auch damit Geld zu machen sollte bei einem Hotel einleuchtend sein.
@Stuttgarter, Und ob...
...Architekten schön bauen können, da muß man sich nur mal ihre Privathäuser ansehen, die oft wunderschön und stilgerecht saniert Auge und Herz erfreuen. Aber um Geld zu verdienen wird das gebaut, was der Auftraggeber wünscht. Und das ist in den allermeisten Fällen stilloser, brutaler, geldgieriger Betonschrott.
@beobachter
die Frage ist ob die Traufhöhen von Breuninger der Maßstab sein soll? Der Architekt weiß um die Macht der Darstellung, die Traufhöhen mögen vielleicht der Umgebung angepasst erscheinen, die Wahrheit mit den mehreren geschosshohen Glasaufbauten sieht jedoch anders aus! es ist die Frage, ob die Macht der Investoren den Städtebau bestimmt, oder die Stadt sagt was sie will! Behnisch kann weniger sicher genauso gut!