Stuttgart - Die Frage, ob durch die Demonstration am vergangenen Mittwoch ein Notarzteinsatz behindert wurde, untersucht jetzt die Stuttgarter Staatsanwaltschaft. Es werde gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung ermittelt, sagte eine Sprecherin. Eine ältere Frau, die während der Demonstrationen ihre Tochter zum Bahnhof brachte, hatte einen Herzinfarkt erlitten. Sie war im Krankenhaus gestorben.
Ein Arzt hatte sich gegenüber der StZ geäußert, der Notarzt habe länger als üblich gebraucht. » Keiner könne zwar sagen, ob die Frau sonst überlebt hätte, aber die längere Anfahrtszeit sei sicherlich ein Risikofaktor gewesen. "Weder beim Anrücken noch beim Rücktransport in die Klinik kam es zu Behinderungen durch die Demonstranten", sagt dagegen Cornelia Kling, stellvertretende Kreisgeschäftsführerin des DRK-Stuttgart. Die polizeiliche Ermittlung habe keinerlei Abweichungen festgestellt. Die Einsatzprotokolle hätten einen reibungslosen Ablauf bestätigt.