| Zeitungsgruppe Stuttgart |Freitag, 10. Februar 2012
Stuttgart 21
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Demonstration im Schlossgarten Harte Worte, friedlicher Protest

Thomas Braun, Fotos: Honzera (49), dpa (7), vom 23.07.2010 11:57 Uhr
 Foto: dpa
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Stuttgart - Tausende von Bürgern aus Stuttgart, der Region und dem Land haben in der Landeshauptstadt am bisher heißesten Tag des Jahres erneut gegen das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 demonstriert. Während die Veranstalter getreu ihrem Motto "Wir werden immer mehr" von 20.000 Demonstranten sprachen, wollte die Polizei lediglich etwas mehr als 5000 Teilnehmer gezählt haben.

Rund 4000 Stuttgart-21-Gegner waren zuvor in vier Sternmärschen in Richtung Hauptbahnhof gezogen, wo sie auf der Schillerstraße für etwa eine halbe Stunde den Verkehr lahm legten. Die Aktion der Initiative "Parkschützer" war angemeldet und auch genehmigt. Die Polizei verbrachte demzufolge einen zwar heißen, aber ruhigen Nachmittag: "Das war ein ganz normaler, bürgerlicher Protest ohne irgendwelche besonderen Vorkommnisse", resümierte Polizeipressesprecher Stefan Keilbach.



Wenig kooperativ hatte sich im Vorfeld des Protestfestivals die Stuttgarter Feuerwehr gezeigt. Die Bitte der Organisatoren, wegen der hohen Temperaturen die Menge ähnlich wie beim Public Viewing mit Wassersprühnebel abzukühlen, sei mit dem Argument zurückgewiesen worden, dass Wasser könne Schadstoffe enthalten, berichtete Gerhard Pfeifer vom Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21.

Im Schlossgarten selbst waren dann ab 14 Uhr die Schattenplätze unter den Platanen heiß begehrt. Unter anderem richtete sich der Protest diesmal vor allem gegen den geplanten Abriss von rund 282 teilweise uralten Bäumen, die im mittleren Schlossgarten dem Bau von Stuttgart 21 zum Opfer fallen sollen. Und das "aus Größenwahn für einen Bahnhof, den niemand braucht und den kaum einer will", wie es der Stuttgarter Schauspieler Walter Sittler auf dem Podium formulierte.

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Kommentare (251)
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JUL
24
12:07 Uhr, geschrieben von Kai
Die Bürger immer schön blöd halten!
Unglaublich die bezahlten S21 Berufsjubler fordern ja immer wieder, dass nun die Bürger sich ihren Volksvertretern und diesen demokratisch gefassten Beschlüssen klaglos fügen sollen und alles ganz demokratisch erdulden sollen. Aber nun soll auch das Recht auf Information eingestellt werden, Auf die mehrfache Frage WANN die von Steuergeldern bezahlte SMA Studie veröffentlicht wird lautet die Antwort aus dem Büro: "Fazit: Überlassen Sie diese "Arbeit" und die Verantwortung den Menschen die etwas davon verstehen!" Das ist es ja eben, diese "Fachleute" zeigen ihre Kompetenz täglich bei den Planungen! Warum nur wurde der Berliner Bahnhof so teuer? Warum nur können diese "Fachleute" nicht ein mal eine S-Bahn Trasse termingerecht erweitern??
JUL
24
11:41 Uhr, geschrieben von Stuttgarter Bürger
das wäre "anderst"...
S21-Fan: "was interessiert Sie und Andere die SMA-Studie ? Was ist wenn Sie diese kennen? Verstehen Sie diese Studie? Was ist anderst wenn Sie die Studie lesen? Fazit: Überlassen Sie diese "Arbeit" und die Verantwortung den Menschen die etwas davon verstehen! " Was dann "anderst" wäre: Die Öffentlichkeit, die diese Studie schließlich bezahlt hat, könnte sehen, ob die Zuständigen diese Studie dahingehend "verstanden" haben, dass sie die nötigen Konsequenzen aus ihr gezogen haben. Ihr "Text" zeigt eine erschütternd undemokratische Einstellung. Welche "Verantworetung" übernehmen die Durchdrücker, wenn die Sache finanziell aus dem Ruder läuft? Haftet Herr v. Beust für die abenteuerlich teurer gewordene Elbphilharmonie? Trägt Herr Mappus später die "Verantwortung" für seine atomare Begeisterung? Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass Demokratie sich nicht darin erschöpfen kann, dass der Untertan alle vier Jahre ein kleines Kreuzlein malen darf. Hätten einige Politiker mehr demokratisches Bewusstsein, würden sie es begrüßen, wenn sie ihre Verantwortung mit mündigen Bürgern teilen könnten. Eigentlich müssten demokratisch gesinnte Politiker sich freuen, wenn die Bevölkerung sich für wichtige Fragen interessiert. Stattdessen haben einige Großkopfete Angst vor einem "Tag der offenen Tür" im Landtag. Kläglich und fast schon satirisch das Ganze...
JUL
24
11:39 Uhr, geschrieben von ADE
@S21-Fan
@S21Fan: SIe masen sich an beurteilen zu können was andere verstehen oder nicht? Unglaublich diese Arroganz!! und genau diese Arroganz beschert dem Projekt Stuttgart 21 soviele Gegner weil Sie es einfach nicht verstehen mit anderen zu diskutieren sondern Sie sprechen den anderen einfach den Sachverstand ab und fertig!! Aber machen Sie nur weiter so sowas treibt auch noch den letzten Befürworter von S21 in die Arme der Gegner.
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