Demos für und gegen S 21
"Weiterbauen" gegen "oben bleiben"
dpa/lsw,
21.11.2010 10:38 Uhr
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Foto: dpa
Stuttgart - "Buddeln statt bruddeln" fordern die einen, "Mappus weg" skandieren die anderen. Am Samstag gingen nicht nur die Schlichtungsgespräche im Stuttgarter Rathaus weiter, sondern auch die Demonstrationen auf der Straße. Tausende Menschen waren unterwegs. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl der Befürworterkundgebung auf 1500, bei den Gegnern seien mehr als 10.000 (laut Veranstalter 17.000) Menschen dabei gewesen.
"Wir kämpfen weiter für dieses Projekt", sagte Bahnchef Rüdiger Grube bei der Veranstaltung am Mittag unter dem Motto "Fünf vor zwölf für Stuttgarts Zukunft" ». Sein Unternehmen wolle sich weiter für eine transparente Diskussion über das Projekt einsetzen. "Wir haben nichts zu verbergen", sagte er. Zu den weiteren Rednern zählten die Fraktionsvorsitzenden von CDU und FDP im Bundestag, Volker Kauder und Birgit Homburger, sowie Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP). "Wir wollen uns ein Wohlstandsland erhalten, die anderen einen Museumsstandort", sagte Kauder.
Die Gegnerdemonstration beschäftigte sich unter dem Motto "Schwarzer Donnerstag: Wir klagen an! Heraus mit der Wahrheit!" mit dem umstrittenen Polizeieinsatz vom 30. September. Dieser sei "rechtswidrig" und "unverhältnismäßig" gelaufen, erklärte Redner Alexander Schlager, der bei dem Einsatz an den Augen verletzt wurde.
Die Kritik richte sich nicht gegen die Polizisten, sondern gegen die Politik. Sie spalte mit ihren Entscheidungen zu Stuttgart 21, zur Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und zur Gesundheitsreform das Land. Mehrere weitere Redner forderten die Aufarbeitung des Polizeieinsatzes und den Rücktritt von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU).
Beide Seiten kündigten an, ihre Proteste auch bei kälteren Temperaturen und nach dem Ende der Schlichtungsgespräche am 29. November fortzusetzen. Die Gegner planen außer den regelmäßigen Montagsdemonstrationen eine überregionale Großveranstaltung am 11. Dezember. Die Befürworter wollen bis zu ihrer nächsten Großdemo am 18. Dezember weiterhin donnerstags durch den Schlossgarten joggen.
"Wir kämpfen weiter für dieses Projekt", sagte Bahnchef Rüdiger Grube bei der Veranstaltung am Mittag unter dem Motto "Fünf vor zwölf für Stuttgarts Zukunft" ». Sein Unternehmen wolle sich weiter für eine transparente Diskussion über das Projekt einsetzen. "Wir haben nichts zu verbergen", sagte er. Zu den weiteren Rednern zählten die Fraktionsvorsitzenden von CDU und FDP im Bundestag, Volker Kauder und Birgit Homburger, sowie Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP). "Wir wollen uns ein Wohlstandsland erhalten, die anderen einen Museumsstandort", sagte Kauder.
Gegner fordern Aufarbeitung des Polizeieinsatzes
Die Gegnerdemonstration beschäftigte sich unter dem Motto "Schwarzer Donnerstag: Wir klagen an! Heraus mit der Wahrheit!" mit dem umstrittenen Polizeieinsatz vom 30. September. Dieser sei "rechtswidrig" und "unverhältnismäßig" gelaufen, erklärte Redner Alexander Schlager, der bei dem Einsatz an den Augen verletzt wurde.
Die Kritik richte sich nicht gegen die Polizisten, sondern gegen die Politik. Sie spalte mit ihren Entscheidungen zu Stuttgart 21, zur Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und zur Gesundheitsreform das Land. Mehrere weitere Redner forderten die Aufarbeitung des Polizeieinsatzes und den Rücktritt von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU).
Beide Seiten kündigten an, ihre Proteste auch bei kälteren Temperaturen und nach dem Ende der Schlichtungsgespräche am 29. November fortzusetzen. Die Gegner planen außer den regelmäßigen Montagsdemonstrationen eine überregionale Großveranstaltung am 11. Dezember. Die Befürworter wollen bis zu ihrer nächsten Großdemo am 18. Dezember weiterhin donnerstags durch den Schlossgarten joggen.
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Immobilienprojekte
@Jakutzi: "was soll eigentlich so schlimm daran sein, dass S21 auch ein Immobilienprojekt ist?" Daran wäre nichts schlimm, wenn es so wäre! Es stellt sich aber immer mehr heraus, dass S21 fast ausschließlich ein Immobilienprojekt ist und der bahntechnische Gewinn nicht vorhanden bzw. minimal ist und in keinem vernünftigen Verhältnis zum finanziellen Megaaufwand steht. Übrigens: K21 ist AUCH ein Immobilienprojekt. Noch dazu eines, das sich schneller verwirklichen lässt.
Aufgeklärter
Das Projekt S21 ist a) ein Immobilienprojekt mit dem Ziel der Erbauung von ECE..... ---- Was hat S 21 mit ECE zu tun? Richtig, nichts. ECE baut nicht auf S 21 Gelände Auch wenn S 21 nicht kommen sollte, wird das EKZ gebaut.
Was ist so schlimm an einem Immobilienprojekt?
Lieber @Augeklärter, was soll eigentlich so schlimm daran sein, dass S21 auch ein Immobilienprojekt ist? Ist es nicht super, dass die Gleiswüste aus dem Zentrum verschwindet und wir dort in Zukunft keinen Bahnlärm haben, dafür aber Platz für Wohnen, Büros und eine Parkerweiterung? Hinzu kommt, dass auch verkehrstechnisch, betrieblich und ökologisch das Konzept S21 eindeutig die Nase vorne hat. Und K21? - Nach all den fruchtlosen Diskussionen um dieses Phantom.....darf ich die Frage stellen, ob es das denn überhaupt noch gibt....als richtig ernstzunehmende Alternative, meine ich?