Der Jo aus „Laible und Frisch“ Bäckerspross spielt in Bäckerepos

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Der Schauspieler David M. Schulze tritt zurzeit in der Komödie im Marquardt in dem Erfolgsstück „Laible und Frisch“ auf. Im wahren Leben stammt der Künstler, der als Musiker im Februar seine erste CD vorstellt, tatsächlich aus einer Familie von Bäckern.

David M. Schulze (rechts) ist auf der Bühne und im wahren Leben – hier mit seinem Vetter Julian – eng mit dem Bäckerhandwerk verbunden. Foto: Gottfried Stoppel
David M. Schulze (rechts) ist auf der Bühne und im wahren Leben – hier mit seinem Vetter Julian – eng mit dem Bäckerhandwerk verbunden.Foto: Gottfried Stoppel

Winnenden - So eine Bäckerfamilie findet man sicher nicht so schnell noch mal. „Also: mein Onkel Theophil Schulze ist der Chef der Bäckerei Schulze aus Urbach“, erklärt der Schauspieler und Musiker David M. Schulze bei einem Kaffee mit seinem Vetter Julian in der Winnender Markthalle. Dort betreibt die Bäckerei eine ihrer sieben Filialen. „Und wir haben noch einen Onkel in Asperg, der ebenfalls Bäcker ist“, sagt Julian Schulze, der zusammen mit seinem Bruder den Betrieb übernehmen wird. David M. Schulze fällt in puncto Berufswahl völlig aus der Reihe. Oder doch nicht ganz: „Ich spiele seit zwei Jahren den Neffen eines Bäckers, was ich im wirklichen Leben ja auch bin.“

Die Brüder Schulze betreiben mehrere Bäckereien

Deswegen seien auch die Produzenten der schwäbischen Kult-TV-Serie „Laible und Frisch“ völlig von den Socken gewesen, als sie für die Theaterfassung in der Komödie im Marquardt Darsteller suchten. David M. Schulze, der seit seiner Ausbildung an der Schauspielschule „Der Keller“ in Köln lebt, wurde zum Casting eingeladen und outete dort sich und seine Familie als Fans der Serie. „Die haben mir dann zwar ein paar Fragen gestellt, um zu sehen, ob das auch wirklich stimmt. Aber richtig beeindruckt hat sie vor allem, dass ich tatsächlich aus einer Bäckerfamilie stamme.“

Er selbst hat mit dem Handwerk nichts zu tun. „Die Arbeitszeiten sind gar nichts für mich.“ Aber auch mit Theater oder Musik habe er als Schüler nichts am Hut gehabt. „Im Gegenteil. Aber als ich mich dann an der Schauspielschule angemeldet habe, sagte meine Mutter, sie habe sich schon immer gedacht, dass ich das machen würde. Da war sie allerdings die Einzige“, sagt der 30-Jährige und lacht.

Die Ausbildung an der renommierten Schauspielschule, die auch Heiner Lauterbach und Annette Frier absolvierten, dauerte bis 2013. Danach ging es nahezu direkt ans Marquardt-Theater in Stuttgart. „Vor Kurzem waren wir mit 100 unserer 135 Mitarbeiter in der Vorstellung“, sagt Julian Schulze. Und wie fanden die Fachleute das Stück? „Die waren begeistert. Wie im Vorjahr, das erste Laible-und-Frisch-Theaterstück haben wir auch besucht.“ Dieses wird nach den Aufführungen des aktuellen Stücks noch in Heilbronn zu sehen sein. „Wir spielen in Stuttgart sieben Wochen lang an sechs Tagen in der Woche. das ist schon anstrengend“, sagt David M. Schulze.

Die erste CD von David M. Schulze erscheint im Februar

Wenn das Engagement endet, legt er sich jedoch nicht auf die faule Haut. Dann ist der Musiker David M. Schulze mit dem Promoten seiner ersten CD gefragt, die am 26. Februar in den Handel kommt. „Die öffentliche Präsentation findet am 26. März hier in Winnenden in Katis Bistro statt“, sagt der Künstler, der sieben selbst komponierte Popsongs auf der CD vorstellt. „Bitte, bitte“ heißt eines der auf Deutsch gesungenen Lieder, mit dem David M. Schulze bereits im ZDF-Fernsehgarten aufgetreten ist. „Beim Musikmachen bin ich viel freier als beim Theater, wo ich den Anweisungen des Regisseurs folgen muss“, sagt David M. Schulze. Er könne nicht sagen, was er eher sei, Musiker oder Schauspieler. „Ich bin beides“, sagt er.

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