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Die zweimonatige Wechselperiode ist für die Filder-Leichtathletik mit einem Paukenschlag zu Ende gegangen: Der zur erweiterten deutschen Spitze zählende David Wrobel kehrt nach zwei Jahren vom VfB Stuttgart zu seinem Stammverein TSV Musberg zurück. Zu Diskus und Kugel greift der 20-Jährige damit fortan wieder für die LG Leinfelden-Echterdingen. Letztere kann nach dem schmerzhaften Verlust ihrer Stabhochsprungasse Victoria von Eynatten und Florian Gaul (wie berichtet beide zum VfL Sindelfingen) also auch einen spektakulären Gewinn verbuchen.
So deutlich mag es Wrobel nicht ausdrücken, aber wirklich wohl gefühlt hat sich der 1,95 Meter große und 113 Kilogramm schwere Modellathlet drunten am Wasen offensichtlich nie - dito sein Trainingspartner Michael Salzer, der das Trikot mit dem roten Brustring ebenfalls auszieht und nach Sindelfingen wechselt. "Es ist schön, wieder für einen Verein zu starten, in dem der Mensch einen großen Stellenwert hat und bei dem die Atmosphäre im persönlichen Umfeld stimmt", sagt Wrobel, woraus sich schlussfolgern lässt: beim VfB hat er eben dieses für ihn wichtige Wohlfühlklima vermisst.
Trainieren wird er freilich weiter auch in Stuttgart, nämlich am dortigen Olympiastützpunkt, in dessen direkter Nähe Wrobel nach bestandenem Fachabitur derzeit beim Landessportverband eine Ausbildung zum Bürokaufmann absolviert. Am Stützpunkt befindet sich der Filderakteur künftig unter den Fittichen der neuen Trainerin Sabrina Werrstein, zu deren Schülern auch der Sindelfinger 20-Meter-Kugelstoßer und Olympiakandidat Marco Schmidt gehört.
Zum Leistungsniveau Schmidts fehlt Wrobel noch ein gutes Stück. Doch gehört er inzwischen immerhin dem B-Förderkader des Deutschen Leichtathletik-Verbands an. In seinem unlängst beendeten ersten Männerjahr hat er seine Bestleistung mit der Zwei-Kilo-Diskusscheibe auf 57,05 Meter gesteigert, wurde baden-württembergischer Meister und süddeutscher Vizemeister. Seine bisher größten sportlichen Erfolge feierte der Hobby-Snowboarder jedoch in der Saison 2010. "Der neunte Platz bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Kanada und mein erster Länderkampf für die deutsche Junioren-Nationalmannschaft, das waren die absoluten Höhepunkte", sagt Wrobel. Weitere will der ehrgeizige Athlet in den nächsten Jahren erreichen. Das Nahziel: eine abermalige Verbesserung seiner persönlichen Bestmarke auf "60 Meter plus x". Die Grundlagenarbeit hierfür beginnt in Kürze mit einem längeren Trainingsaufenthalt auf Fuerteventura, dem ein Trainingslager im brandenburgischen Bundesleistungszentrum Kienbaum folgen wird.
