Desigual in Stuttgart Nackig machen für ein Outfit

Von StZ 

Sich halbnackt ausziehen und ein Outfit gewinnen – diese Aktion des Modelabels Desigual lockte am Freitag mehrere Dutzend Auszieh-Willige in Unterwäsche auf die Königstraße, und das trotz der frischen Temperaturen.

Mehrere Dutzend Auszieh-Willige Kunden versammelten sich am Freitagmorgen auf der Stuttgarter Königstraße. Unsere Bildergalerie zeigt weitere Impressionen.

 Foto: Achim Zweygarth 41 Bilder
Mehrere Dutzend Auszieh-Willige Kunden versammelten sich am Freitagmorgen auf der Stuttgarter Königstraße. Unsere Bildergalerie zeigt weitere Impressionen. Foto: Achim Zweygarth

Stuttgart - Wer sich am Freitagmorgen über all die halbnackten Menschen auf der Stuttgarter Königstraße gewundert hat sei beruhigt. Nein, das ist nicht die neueste Mode aus Paris oder Italien. Und nein, die jungen Leute haben auch nicht zu tief ins Glas geguckt.

Der außergewöhnliche Menschenauflauf hatte einen viel profaneren Grund: Das spanische Modelabel Desigual hatte zu einer „Seminaked-Party“ (sprich „Halbnackt-Party“) in die Filiale in der Königstraße geladen. Die Idee: Den ersten 100 Kunden, die am Freitag nur in Unterwäsche den Laden betraten, versprachen die Modemacher ein kostenloses Outfit. Und das lockte mehrere Dutzend Kunden an, die trotz frischer Temperaturen mitten auf der Königstraße die Hüllen fallen ließen.

Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie mit Impressionen des Events!

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Nackte Weihnachtstage: Bei einer femen-typischen Aktion springt eine (fast) nackte Frau in Köln auf den Kirchenalter, den Körper beschriftet mit "I am God". Eine hervorragende Aktion. Lasst uns ruhig einmal über das Verhältnis von Mensch, Frau, Körper, Schöpfung und Gott bzw. Vergötterung nachdenken. Zwei Tage später ziehen sich Dutzende Männer und Frauen im ähnlichen Alter wie die 20jährige Femen-Aktivistin genauso weit aus, wie diese, statt einer Parole tragen sie ein Firmenetikett. Und stehen für zwei kostenlose Kleidungsstücke an. Aus Armut tun sie das sicher nicht, oder? Tun sie das, obwohl oder gerade weil man sie dabei fotografiert und sie damit in die Medien kommen? Jedenfalls kann man das Ereignis zum Anlass nehmen, über das Verhältnis Konsument, Körper, Öffentlickeit, Narzissmus etc. nachzudenken. Wie schön, dass die beiden Ereignisse quasi parallel statt gefunden haben.

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