Deutliche Gewinnsteigerung
Porsche lässt die Krise hinter sich
dpa/mih,
23.07.2010 11:43 Uhr
Foto: dpa
Stuttgart - Der Autobauer Porsche verlässt die Talsohle. "Wir haben den Umsatz im Geschäftsjahr 2009/10 (31. Juli) im zweistelligen Prozentbereich gesteigert", sagte Porsche-Chef Michael Macht. "Wir hatten im Mai und im Juni die höchsten Auftragseingänge, die Porsche seit 60 Jahren hatte." Der Absatz werde im laufenden Geschäftsjahr deutlich über dem des Vorjahres liegen. Beim Gewinn stellt er eine zweistellige Umsatzrendite in Aussicht; die Beschäftigten können mit einer Prämie von mindestens 1100 Euro pro Mitarbeiter rechnen.
Im Geschäftsjahr 2008/09 hatten die Stuttgarter 6,6 Milliarden Euro erlöst und gut 75200 Sport- und Geländewagen verkauft. Allerdings musste im Juli noch die Hälfte der 5000 Mitarbeiter an sieben Tagen kurzarbeiten. Neben Macht sieht auch der Betriebsratsvorsitzende Uwe Hück künftig wieder bessere Beschäftigungsaussichten: "Die Wolken über Zuffenhausen werden sich verziehen", sagte er gegenüber der Stuttgarter Zeitung.
Die Entwicklung des Autogeschäftes ist nach Machts Angaben allerdings sehr unterschiedlich verlaufen. "Wir haben die Situation, dass sich die Sportwagensegmente noch nicht wieder vollständig erholt haben", erklärte der Vorstandschef. In den traditionellen Märkten habe Porsche noch nicht wieder die Stückzahlen erreicht, die das Unternehmen vor der Krise hatte. Das gelte besonders für Europa und die USA. "Ich denke, dass sich das spätestens 2011 ändern wird. Ab 2012 dürften wir dann auch im Sportwagenbereich wieder ordentliche Stückzahlen erreichen."
In China, Südamerika und im Mittleren Osten sei das Wachstum dagegen sehr stark, sagte der Manager. "Das sind aber alles keine Märkte, in denen in erster Linie Sportwagen, sondern eher Panamera und Cayenne nachgefragt werden. Das ist ein Markt, in dem man, wenn man Geld hat, ein großes Fahrzeug kauft, den Luxus zeigt und sich fahren lässt." Nach Machts Einschätzung wird China in den nächsten fünf Jahren weiter deutliche Steigerungen bringen.
Macht wird zum 1. Oktober als Produktionsvorstand in den VW-Konzern wechseln. "Das ist eine gigantische Herausforderung, vor der ich Respekt habe", sagte Macht. Er sei aber auch stolz darauf, dass man ihm zutraue, die Verantwortung für die Produktion und die Logistik aller Marken und damit über 60 Werke weltweit zu übernehmen, betonte der Manager, der vor einem Jahr Wendelin Wiedeking » nach dem verlorenen Übernahmekampf mit VW an der Porsche-Spitze beerbt hatte.
"Ich nehme meine gesunde Bodenständigkeit mit. Ich bin nicht abgehoben, sondern jemand, der sich die Dinge grundsätzlich anschaut, sie versucht auf der Basis von Zahlen, Daten und Fakten zu analysieren, um sie dann situativ und sozial ausgewogen zu lösen", sagte Macht zu seiner neuen Aufgabe. "Ich bringe von Porsche eine über 20-jährige Erfahrung in Strukturierung und Organisation von Prozessen und der Ausgestaltung eines Produktionssystems mit. Das sind Dinge, die ich zum Vorteil von VW einsetzen kann."
Im Geschäftsjahr 2008/09 hatten die Stuttgarter 6,6 Milliarden Euro erlöst und gut 75200 Sport- und Geländewagen verkauft. Allerdings musste im Juli noch die Hälfte der 5000 Mitarbeiter an sieben Tagen kurzarbeiten. Neben Macht sieht auch der Betriebsratsvorsitzende Uwe Hück künftig wieder bessere Beschäftigungsaussichten: "Die Wolken über Zuffenhausen werden sich verziehen", sagte er gegenüber der Stuttgarter Zeitung.
Sportwagensegment noch nicht erholt
Die Entwicklung des Autogeschäftes ist nach Machts Angaben allerdings sehr unterschiedlich verlaufen. "Wir haben die Situation, dass sich die Sportwagensegmente noch nicht wieder vollständig erholt haben", erklärte der Vorstandschef. In den traditionellen Märkten habe Porsche noch nicht wieder die Stückzahlen erreicht, die das Unternehmen vor der Krise hatte. Das gelte besonders für Europa und die USA. "Ich denke, dass sich das spätestens 2011 ändern wird. Ab 2012 dürften wir dann auch im Sportwagenbereich wieder ordentliche Stückzahlen erreichen."
In China, Südamerika und im Mittleren Osten sei das Wachstum dagegen sehr stark, sagte der Manager. "Das sind aber alles keine Märkte, in denen in erster Linie Sportwagen, sondern eher Panamera und Cayenne nachgefragt werden. Das ist ein Markt, in dem man, wenn man Geld hat, ein großes Fahrzeug kauft, den Luxus zeigt und sich fahren lässt." Nach Machts Einschätzung wird China in den nächsten fünf Jahren weiter deutliche Steigerungen bringen.
Macht wechselt im Oktober zu VW
Macht wird zum 1. Oktober als Produktionsvorstand in den VW-Konzern wechseln. "Das ist eine gigantische Herausforderung, vor der ich Respekt habe", sagte Macht. Er sei aber auch stolz darauf, dass man ihm zutraue, die Verantwortung für die Produktion und die Logistik aller Marken und damit über 60 Werke weltweit zu übernehmen, betonte der Manager, der vor einem Jahr Wendelin Wiedeking » nach dem verlorenen Übernahmekampf mit VW an der Porsche-Spitze beerbt hatte.
"Ich nehme meine gesunde Bodenständigkeit mit. Ich bin nicht abgehoben, sondern jemand, der sich die Dinge grundsätzlich anschaut, sie versucht auf der Basis von Zahlen, Daten und Fakten zu analysieren, um sie dann situativ und sozial ausgewogen zu lösen", sagte Macht zu seiner neuen Aufgabe. "Ich bringe von Porsche eine über 20-jährige Erfahrung in Strukturierung und Organisation von Prozessen und der Ausgestaltung eines Produktionssystems mit. Das sind Dinge, die ich zum Vorteil von VW einsetzen kann."
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