DFB-Elf gegen Schweden Wenig Schwung trotz frischer Kräfte
Marko Schumacher, 18.11.2010 11:19 Uhr
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Willkommen auf dem internationalen Parkett: der Mainzer Lewis Holtby (rechts) macht Bekanntschaft mit dem schwedischen Kapitän Anders Svensson. Foto: dpa
Willkommen auf dem internationalen Parkett: der Mainzer Lewis Holtby (rechts) macht Bekanntschaft mit dem schwedischen Kapitän Anders Svensson. Foto: dpa
Göteborg - Es ist ein anstrengendes Länderspieljahr gewesen: 17 Begegnungen hat die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bestritten. Angefangen hatte der Marathon mit einer Niederlage gegen Argentinien in München, zu Ende ging er am Mittwochabend mit einem 0:0 im Freundschaftsspiel gegen Schweden in Göteborg – und dazwischen lagen die mitreißende Weltmeisterschaft in Südafrika mit Platz drei sowie anschließend vier Siege in vier EM-Qualifikationsspielen.

Mit der Bilanz kann der Bundestrainer Joachim Löw also sehr zufrieden sein, weshalb er das Aufeinandertreffen im Ullevi-Stadion zu einer großen Versuchanordnung umfunktionierte. Und die Mixtur, die Löw zu Beginn auf den Rasen schickte, barg einige Überraschungen in sich. Denn mit dem Debüt des Dortmunders Marcel Schmelzer auf der linken Abwehrseite war allgemein gerechnet worden, doch auch Lewis Holtby gehörte zur Anfangself. Der Mainzer vertrat den geschonten Mesut Özil – eine Aufgabe, für die eigentlich der Münchner Toni Kroos vorgesehen ist.



Der Bundestrainer wagte dann auch in der Innenverteidigung ein Experiment. Er bot den Hamburger Heiko Westermann gemeinsam mit Mats Hummles auf. Der Dortmunder lieferte wie sein Clubkollege Kevin Großkreutz quasi ebenfalls seine Premiere im DFB-Team ab, denn der Länderspieleinsatz im Mai gegen Malta zählte eigentlich nur für die Statistik. Als Stabilisatoren wirkten im Mittelfeld die erprobten Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira, die zusammen mit Jerome Boateng das Trio bildeten, das auch bei der Weltmeisterschaft im Sommer zu den Stammkräften zählte. In dieser Zusammenstellung führte dies dann dazu, dass sich auf dem Platz die jüngste deutsche Nationalmannschaft seit mehr als 60 Jahren zusammenfand. Mit 27 Jahren war Westermann der Älteste.

So war es nicht verwunderlich, dass von Spielfluss nicht die Rede sein konnte. Trotz aller Bemühungen. Doch der Ansatz immer wieder über linke Offensivseite mit Marko Marin zu kommen, brachte die Deutschen nicht weit. Auf der anderen Seite kam Großkreutz aber überhaupt nicht zu Aktionen, weshalb die Gäste aus Deutschland zwar die Kontrolle hatten, aber keine Torgefahr ausstrahlten.

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