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Diakoniestation benötigt neue Räume
"Nord-Rundschau", 22.10.2011 02:43 Uhr
Zuffenhausen Die Pflegegruppen Stammheim und Zuffenhausen werden eins. Von Ralf Bramkamp

Seit mehr als 30 Jahren bietet die Diakoniestation Zuffenhausen Alten- und Krankenpflege sowie hauswirtschaftliche Unterstützung an. Der ambulante Pflegedienst besteht aus den beiden Pflegegruppen Zuffenhausen und Stammheim, die nun unter einem Dach vereint werden sollen. Die Suche nach dafür geeigneten Räumen erweist sich jedoch als schwierig.

"Die Trennung der Stammheimer und Zuffenhäuser Pflegegruppe soll es in Zukunft nicht mehr geben", sagt Matthias Essig, der seit dem Jahr 2006 Geschäftsführer der Diakoniestation ist. Zudem seien sowohl die kirchlichen Räume im Stammheimer Tafelweg, als auch in der Zuffenhäuser Ilsfelder Straße zu klein für den größten ambulanten Pflegedienst im Stuttgarter Norden. Er entstand seinerzeit durch den Zusammenschluss der Krankenpflegevereine Zuffenhausen, Stammheim, Zazenhausen und Rot. Die 45 Pfleger und Pflegerinnen der Diakonie versorgen täglich rund 120 Menschen. Die neuen Räume sollen der Verwaltung dienen und die zentrale Anlaufstelle sein. "Es ist sinnvoll, die gesamte Arbeit von einem Standort aus zu leiten und zu steuern", so der Geschäftsführer weiter. Diese Aufgabe soll in Zukunft Birgit Freyer übernehmen. Seit 1. September ist die gelernte Krankenschwester neue Pflegedienstleiterin. "Ich habe mich hier schon sehr gut eingelebt", sagt Birgit Freyer, die ein Studium zur Fachwirtin im Bereich Organisation und Führung abgeschlossen hat.

Auf der Suche nach der geeigneten Unterkunft sind bisher jedoch noch keine Erfolge zu vermelden. "Wir werden einen Makler einschalten, um die Sache zu beschleunigen", sagt der Geschäftsführer. Optimal wäre ein Standort zwischen Zuffenhausen und Stammheim. Vor allem aber sei es wichtig, dass die künftige Unterkunft genügend Stellplätze für die vielen Fahrzeuge des ambulanten Pflegedienstes biete. So zieht es die Diakoniestation voraussichtlich in die Zuffenhäuser Gewerbegebiete. In den Wohngebieten gebe es schlichtweg keine ausreichenden Stellplatzmöglichkeiten. "Ob die Räumlichkeit drei, vier oder fünf Büroräume hat, ist egal", sagt Essig. Bis zum 30. Juni nächsten Jahres möchte man einen neuen Standort gefunden haben. Sollte dies fehlschlagen, steht eine Interimslösung bereit: Das zweite Stockwerk des Gebäudes an der Ilsfelder Straße könne zusätzlich zu den Räumen in der ersten Etage genutzt werden. "Diese Option ist aber nur vorübergehend und nicht optimal." Einen genauen finanziellen Rahmen gebe es nicht, man sei sich aber bewusst, dass sich die Mietausgaben im Vergleich zu den jetzigen Räumlichkeiten erhöhen würden, da man sich auf dem freien Markt umschaue müsse. Die Räume der Kirchengemeinde entsprächen nicht den Anforderungen, sagt der Geschäftsführer.

Ein neues Zuhause und die einfachere Führung der Pflegearbeit seien auch deshalb notwendig, um auch in Zukunft im Wettbewerb mit den privaten Pflegeinstitutionen zu bestehen. "Wir haben einen Vertrauensvorsprung", sagt Geschäftsführer Matthias Essig, "diesen gilt es immer wieder zu bestätigen."

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