Die Parabel gibt ihre Herrschaft ab

Von "Leonberger Kreiszeitung" 

Leonberg Gudrun Schattel kombiniert geometrische Formen zu lebendigen Farbspielen. Von Gabriele Müller

Leonberg Gudrun Schattel kombiniert geometrische Formen zu lebendigen Farbspielen. Von Gabriele Müller

Im Foyer des Krankenhauses zeigt die in Eltingen lebende Hochbautechnikerin Gudrun Schattel zurzeit ihre aktuellen Arbeiten. Dass sie ebenfalls eine Feng-Shui-Ausbildung gemacht und vergangenes Jahr erfolgreich ihre Zwischenprüfung an der Freien Kunstschule in Stuttgart abgelegt hat, ist beim Betrachten ihrer Bilder spürbar.

Mit drei Metern Breite und 1,20 Metern Höhe beherrschen die aus 15 Einzeltafeln bestehenden "Farbfelder" den Raum; gemalt wurden sie in Öl auf Holz. Vielerlei Entwicklungen sind in dem dichten Formengefüge zu beobachten: Die Farbigkeit wechselt von Gelborange über Violett und Blau hin zu Grüngelb, die links noch dominierende Parabelform löst sich zunehmend auf und überlässt den Raum anderen geometrischen Gebilden. Von bewegter Kleinteiligkeit wandelt sich die Flächenaufteilung hin zu ruhigeren, größeren Arealen. Zwei "Farbfelder" hat Gudrun Schattel auch als Linoldrucke geschaffen: Deren Farbigkeit ist gedeckt und wird bestimmt von Taubenblau, Maisgelb und einem Terrakotta-Ton. Durch trapezförmig verlaufende Linien wird zudem Raumtiefe suggeriert, die durch das Hinzufügen schwarzer, parallel geführter Linien bei einer Variante noch verstärkt wird.

Gegenständlich sind die drei "Sinnbilder des Lebens", die als Holzdruck gestaltet sind. Immer wieder neu kombiniert Schattel vier verschiedene Druckstöcke: einen Baumstamm, seine Rindenstruktur sowie Hintergründe und schafft so immer wieder ganz andere Eindrücke und Stimmungen. "Verirrung" ist ein Thema, mit dem sie sich ebenfalls oft auseinander setzt: Immer wieder anders verschlingen sich an Gewebe erinnernde Linien, die sie zum einen mit Eitempera auf jeweils neun Holzquadrate gemalt, zum anderen wieder als Linoldruck geschaffen hat.

Ausstellung Die Bilder von Gudrun Schattel sind im Foyer des Kreiskrankenhauses bis 30. März zu sehen. Am heutigen Samstag, 27. Februar, sowie am 27. März ist Gudrun Scattel jeweils von 13 bis 17 Uhr vor Ort.