Die Plakate zur OB-Wahl Ein Kandidat hat viele Gesichter

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Die Plakatschlacht ist eröffnet: Seit Samstag dürfen in der Stadt Wahlplakate aufgehängt werden. Wir haben einen Design-Experten die Motive analysieren lassen und nicht alle geraten den Bewerbern zum Vorteil.

Tausende Plakate haben die OB-Kandidaten in der Stadt aufgehängt. In der Fotostrecke zeigen wir Ihnen die Motive im Überblick. Foto: Achim Zweygarth 25 Bilder
Tausende Plakate haben die OB-Kandidaten in der Stadt aufgehängt. In der Fotostrecke zeigen wir Ihnen die Motive im Überblick.Foto: Achim Zweygarth

Stuttgart - Die kleinen Werbegeschenke kann man ablehnen, zu den Wahlveranstaltungen muss man nicht hingehen – und seinen Briefkasten kann man mit „Werbung, nein Danke“ frei halten. Allein den zahlreichen Wahlplakaten können sich die Stuttgarter seit dem vergangenen Wochenende kaum mehr entziehen. Im öffentlichen Raum sind sie die Visitenkarte der Bewerber – und die will gut durchdacht sein. Der Diplom-Designer und Autor Achim Schaffrinna bloggt seit 2006 von Hannover aus in seinem Design-Tagebuch zum Thema Kommunikationsdesign. Für uns hat er sich die Kopfplakate der vier Bewerber, die von Fraktionen im Stuttgarter Gemeinderat unterstützt werden, einmal näher angeschaut: 

Sebastian Turner
Der bürgerliche Kandidat Sebastian Turner bringt gleich zwei Bilder von sich in Umlauf: Einmal den seriösen Kandidaten des bürgerlichen Lagers in Anzug, Krawatte und mit korrektem Seitenscheitel und einmal den lässigen Turner mit aufgeknöpftem Hemd, ungekämmten Haaren und freundlichen Sonnenblumen im Hintergrund. „Diese zwei Motive sind in Bezug auf die Darstellung des abgebildeten Kandidaten höchst unterschiedlich – und das ist ein Problem“, sagt Achim Schaffrinna. „Vielleicht möchte er damit verschiedene Zielgruppen ansprechen, auf mich wirkt es eher konzeptlos“, ergänzt er. Eine Einordnung der Person Turner sei für den Betrachter so schwierig. Sein Tipp wäre gewesen, die strenge Variante nicht zu veröffentlichen.

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