Filder-Zeitung
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Zu den zehn Preisträgern, die sich gemeinsam über den vierten Rang und damit jeweils über 250 Euro freuen dürfen, gehören die Gruppen "Leseförderung" und "Hausaufgabenhilfe" sowie das Sprachprojekt für Migrantinnen und "Yirabah Gambia".
Die letztgenannte Gruppe "Licht für Bildung in Afrika" hat es über den hiesigen Wettbewerb hinaus sogar bis in die Vorauswahl des Bundeswettbewerbs geschafft. Die rührigen Aktiven setzen sich dafür ein, dass Schulkinder und mit ihnen ein ganzes afrikanisches Dorf auch am Abend lesen und lernen können - dank emissionsfreier LED-Lampentechnik von den Fildern.
Im Echterdinger Sprachprojekt für Migrantinnen "Komm und lern uns kennen" arbeiten Frauen aller Nationalitäten daran, ihre eigenen Deutschkenntnisse zu verbessern, um damit auch ihre Kinder effektiver unterstützen zu können. Stephanie Freundner-Hagestedt sagte allerdings: "Manchmal weiß ich nicht, wer mehr lernt, wir oder die Migrantinnen".
Für die Gruppe "Hausaufgabenhilfe" waren sich Margret Maurer-Diedrich von der Sozialen Schülerbetreuung in Vaihingen, Andreas Schultz von der Elterninitiative an der Leinfelder Schönbuchschule sowie die Vertreterin von Michèle Kronig-Bentel, die an der ImmanuelKant-Realschule in Leinfelden französische Konversation anbietet, völlig einig: "Wir freuen uns wirklich sehr."
Zur Gruppe "Leseförderung" gehört Bernd Roskamp, der sich regelmäßig für die Kinder in der Kita Gärtlesäcker Zeit nimmt. In den Zweigstellen der Filderstädter Stadtbibliothek sorgen insgesamt 29 Helferinnen unter Leitung von Petra Wallner dafür, dass weiterhin für Erwachsene und vor allem für Kinder stets ein passendes Buch greifbar ist. Martina Gresch hat sich mit viel Durchhaltevermögen für eine Bücherei an der Ludwig-Uhland-Schule eingesetzt. Susanne Weiss bewahrte mit weiteren Ehrenamtlichen die Zweigstelle Stetten vor der Schließung. Und beim Leseclub in der Harthausener Jahnschule arbeiten kleine Vorleser daran, dass aus Lesemuffeln richtige Büchernarren werden.
Der dritte Preis und damit 500 Euro gehen an "Alle profitieren" - ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der Jahnschule in Harthausen und dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Sielmingen. Dabei wurden nicht nur Projektprüfungen gemeinsam gecoacht und bewältigt, sondern auch Vorurteile abgebaut. Die Aktion hat auch unter den Schülern einen solchen Zuspruch erfahren, dass sich demnächst die Pestalozzischule als Dritte im Bunde anschließen will.
Den zweiten Platz teilen sich wieder zwei Projekte: Jeweils 600 Euro gehen an die Lernpartner der Bürgerstiftung L.-E. und die Steinenbronner Patenaktion PasSt. Am Übergang von der Schule in den Beruf kümmern sich "gestandene" Steinenbronner um Jugendliche, etwa indem sie Kontakte zu örtlichen Firmen vermitteln, und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Auch die Lernpartner der Bürgerstiftung sind zuverlässige Begleiter, die ihre Schützlinge manchmal über Jahre hinweg an die Hand nehmen und auch in Alltagsfragen den Rücken stärken.
Über den ersten Platz und einen 800-Euro-Scheck darf sich die Elterninitiative Kubi freuen. Der Verein Kultur und Bildung für Menschen mit Hilfebedarf startete vor 22 Jahren an den Filderstädter Karl-Schubert-Werkstätten mit drei Freizeitkursen, die im Anschluss an die Werkstatt-Tätigkeit für weiterführende Anregungen sorgen sollten. Heute gibt es wöchentlich 20 feste Kurse, die von zurzeit 180 behinderten Menschen genutzt werden. Hinter dem Angebot steckt ein logistischer Kraftakt, der nur im Team zu stemmen ist, wie Beate Degen sagt. Sie und ihre Mitstreiterinnen Uta Hasenclever, Helga Löffler und Uta Zürcher waren am Montag nicht nur wegen des ersten Preises aus dem Häuschen, sondern auch von der Nachricht völlig überrascht, dass der langjährige Landtagsabgeordnete und jetzige Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) eine Patenschaft für den Verein KuBi übernommen hat - ohne von der Platzierung beim Ehrenamtspreis gewusst zu haben. uvo



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