KommentarDigitalisierung und Motorenbau Gefragte Ingenieure

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Die technischen Herausforderungen für die Autoindustrie werden größer. Sie berühren die klassischen Bereiche wie Motorenbau und reichen bis hin zur Digitalisierung. Deutschland muss deshalb in seine Ingenieure investieren, meint Klaus Zintz.

Immer mehr Verkehr, immer mehr CO2? Kreative Lösungen sind nötig. Foto: factum/Bach
Immer mehr Verkehr, immer mehr CO2? Kreative Lösungen sind nötig.Foto: factum/Bach

Stuttgart - Die Herausforderungen, mit denen die Autoindustrie derzeit zu kämpfen hat, sind gewaltig: Sie muss nicht nur gleichzeitig verschiedene Motoren- und Antriebskonzepte weiterentwickeln, sondern sich auch intensiv mit der Digitalisierung beschäftigen. Und dabei aufpassen, dass nicht IT-Unternehmen wie Google und Apple ihr bisherige Pfründe streitig machen.

Was für die Unternehmen gilt, trifft auch auf die Hochschulen zu, die künftige Ingenieure und Techniker ausbilden müssen. Mit ihrem Kongress zur Automobil- und Motorentechnik hat die Stuttgarter Uni auch in diesem Jahr gezeigt, dass sie die derzeit interessanten Feldern der Autotechnik beackert – und sich bei aller Begeisterung für den Verbrennungsmotor auch der Diskussion um die künftig immer wichtiger werdende Elektrifizierung und Digitalisierung nicht verschließt.

Sicher, die Zukunftsfelder, die sich durch Elektromobilität und digitale Techniken für das Auto eröffnen, sind riesig und sehr verlockend. Das ändert allerdings nichts daran, dass die traditionellen Auto- und Antriebskonzepte noch viele Jahre lang eine überragende Rolle spielen werden – ganz einfach deshalb, weil in vielen Ländern der Erde Benzin- und Dieselmotoren weit interessanter sind als Elektroautos oder rollende Smartphones. Das wurde auf dem Stuttgarter Kongress immer wieder deutlich. Klar ist aber auch, dass weltweit die Notwendigkeit immer drängender wird, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Das gelingt nur, wenn alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgeschöpft werden: Die Autos müssen sparsamer werden und der Antriebsstoff ökologischer.

Beides allerdings erfordert nicht nur viel Geld und politischen Willen, sondern zunächst eine gehörige Portion Hirnschmalz, um die Basis für die notwendigen technische Lösungen zu schaffen. Dazu bedarf es pfiffiger Forscher und Entwickler – und hier sind die Hochschulen gefragt, geeignete Nachwuchskräfte auszubilden. Stuttgart ist da auf einem guten Weg.

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