Dirk Schuster im Interview "Der Kampf ist neu entbrannt"
Joachim Klumpp, 11.01.2012 09:02 Uhr
Gibt von Dienstag an wieder den Ton auf dem Platz an: der Trainer der Stuttgarter Kickers, Dirk Schuster. Foto: Pressefoto Baumann
Gibt von Dienstag an wieder den Ton auf dem Platz an: der Trainer der Stuttgarter Kickers, Dirk Schuster. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart  - Der Fußball-Regionalligist und Spitzenreiter Stuttgarter Kickers steigt am Dienstag, 14 Uhr, nach der Winterpause wieder in das Training ein - allerdings ohne einen Neuzugang.

Herr Schuster, Weihnachten ist vorbei, aber Ihr Wunsch nach einem neuen Stürmer ist bisher nicht erfüllt worden. Sind Sie darüber enttäuscht?

Enttäuscht würde ich nicht sagen. Uns war klar, dass es schwierig ist, einen Spieler zu kriegen, der qualitativ, sportlich und charakterlich in die Mannschaft passt. Wenn man so einen Spieler hätte bekommen können, wären die Chancen prozentual sicher etwas größer, unser Ziel Aufstieg zu erreichen. Aber mein Wunschkandidat Elia Soriano soll bei Frankfurt ja bei den Profis vorspielen dürfen. Dennoch haben wir volles Vertrauen in den Kader und hoffen, dass ein paar Rekonvaleszenten zurückkommen.

Wen von den zuletzt Langzeitverletzten erwarten Sie denn - mit Ausnahme von Simon Köpf - zum Trainingsauftakt auf dem Platz zurück?

Ich rechne mit Ali Pala, Marcel Ivanusa und Omar Jatta. Dagegen fehlen neben Köpf Sandro Abruscia, der Lauftraining absolvieren kann, sowie Demis Jung, bei dem nochmals ein Eingriff vorgenommen werden musste, und auch Ugur Yilmaz, der nach Knieproblemen ebenfalls operiert wurde.

Es stehen noch 13 Spiele auf dem Programm, die Kickers haben drei Punkte Vorsprung auf die SG Sonnenhof. Wen sehen Sie denn noch als ernsthaften Konkurrenten an?

Ich gehe trotz der letzten Niederlage in Nürnberg davon aus, dass Sonnenhof an seine bisherige Runde anknüpft, und Eintracht Frankfurt als Dritter hat sich auf die Fahne geschrieben aufzusteigen. Doch ich würde das gar nicht nur auf einen Zwei- oder Dreikampf beschränken. Man weiß nicht, was Hoffenheim vorhat - und auch Worms ist wieder dabei. Nicht zuletzt hat man an uns gesehen, was mit einer überragenden Rückserie noch möglich ist.

Die Winterpause bis Anfang März ist dieses Jahr extrem lang. Wie halten Sie die Motivation im Team hoch?

Die Vorgabe für die vier Wochen Pause war zunächst einmal, den Kopf vom Fußball frei zu bekommen oder Randsportarten zu betreiben und erst in den letzten zehn Tagen den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Ich gehe davon aus, dass jeder Spieler diese Eigenverantwortung genutzt hat. Dazu ist jetzt wieder der Kampf um die Plätze entbrannt. Außerdem laufen einige Verträge aus, die Spieler wollen sich für einen neuen Vertrag interessant machen - ob bei uns oder anderswo.

Apropos Vertrag: Ihr Vertrag läuft ebenfalls aus. Für den Fall des Aufstiegs darf man davon ausgehen, dass er verlängert wird. Wie weit sind Sie mit den Verhandlungen?

Wir haben uns dahingehend geeinigt, dass wir uns nach der Winterpause zwanglos zusammensetzen.

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