Diskriminierung von Migranten Wie groß ist Freiburgs Nachtleben-Problem?

Von red/dpa/lsw 

Im Freiburger Nachtleben haben es Migranten laut eines Zeitungsberichts derzeit schwer. Am Wochenende wurde darüber diskutiert, wie groß das Problem wirklich ist.

Migranten kommen in Freiburger Clubs und Discotheken derzeit nur erschwert rein (Archivbild). Foto: dpa
Migranten kommen in Freiburger Clubs und Discotheken derzeit nur erschwert rein (Archivbild).Foto: dpa

Freiburg - Nach einem Bericht über verschärfte Einlassregeln für Ausländer in Clubs und Discos in Freiburg will die Stadt prüfen, ob die Betreiber pauschal Menschen diskriminieren. „Man muss erstmal eruieren, ob es ein Zutrittsverbot gibt und wie das umgesetzt wird“, sagte Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. „Es gilt das Diskriminierungsverbot. Man darf nicht eine Personengruppe pauschal ausschließen.“

Der Freiburger Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne) sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montag), er wolle die Vorfälle nicht verharmlosen. Der Grünenpolitiker vermutete, dass es sich bei den mutmaßlichen Tätern höchstwahrscheinlich um junge Männer aus den Maghreb-Staaten handeln könnte. „Das sind junge Männer, die in ihren Heimatländern Gewalterfahrungen gemacht haben. Mit Flüchtlingen aus Syrien hat das wenig zu tun“, sagte Salomon.

Nach Recherchen der „Badischen Zeitung“ (Samstag) haben Ausländer in Freiburg derzeit Probleme, ungehindert Diskotheken und Clubs zu besuchen. Die Betreiber würden dies unter anderem mit sexuellen Belästigungen von Frauen, Diebstählen und Gewalt begründen, berichtete das Blatt.

Von Kirchbach erklärte dazu: „Uns war das nicht als akutes Problem bekannt.“ Überwiegend verhielten sich die etwas mehr als 3000 in der Stadt untergebrachten Asylbewerber „ordentlich“, „schwarze Schafe“ gebe es überall. Polizeisprecherin Laura Riske bestätigte dies, von sexuellen Übergriffen durch Ausländer in Clubs sei ihr nichts bekannt.

„Es ist wirklich kein Massenphänomen“

Nach Erkenntnis des Gaststättenverbands Dehoga haben Baden-Württembergs Gastronomen bisher nur selten Probleme mit Ausländern gehabt. Die der Organisation bekannten Fälle ließen sich an einer Hand abzählen, sagte Dehoga-Sprecher Daniel Ohl der dpa. „Es ist wirklich kein Massenphänomen.“ Natürlich werde nicht jede Verstimmung mit Gästen gleich dem Verband gemeldet. Gäbe es allerdings vielerorts Probleme, wüsste Ohl nach eigenen Worten davon.

Nach Recherchen der Zeitung wurden in einer Reihe von Freiburger Tanzlokalen zuletzt Frauen belästigt, es gab zudem eine versuchte Vergewaltigung. Mindestens ein halbes Dutzend Gastrobetriebe in der Stadt habe seine Einlasspolitik daraufhin geändert. Ein Club habe beispielsweise eine Höchstgrenze für einzulassende Ausländer festgesetzt. Ein anderer mache es von der Veranstaltung abhängig, ob Migranten Zutritt haben. Für den Club „Wheit Rabbit“ benötigt der Gast laut Zeitung eine spezielle Einlasskarte, die nur derjenige erhalte, der Gewalt, Sexismus und Diskriminierung ablehne.

„Wheit Rabbit“ schrieb der „Badischen Zeitung“ vor Veröffentlichung des Artikels in einer E-Mail: „Wir tolerieren weder Sexismus, Aggressivität oder gar Gewalt, noch ausgrenzendes Verhalten gegenüber Menschen wegen ihres Geschlechts, sexueller Zugehörigkeit, Herkunft, oder Religion. Wer sich damit nicht identifizieren kann, sollte keine Clubkarte beantragen.“

Der Club reagiert – und die Verwaltung

Später stellte der Club diese E-Mail auf Facebook. „Momentan arbeiten wir intensiv daran, wie wir z.B. Geflüchtete besser in das Nachtleben integrieren können“, hieß es weiter. Bei dem Club war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

„Die Willkommenskultur ist in Freiburg stark ausgeprägt. Aber es muss auch eine Anerkennungskultur geben, was die Gesetze betrifft“, sagte von Kirchbach, Verwaltungschef des Dezernats III und damit zuständig etwa für Soziales, Integration und Kultur. Er wolle sich nun mit seinem Haus beraten, inwieweit die Stadt Verhaltenskonzepte erstellen könnte, um den Asylbewerbern den Start in Deutschland zu erleichtern.

Polizeisprecherin Riske betonte: „Diebstähle gibt es immer mal wieder“, die Täter seien aber meist unbekannt und nicht zwingend Ausländer. Dass die Türsteher bestimmte Personen nicht reinließen, obliege dem Club. „Die Hoheit über seine Tür hat der Betreiber“, erklärte Riske. Pauschale Einlassverbote etwa für alle Flüchtlinge seien aber rechtswidrig. Dehoga-Sprecher Ohl erklärte, Türsteher entschieden nach bestimmten Kriterien - etwa Alkoholpegel, Kleidung, Alter -, ob jemand in den Club dürfe. Die Sicherheit der anderen Gäste dürfe nicht gefährdet werden.

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@ Marvin Kerner: Frage: Wie würden besagte Männer zusammen reissen, würden sie beim Karneval von Rio mit dabei sein. Ja und dann? Würden jene dann zitternd und sabbernd am Straßenrand stehen und 3x gegen die Hausmauer rennen müssen vor lauter Verzweiflung? Männer merkt Euch eins und wenn die Brüste aus dem Dekollet'e springen, es hat keiner das Recht, eine Frau ungefragt und ohne deren Einwilligung anzukrapschen, oder zu belästigen. Es gibt für dieses Vergehen und diesen Ausrutscher keine Entschuldigung und ich denke auch nicht, dass die Frauen sich jetzt extra verschleiern und verhüllten müssen, nur weil die Männer Welt sich nicht unter Kontrolle hat. Gruß vom Motzkigele

Diskriminierung?: Was ist auch dies? Fakt ist, dass zwischenzeitlich doch quer durch die Männer Welt Frauen als Lust Objekt angesehen werden und durch die Wunderpille "viagra" die Manneslust Ausgang bekommen hat, wie das Öffnen eines Gatters von einer Herde Büffel! Ist doch wahr! Das gAnze Verhalten den Frauen gegenüber ist doch unfassbar, unhaltbar und entsetzlich zugleich! Ja sind wir denn Rindersteaks auf zwei Beinen? Gruß vom Motzkigele

Rindersteaks?: Ich melde mich eigentlich weniger zu Wort, aber da muss ich kurz mal eingreifen. Die Frauen als vermeidliches "Opfer" darzustellen, ist in diesem Moment vollkommen korrekt und verstehe ich auch. Was mich aber etwas stutzig macht, die Tatsache, dass auf diversen Internetseiten mit der Freizügigkeit und Leichtigkeit der Frauen geworben wird. Die Tatsache, das auch privat diverse Frauen, hinsichtlich Kosten, gezielt sich dermaßen aufreizend anziehen, damit Sie keine Getränke in der Disco bezahlen müssen, usw. Ich könnte ihnen noch mehr solcher Tatsachen auflisten. Die Frauen hinsichtlich dann als "Rindersteaks auf zwei Beinen" zu betiteln für Männer, liegt doch dann klar auf der Hand. Man muss sich auch mal Gedanken machen, wieso eigentlich viele Männer die Frauen nur noch so betrachten. "Two and a Half men" oder "How I met your Mother" haben manche Männer auch eine klare Botschaft vermittelt mit Charlie Harper und Barney Stinson. Man müsste noch nicht mal das Internet großartig besuchen. Und das schlimmste daran ist eigentlich, sämtliche Telenovelas machen es uns oder gar unseren Kindern auch noch vor. Ich möchte hiermit auch deutlich machen, das ich es nicht verallgemeinern möchte. Lediglich darauf hinweisen, dass es die Medien uns Männern einfach vormacht, uns erzieht, wie man sich gegenüber Frauen und ihrer Leichtigkeit zu verhalten haben.

Etage 1 in. Offenburg: In der Etage 1 in Offenburg ist das Thema Ausschließung von Ausländern aus der Diskothek schon länger Gang und Gebe, immer wieder werden Menschen mit "beängstigende Hautfarbe" nicht herein gelassen.... Oft kommt dabei von der Security einfach nur ein "es sind schon zu viele Ausländer drinn!" Dafür habe ich nur noch wenige Worte übrig!

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