Doping im Radsport Contador-Urteil im Februar
dpa, 06.01.2011 14:53 Uhr
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 Foto: AP
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Rom/Madrid/Austin - Der vom Dopingverdacht freigesprochene Franco Pellizotti hat vom Internationalen Radsportverband UCI Schadensersatz in Höhe von 200.000 Euro gefordert. Der italienische Radprofi war wegen Unregelmäßigkeiten in seinem biologischen Pass unter Dopingverdacht geraten, am 21. Oktober vergangenen Jahres jedoch vom italienischen Sportgericht freigesprochen worden. Wie die "Gazzetta dello Sport" am Donnerstag berichtete, sei Pellizotti bereit, seine Forderung gegen die UCI zurückzuziehen, sofern diese auf einen Revisionsantrag und den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS verzichte.

Das Urteil des spanischen Radsport-Verbandes RFEC im Fall des Dopingverdächtigen Alberto Contador wird nicht vor Februar erwartet. Das schrieb die spanische Sportzeitung "AS" unter Berufung auf Verbandsmitglieder, die das umfangreiche Entlastungsmaterial des dreifachen Tour-de-France-Siegers aus Madrid mühsam sichten. Contador bleibt dabei, dass seine erhöhten Werte an Clenbuterol aus der vergangenen Tour auf eine Nahrungsmittel-Verunreinigung zurückzuführen seien.

Die Chancen des 28-jährigen Spaniers auf eine Tour-Teilnahme 2011 sinken immer mehr. Egal, wie der RFEC-Spruch ausfallen wird, der Gang zum CAS scheint unausweichlich. Wenn die Spanier Contador freisprechen, werden Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und UCI die nächste Instanz anrufen. Das haben beide Organisationen mehrfach erklärt. Sollte Contador in Spanien schuldig gesprochen werden, kündigte sein Verteidiger-Team einen Gang vor den CAS an.

Armstrong lässt Karriere ausklingen


Lance Armstrong gibt sich dagegen cool. Die Ermittlungen in den USA hätten auf den Tour-Rekordsieger "keinen Einfluss", sagte der 39-Jährige dem "Sydney Morning Herald", bevor er ab 16. Januar bei der Tour Down Under in Australien sein letztes Profirennen außerhalb der USA in Angriff nimmt. Armstrong, gegen den US-Behörden unter Chefermittler Jeff Novitzky vorgehen, fahre nur noch zum Spaß und werde wie angekündigt seine Karriere 2011 langsam ausklingen lassen. Übernächster Renntermin ist die Kalifornien-Rundfahrt. Danach wolle er sich auf den Ironman in Hawaii im Oktober vorbereiten.

"Ich habe fünf Kinder zu versorgen, ich leite meine Foundation und habe - theoretisch - noch den Job, Rennen zu fahren und täglich hart zu trainieren", erklärte der Texaner. Nach Anschuldigungen seines ehemaligen Teamkollegen Floyd Landis (USA) ermitteln die US-Behörden seit Mai 2010 gegen Armstrong wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Betruges.
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