Drei Jahre nach dem Sieg bei „The Voice of Kids“ Danyiom ist zurück – mit neuer Single und Video

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Vor drei Jahren hat Danyiom Mesmer bei „The Voice Kids“ gewonnen. Dann wurde es still um ihn. Jetzt meldet sich der 18-Jährige aus Ludwigsburg zurück mit neuer Single und Video. Der Grund für die Auszeit war ein Deal mit seiner Mutter.

Probesingen im eigenen kleinen Studio: Danyiom Mesmer in Ludwigsburg Foto: factum/Granville
Probesingen im eigenen kleinen Studio: Danyiom Mesmer in Ludwigsburg Foto: factum/Granville

Ludwigsburg - Knapp drei Jahre ist es her, dass Danyiom Mesmer im Fernsehen bei der Musiktalent-Castingshow „The Voice Kids“ gewonnen hat. Nach einigen Auftritten und einem Fördervertrag mit dem Musikkonzern Universal, der ihm den Soundtrack zum Kinofilm „Oops! Die Arche ist weg...“ einbrachte, wurde es jedoch wieder still um das Gesangstalent aus Ludwigsburg. Jetzt meldet er sich zurück – mit neuer Single und einem Video dazu, das, wie es sich gehört, in den USA, genauer in Miami, gedreht wurde.

„Ich hatte einen Deal mit meiner Mutter“, erklärt der 18-Jährige: „Ich mache zuerst die Schule fertig, und dann konzentriere ich mich auf meine Musikkarriere“, erklärt er die Auszeit. Mit dem alten Label sei es jedoch auch nicht so gut gelaufen, wie er sich das anfangs vorgestellt habe.

Danyiom kann nicht nur Pop, er hat auch R´n´B auf Lager

Nun hat Danyiom voriges Jahr die Realschule abgeschlossen, nebenbei Gesang und Gitarre geübt, und prompt danach einen Vertrag bei Sony unterschrieben. Drei Singles und ein Album sind darin vorgesehen, die erste Single „Echo“ ist Anfang August erschienen, das Video dazu folgt am 16. August. Ein Trailer gibt einen ersten Eindruck von den Dreharbeiten in Miami.

„Das Video passt zur Single: Es vermittelt ein Summer-Feeling“, sagt Mesmer. Im Lied geht es darum, die Welt zu bereisen und zu erobern, sich einen Namen zu machen – also ungefähr auch das, was er nun karrieretechnisch vor hat. Seine Lieder schreibt der 18-Jährige auf Englisch: „Damit fühle ich mich wohler.“ Und auch wenn „Echo“ sehr poppig daherkommt: Danyiom, unter diesem Namen tritt er auf, will offen bleiben für andere Stile. „Ich habe auch R´n´B auf Lager.“

Berlin, Los Angeles, Miami

Eine Woche war er in Miami, drei Tage lang gingen die Dreharbeiten. Zuvor war er zu Studio-Sessions in Berlin und Los Angeles, hat mit Produzenten von Amy Whinehouse und Lionel Richie zusammengearbeitet und auch schon die ersten Foto-Shootings hinter sich gebracht. Im Oktober will er in Ludwigsburg einen Laden mit Mode für junge Leute aufmachen.

Einen Alternativplan für den Fall, dass es mit der Musik nicht klappt, will er derzeit gar nicht haben. „Jetzt ist gerade All in“, sagt er im Poker-Jargon. Die Präsentation vor der Öffentlichkeit ist für Danyiom noch „Stress“, denn „ich bin immer noch der gleiche schüchterne Junge wie früher“, sagt er. Früher habe er sich nicht vorstellen können, im Rampenlicht zu stehen, wie bei Autogrammen, Fotoshootings, Echo-Preisverleihung. Angst davor, abzuheben hat der 18-Jährige nicht: Da ist schon seine Mutter, die auf ihn aufpasst. „Keiner meint es besser mit mir“, sagt er über sie.

Und dann ist da noch Henning Wehland, der Coach aus „The Voice“, der Danyiom immer noch betreut. Und seine Freunde finden seine Karriere „richtig cool“. In einem kleinen Zimmer am Marktplatz hat der 18-Jährige ein bescheidenes Studio eingerichtet: Mikro, Boxen, Laptop und Fernseher stehen da, in seiner Freizeit trifft er sich hier mit seinen Freunden und spielt ihnen neue Songs vor. „Es liegt mir am Herzen, wie sie meine Lieder finden“, sagt er.

Als Vorbilder nennt Danyiom Mesner Stevie Wonder und Justin Bieber. Letzterer aber nur in musikalischer Hinsicht, denn so enden wie der Teenie-Schwarm will Danyiom nicht: Justin Bieber ist erfolgreich und auch beliebt, aber in der Vergangenheit fiel er häufiger durch negative Schlagzeilen und Abstürze auf. Dennoch: Präsenz in den sozialen Medien ist vom Studio gewünscht. Daran arbeitet Danyiom. Mit Instagram, Facebook und eigener Homepage. Nur mit einer Sache hat er seine Probleme: „Selfies sind noch nicht so mein Ding.“