EADS
Merkel will Verkauf verhindern
dpa,
19.02.2011 18:46 Uhr
Foto: dpa
Berlin/Stuttgart - Die Bundesregierung ist einem "Spiegel"-Bericht zufolge bemüht, den geplanten Teilausstieg von Daimler aus dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS noch zu verhindern. Die Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) prüfe, wie sie den Automobilkonzern bewegen könne, seine EADS-Anteile doch zu halten. Dabei verweist das Blatt auf Forderungen von Daimler-Chef Dieter Zetsche nach einem Förderprogramm, um den Verkauf von Elektroautos anzukurbeln. Dem "Spiegel" zufolge wird nun über eine staatliche Verkaufsprämie nachgedacht, wenn Daimler im Gegenzug auf seine Verkaufspläne verzichten.
Der Autobauer wollte sich nicht zu Gesprächen wegen der EADS-Anteile äußern. Auch eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte den Bericht nicht. Sie verwies darauf, dass Minister Rainer Brüderle (FDP) sich wiederholt gegen Verkaufsprämien für Elektroautos ausgesprochen habe. Der Bund fördert Forschung und Entwicklung der Elektromobilität bereits mit einer halben Milliarde Euro.
Zuvor hatte die "Financial Times" berichtet, Daimler habe der Bundesregierung die Hälfte seines 15-Prozent-Anteils an EADS zum Kauf angeboten. Merkel wolle an diesem Mittwoch mit Brüderle und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) über EADS beraten. Das weitere Vorgehen sei in der Regierung umstritten.
Nach Informationen der "WirtschaftsWoche" arbeitet EADS mit seinen Hauptaktionären an der Einführung einer sogenannten Goldenen Aktie. Damit wolle die EADS-Führung den Hauptaktionären Lagardère und Daimler sowie auch den Regierungen von Frankreich und Deutschland ein besonderes Stimmrecht in strategischen Fragen bei EADS einräumen. Der Konzern wollte sich dazu auf Anfrage des Blattes nicht äußern. Auch die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums bestätigte den Bericht nicht.
Daimler und der französische Staat sind derzeit mit je 15 Prozent an dem Konzern beteiligt, die französische Lagardère-Gruppe und ein deutsches Bankenkonsortium halten jeweils rund 7,5 Prozent. Für den Anteil der deutschen Bankengruppe liegen die Stimmrechte bei Daimler. Vertraglich sind die Schwaben bis 2012 gebunden.
Der Autobauer wollte sich nicht zu Gesprächen wegen der EADS-Anteile äußern. Auch eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte den Bericht nicht. Sie verwies darauf, dass Minister Rainer Brüderle (FDP) sich wiederholt gegen Verkaufsprämien für Elektroautos ausgesprochen habe. Der Bund fördert Forschung und Entwicklung der Elektromobilität bereits mit einer halben Milliarde Euro.
Merkel und Schäuble beraten Mittwoch
Zuvor hatte die "Financial Times" berichtet, Daimler habe der Bundesregierung die Hälfte seines 15-Prozent-Anteils an EADS zum Kauf angeboten. Merkel wolle an diesem Mittwoch mit Brüderle und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) über EADS beraten. Das weitere Vorgehen sei in der Regierung umstritten.
Nach Informationen der "WirtschaftsWoche" arbeitet EADS mit seinen Hauptaktionären an der Einführung einer sogenannten Goldenen Aktie. Damit wolle die EADS-Führung den Hauptaktionären Lagardère und Daimler sowie auch den Regierungen von Frankreich und Deutschland ein besonderes Stimmrecht in strategischen Fragen bei EADS einräumen. Der Konzern wollte sich dazu auf Anfrage des Blattes nicht äußern. Auch die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums bestätigte den Bericht nicht.
Daimler und der französische Staat sind derzeit mit je 15 Prozent an dem Konzern beteiligt, die französische Lagardère-Gruppe und ein deutsches Bankenkonsortium halten jeweils rund 7,5 Prozent. Für den Anteil der deutschen Bankengruppe liegen die Stimmrechte bei Daimler. Vertraglich sind die Schwaben bis 2012 gebunden.
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Mappus machts!
@Baldrian dieser Gedanke kam mir auch sofort. Die Zeit reicht ja noch bis zu Wahl. Ob es jetzt eine Neckarpri gibt, deren Anleihen niemand kaufen will, oder noch einen Nackarsec dazu, deren Anleihen zur Finanzierung der EADS-Aktien auch niemand kauft, das macht eigentlich keinen Unterschied. Fürs gemeine Wahlkopf reicht es sich der Dividendengewinne zu rühmen - quasi der Milchertrag einer Kuh, die man noch gar nicht bezahlt hat.
Daimler und EADS
Das sind noch Altbestände aus der Zeit als ein Ezard Reutter DB zu einem Hochtechnologiekonzern gestalten wollte und dabei Schiffbruch erlitten hat! Warum muss den die Bundesregierung einspringen? Der Herr Ackermann hat doch genug Peanuts übrig! Soll doch ein Konsortium aus Bankern ihre Boni bei EADS "krisensicher" anlegen! Reinhard Mey: "Sei wachsam......." http://www.youtube.com/watch?v=BU9w9ZtiO
Luftfahrtkonzern
an Stuggi: Ein Luft- und Raumfahrtkonzern ohne Rüstungskomponente ist überhaupt nicht überlebensfähig. Wer auf einem so schmalen Markt agiert, muss in Zeiten von Wirtschaftskrisen bei mehrjähriger Absatzflaute die Kosten der Entwicklung über Rüstungsaufträge wieder ausgleichen. Ansonsten wäre er sehr schnell pleite. Abgesehen davon profitieren wir Europäer sehr stark von EADS und anderen Rüstungsfirmen bei uns in Europa, denn diese bauen Techniken, die zuerst ausschließlich Europa zur Verfügung stehen. Würden wir keine eigene Rüstungsindustrie unterhalten, müßten wir bei den Chinesen oder Amis einkaufen. Was die uns verkaufen, ist dann garantiert so veraltet, dass keinerlei Vorteile mehr für Europa entstehen würden. Damit wäre Europa gegenüber Angriffen von außen nahezu schutzlos. Viele Innovationen kommen aus dem militärischen Entwicklungsbereich, die dann auch in den zivilen Bereich Einzug finden. Dieses Prinzip besteht schon seit mehr als 50 Jahren und wer da dran dreht, kann gleich die militärische Unabhängigkeit Europas zu Grabe tragen. Wer europäische und deutsche Rüstung einstellen will muss mit der Konsequenz daraus leben: die Europäer müßten bei China und bei den USA um Waffen betteln. Nicht gerade das gewünschte Szenario für ein starkes, unabhängiges Europa mit einem der größten Wirtschaftsräume dieser Welt.