Eichendorff-Literaturpreis Christoph Hein wird ausgezeichnet
dpa/lsw, 09.03.2010 11:35 Uhr
 Foto: dpa
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Wangen im Allgäu - Der Schriftsteller Christoph Hein erhält den mit 5000 Euro dotierten Eichendorff-Literaturpreis 2010. Der aus Schlesien stammende Autor wird für "sein exzellent und einfühlsam geschriebenes literarisches Werk" geehrt, wie der Wangener Kreis - Gesellschaft für Literatur und Kunst "Der Osten" am Dienstag in Wangen in Allgäu (Kreis Ravensburg) mitteilte. Der 65-Jährige habe sich "schon in politisch schwierigen Zeiten mutig und mit klarem Blick" geäußert, hieß es in der Begründung der Jury. Die Auszeichnung soll am 26. September überreicht werden. Die Laudatio hält der Kabarettist Dieter Hildebrandt.

Der Pfarrerssohn Hein ging in West-Berlin zur Schule, lebte nach dem Mauerbau 1961 in der DDR und wohnt seit dem Mauerfall 1989 im vereinten Berlin. Er gilt als einer der wichtigsten literarischen Zeugen des Niedergangs der DDR. Der Durchbruch auch im Westen gelang dem regimekritischen Schriftsteller Anfang der 80er Jahre mit der Novelle "Drachenblut" (im Westen mit dem Titel "Der fremde Freund" erschienen). Zu seinen nach dem DDR-Ende erschienenen Büchern gehören "Landnahme", "Das Napoleon-Spiel", "Willenbrock" und 2007 der Roman "Frau Paula Trousseau". Hein hat sich zudem als Bühnenautor einen Namen gemacht. Von 1998 bis 2000 war er Präsident des PEN-Zentrums.
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