
Gleichgeschlechtliche Paare erhalten einen festlichen Rahmen im Landratsamt: Das teilt die Waiblinger Behörde mit, die für die sogenannten Verpartnerungen zuständig ist. Ute Postruschnigg vom Geschäftsbereich Ordnung ist gewissermaßen das Pendant zu einem Standesbeamten. Sie betont, dass Lebenspartner nicht auf eine schöne Zeremonie verzichten müssten. Ihnen stehe das große Besprechungszimmer im sechsten Obergeschoss des Landratsamtes mit Dachterrasse und Blick auf Waiblingen zur Verfügung. "Es können Gäste teilnehmen, und wir gehen gern auf Wünsche ein", betont Postruschnigg, "die Begründung einer Lebenspartnerschaft läuft ab wie eine Trauung." Es könnten Ringe getauscht oder Musik gespielt werden und im Anschluss könne ein Sektempfang gegeben werden. Bisher wurden im Waiblinger Landratsamt insgesamt 133 Lebenspartnerschaften geschlossen, 72 weibliche und 61 männliche, im Durchschnitt zwölf pro Jahr.
In Deutschland können gleichgeschlechtliche Paare seit dem 1. August 2001 eine solche Lebensgemeinschaft eintragen lassen. Baden-Württemberg ist zurzeit noch das einzige Bundesland, bei dem dafür nicht die Standesämter zuständig sind. Die neue grün-rote Landesregierung beabsichtigt, dies von kommendem Jahr an zu ändern. Ute Postruschnigg bedauert diese voraussichtliche Änderung nach eigenem Bekunden - nicht aber an sich, sondern "weil ich diese Aufgabe gern wahrgenommen habe".
Lebenspartnerschaft Wer Fragen zur Begründung der gleichgeschlechtlichen Verpartnerung hat, kann sich an Ute Postruschnigg unter der Telefonnummer 0 71 51/50 12 17 15 wenden oder per Email an u.postruschnigg@rems-murr-kreis.de.


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