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Die Bedeutung von Revitalisierungsmaßnahmen von „in die Jahre gekommenen” Centern wird in den nächsten Jahren noch zunehmen, sagt Professor Bernd Falk vom Institut für Gewerbezentren in Starnberg. Der Herausgeber des „Shopping Center Reports” sieht in Anbetracht des deutlichen Flächenwachstums eine weitere Verschärfung des Center-Wettbewerbs kommen.
Klaus Betz wird da noch deutlicher: „Beliebigkeit wird den smarten Kundenansprüchen schon lange nicht mehr gerecht.” Shopping-Center müssten „Mehrwert-Immobilien” sein, die den Kunden vermitteln, dass sie für ihr Geld mehr kriegen als woanders. Das gelinge durch die Kombination von starken Labels, die den kleineren, inhabergeführten Fachgeschäften die Voraussetzungen schaffen, in ihrer Nische ausreichende Deckungsbeiträge zu erwirtschaften. So komme es im Idealfall zu einer Win-win-Situation, die den lokalen Einzelhandel stärkt, profiliert und anspornt, weil sich permanentes „Innovativsein” lohnt.
Auch der Mieter soll investieren
„Wer das nicht erkennt, wird langfristig verlieren”, attestiert auch Bernd Falk. Schon heute mache sich dieser Wettbewerb bei einer Reihe von Einkaufszentren unter anderem durch sinkende Besucherzahlen, Probleme bei der Vermietung und durch einen Anstieg des Leerstandes bemerkbar. „Bei einigen Centern seien bereits massive Vermietungsprobleme feststellbar”, so der Professor. Oft würden die notwendigen Maßnahmen erst bei ernsthaften wirtschaftlichen Problemen oder entsprechendem Wettbewerbsdruck im Marktgebiet durchgeführt. Andererseits könnten aber auch veränderte Bedürfnisse und Anforderungen der Mieter der Grund für eine Revitalisierung sein.
So zeige sich seit einigen Jahren bei manchen Branchen und Betriebstypen eine Erhöhung der durchschnittlichen Verkaufsflächenanforderungen. Besonders deutlich werde dies beispielsweise im Bereich Junge Mode/Casual, stellt Falk fest. Vor allem aber müssten Orte mit einer hohen Aufenthaltsqualität geschaffen werden, da immer mehr Städte auf das Shopping-Center als kundenanziehenden Magnetbetrieb setzten. Das stelle aber auch hohe Anforderungen an die Konfiguration des Gebäudes, so Immobilienexperte Betz. Es müssten natürliche Wegebeziehungen gefunden und Zwangsläufe möglichst vermieden werden. „Der Kunde will nicht immer nur flanieren, sondern möglichst schnell zum „Punkt seiner Interessen kommen”.



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