Stuttgart - Nach Weihnachten ist wie vor Weihnachten – zumindest in den Kaufhäusern der Stadt. Die Einkaufsmeilen sind gedrängt voll und an den Kassen muss man wieder Schlange stehen. „Am ersten Tag nach Weihnachten haben wir traditionell den stärksten Andrang“, sagt Christian Witt, der Pressesprecher von Breuninger. In dem großen Haus am Marktplatz drängen sich die Menschen. Viele wollen ihre Gutscheine einlösen, die sie zu Weihnachten geschenkt bekommen haben. Andere finden keinen Gefallen an ihren Präsenten – und wollen lieber etwas anderes dafür haben.
Bei Breuninger kein Problem: „Wir sind kulant und tauschen auch bei Nichtgefallen innerhalb von 14 Tagen“, sagt Witt. Kassenbon und Ware genügen. Was dem Sprecher auch aufgefallen ist: „Die Kunden sind sehr relaxed und gut gelaunt.“ Vor Weihnachten sei es ebenso voll gewesen – die Menschen schienen allerdings gestresster. Zwischen den Jahren nutzen viele Kunden ihren Urlaub und die freie Zeit, um entspannt mit Familie oder dem Partner einkaufen zu gehen.
Vor allem Bargeld, das zu Weihnachten geschenkt worden ist, wird nach den Feiertagen schnell wieder ausgegeben. „Der Andrang Ende Dezember ist auf jeden Fall nochmals mindestens genauso groß wie während des Weihnachtsgeschäfts“, so Edith Winter, Geschäftsführerin bei Spielwaren Kurtz. Umgetauscht werde allerdings eher selten. „Die Kinder lösen vor allem Gutscheine ein, die sie zu Weihnachten bekommen haben.“
Vor allem im Bekleidungsbereich kommt es zum Umtausch
Viele Geschenke wurden schon vor Heiligabend nochmals gegen ein anderes eingetauscht. „Manchmal kaufen die Eltern etwas, bevor sie die Kinder nach ihren eigentlichen Wünschen gefragt haben oder es werden Sachen doppelt geschenkt. Meist wird das aber festgestellt, noch bevor die Geschenke unterm Tannenbaum liegen“, erklärt sich Winter den vorweihnachtlichen Umtausch.
Geschenke umtauschen ist auch bei Spielwaren Kurtz problemlos möglich: „Wir tauschen ein Spielzeug auch einmal ohne Kassenzettel um, wenn wir die Kunden kennen oder wissen, dass das Spielzeug aus unserem Sortiment stammt.“
Auch bei Karstadt hält sich der Umtausch im üblichen Rahmen: „Vor allem im Bekleidungsbereich werden natürlich Sachen zurückgegeben, aber das ist ganz normal, schließlich ist es nicht immer ganz leicht, die richtige Größe zu schenken“, so Gabriele Post, die Filialgeschäftsführerin in Stuttgart. Wichtig sei es, den Kassenbon bei einem Umtausch vorzulegen. „Wir sind zwar sehr kulant, aber wir müssen schon nachvollziehen können, wann und wo das Geschenk gekauft worden ist“, so Post. Die Kunden bekommen den Betrag dann in bar ausgezahlt oder in Form eines Gutscheins. „Die meisten kaufen aber gleich etwas Neues.“
Rekord bei Gutschein-Verkauf
Mehr Waren als in den vergangenen Jahren gibt die Kundschaft nicht zurück. „Nach den Feiertagen werden bei uns vielmehr verstärkt Gutscheine eingelöst“, sagt Post. „Jetzt haben die Leute ein paar Tage frei und Zeit, in Ruhe bummeln zu gehen“, erklärt Post sich den Andrang in den Kaufhäusern. Auch sei ein stetiger Anstieg bei einer Geschenkform zu beobachten: „Viele Kunden gehen auf Nummer sicher und kaufen einen Gutschein anstatt etwas Falsches zu verschenken“, sagt Post.
So viele Gutscheine wie in diesem Jahr sind noch nie verkauft worden. Gleich hinter Büchern, Parfüm und Spielzeug rangieren sie auf Platz vier der beliebtesten Weihnachtsgeschenke. „Die Menschen kaufen sehr überlegt und möchten Fehlkäufe möglichst vermeiden“, sagt Horst Lenk, der Präsident des Einzelhandelsverbands Baden-Württemberg. Umtauschaktionen fänden dadurch nur in einem sehr geringen Rahmen statt. „So wenig zurückgegebene Waren wie in diesem Jahr hatten wir noch nie.“ Die Kundschaft stürmt die Läden dennoch.


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Konsumaussichten aus der Zukunft
Mal wieder ein Artikel aus der Zukunft...Warum? -------- Einzelhandel nach Weihnachten Entspannte Kunden in vollen Kaufhäusern Julia Schwarz und Claudia Leihenseder, vom 28.12.2012 13:11 Uhr -------- Weiterhin viel Erfolg mit dem Online-Angebot. Grüße AchJa
Kaufhaus, Mall etc.
Ich betrete einn Kaufhaus nur, wenn ich Strümpfe oder eine Unterhose brauche. Dann verlasse ich den stickigen, unwirtlichen Ort so schnell wie möglich. Bei dem vielen Zeug wird mir ganzs übel. Ich halte es mit Sokrates, der sagte, dass er froh sei, dass er das alles nicht braucht. Ich kenne noch Zeiten, als die Läden auf der Königstraße noch hübsch und individuell waren. Heute läuft alles auf Gleichmacherei hinaus. Man denkt, man hat etwas Besonderes, wenn das T-shirt ein anderes Bildchen ziert. Alles lieblos gefertigte Ware - auch die teuerste. Und die wird dann nach Neu Jahr abgestottert. Und in der Straßenbahn schwätzt`s aus allen Ecken. Woanders hungert man! Wo das wohl alles hinführt?