Elektromobilität Mit Elektroantrieb in die Alpen

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Bei der Elektro-Rallye Wave treten Elektroautobesitzer aus aller Welt gegeneinander an. Die Fahrt führt die Teilnehmer von Stuttgart aus über Bayern in die Schweiz. Der Veranstalter möchte beweisen, dass Elektrofahrzeuge schon heute alltagstauglich sind.

Peter Schwan ist privat nur noch elektrisch unterwegs Foto: Achim Zweygarth
Peter Schwan ist privat nur noch elektrisch unterwegsFoto: Achim Zweygarth

Stuttgart - Louis Palmer ist in Sachen Nachhaltigkeit schon weit herumgekommen. In den Jahren 2007 und 2008 umrundete er als erster Mensch mit einem solarbetriebenen Fahrzeug, dem „Solartaxi“, die Erde. Dieser ökologische Weltrekord brachte ihm nicht nur den „Champion of the Earth“-Award des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) ein, sondern weckte auch in zahlreichen Fans der Elektromobilität den Wunsch, um mehr Aufmerksamkeit für das Thema zu werben: „Nachdem ich mit meinem Solartaxi einmal um die Erde gefahren war, haben sich viele Menschen bei mir gemeldet, die die Idee toll fanden. Sie boten mir an, mich beim nächsten Mal zu begleiten“, erzählt Louis Palmer. So entstand die Idee zur World Advanced Vehicle Expedition, kurz Wave, die 2011 durch 36 Städte von Paris bis nach Prag führte.

1600 Kilometer von Baden-Württemberg in die Schweiz

In diesem Jahr startet die Wave am 31. Mai in Stuttgart. Bei der weltgrößten Elektroauto-Rallye fahren die Teilnehmer in neun Tagen rund 1600 Kilometer quer durch Baden-Württemberg und über Bayern in die Schweizer Alpen. „Jeder, der über ein elektrisch angetriebenes Auto, Motorrad oder Fahrrad verfügt, kann mitmachen“, erklärt Palmer. Der Schweizer erwartet 140 Teilnehmer aus 14 Nationen – darunter Privatleute, Unternehmen und Teams von Universitäten.

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Um die Fairness zu gewährleisten, wird die Wave in vier verschiedenen Kategorien gefahren: In der Exclusive Wave treten hochpreisige Fahrzeuge wie der Tesla S gegeneinander an. Die Popular Wave richtet sich an Teilnehmer mit Serienmodellen wie dem Nissan Leaf. Bei der Light Wave treten Fahrzeuge mit weniger als 900 Kilogramm Leergewicht gegeneinander an. Noch weniger bringen dann nur noch die elektrischen Fahrräder und Roller auf die Waage, die sich bei der E-Bike-Wave messen. „Bewertet werden unter anderem die Schnelligkeit, das Design, die Effizienz und natürlich die Reichweite der Fahrzeuge“, so Louis Palmer weiter.

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