Eliteinternat Schloss Salem
Verzicht auf CSU-Politikerin
Wolfgang Messner,
23.03.2010 18:11 Uhr
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Die Schule Schloss Salem ist mit ihrer Personalpolitik in die Schlagzeilen geraten. Das soll nun ein Ende haben. Foto: dpa
Stuttgart - Die Treueschwüre überdauerten gerade noch das Wochenende. Dann trennten sich die Wege. Monika Zeyer-Müller darf nun doch nicht vom neuen Schuljahr an das Eliteinternat Salem leiten. Zeyer-Müller hätte am 1. September ihr Amt angetreten, ausgestattet mit einen Fünfjahresvertrag.
Die Schule Schloss Salem begründete den Verzicht mit den öffentlichen Protesten gegen die Berufung der Pädagogin. Aufgrund der Berichterstattung über die Personalie "und den daraus in der Schule entstandenen Reaktionen" seien der Aufsichtsrat und Frau Zeyer-Müller "zu der Überzeugung gelangt, dass unter diesen Umständen die notwendigen Voraussetzungen für ein vertrauensvolles Arbeitsverhältnis und eine erfolgreiche Tätigkeit als Gesamtleiterin nicht gegeben" seien. Die seit dreieinhalb Jahren amtierende Schulleiterin Professorin Eva-Maria Haberfellner, soll die Schule nun führen, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist. Zeyer-Müller wollte keine Stellungnahme abgeben. Die umstrittene Rektorin des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Schweinfurt mit CSU-Parteibuch wäre die erste Leiterin der renommierten deutschen Privatschule gewesen, deren Unabhängigkeit zweifelhaft gewesen wäre.
Der Vorstand der Schule Schloss Salem betonte erneut, in Frau Zeyer-Müller sei nach einem "professionellen Auswahlprozess" die "bestmögliche Kandidatin" ausgesucht worden. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 17. April will der Vorstand sich "verantworten und über notwendige Konsequenzen entscheiden". Schon die Trennung von Sund hatte Salem nach Informationen der Stuttgarter Zeitung eine sechsstellige Abfindung gekostet. Ähnlich hoch dürfte die Abstandssumme sein, die Zeyer-Müller für ihren Verzicht erhält. Die Vertragsverhandlungen laufen bereits.
Der 53-jährigen Lehrerin für Deutsch und Englisch waren Vorwürfe über die Art ihrer Schulleitung in Schweinfurt zum Verhängnis geworden. Diese hatten auch in Salem bei Schülern, Lehrern und Eltern große Unruhe ausgelöst. An dem mit 1700 Schülern größten Gymnasium Bayerns hatten Schüler im Herbst 2009 mit einem Sitzstreik gegen Missstände protestiert. Zeyer-Müllers Führungsstil wurde als autoritär beschrieben. Sie soll Günstlingswirtschaft betrieben und für ein "Klima der Angst" gesorgt haben. Das bayerische Kultusministerium sieht "keinerlei Anlass, an der Qualität der Amtsführung" Zeyer-Müllers zu zweifeln. Sie habe erfolgreich "wesentliche Qualitäts- und Personalentwicklungsprozesse angestoßen und umgesetzt".
Die Schule Schloss Salem begründete den Verzicht mit den öffentlichen Protesten gegen die Berufung der Pädagogin. Aufgrund der Berichterstattung über die Personalie "und den daraus in der Schule entstandenen Reaktionen" seien der Aufsichtsrat und Frau Zeyer-Müller "zu der Überzeugung gelangt, dass unter diesen Umständen die notwendigen Voraussetzungen für ein vertrauensvolles Arbeitsverhältnis und eine erfolgreiche Tätigkeit als Gesamtleiterin nicht gegeben" seien. Die seit dreieinhalb Jahren amtierende Schulleiterin Professorin Eva-Maria Haberfellner, soll die Schule nun führen, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist. Zeyer-Müller wollte keine Stellungnahme abgeben. Die umstrittene Rektorin des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Schweinfurt mit CSU-Parteibuch wäre die erste Leiterin der renommierten deutschen Privatschule gewesen, deren Unabhängigkeit zweifelhaft gewesen wäre.
Der Vorstand der Schule Schloss Salem betonte erneut, in Frau Zeyer-Müller sei nach einem "professionellen Auswahlprozess" die "bestmögliche Kandidatin" ausgesucht worden. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 17. April will der Vorstand sich "verantworten und über notwendige Konsequenzen entscheiden". Schon die Trennung von Sund hatte Salem nach Informationen der Stuttgarter Zeitung eine sechsstellige Abfindung gekostet. Ähnlich hoch dürfte die Abstandssumme sein, die Zeyer-Müller für ihren Verzicht erhält. Die Vertragsverhandlungen laufen bereits.
Harte Fronten gegen die Lehrerin
Der 53-jährigen Lehrerin für Deutsch und Englisch waren Vorwürfe über die Art ihrer Schulleitung in Schweinfurt zum Verhängnis geworden. Diese hatten auch in Salem bei Schülern, Lehrern und Eltern große Unruhe ausgelöst. An dem mit 1700 Schülern größten Gymnasium Bayerns hatten Schüler im Herbst 2009 mit einem Sitzstreik gegen Missstände protestiert. Zeyer-Müllers Führungsstil wurde als autoritär beschrieben. Sie soll Günstlingswirtschaft betrieben und für ein "Klima der Angst" gesorgt haben. Das bayerische Kultusministerium sieht "keinerlei Anlass, an der Qualität der Amtsführung" Zeyer-Müllers zu zweifeln. Sie habe erfolgreich "wesentliche Qualitäts- und Personalentwicklungsprozesse angestoßen und umgesetzt".
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Und wieder trägt der Rest die Schuld..
Welch eine Schande zu glauben dieser"Rauswurf" läge an der schlechten Selbstdarstellung, die Frau Zeyer-Müller in Salem abgeliefert hat. Zeyer-Müller ante portas, dieser Ruf ging doch völlig zu unrecht durch Salem. Allerdings hat auch Zeyer-Müller eine schlechte Vorgeschichte in Elefantengröße mit dabei. Zu der kann sie aber doch gar nichts, sie wäscht ihre Hände in Unschuld und sicher auch mit Seife, die es an ihrer Schule zwar nicht gibt, aber was macht das schon. Wer ist denn an allem Schuld: Die Anderen. Das Internet. Die Presse. Der Pöbel. Die Menschheit. Und diese gemeinen Schüler am AvH-Gymnasium, die sicherlich nur demonstriert haben um Aufruhr zu verursachen. Frau Zeyer-Müller selbst ist eine bemerkenswerte und fast beängstigende Heilige. Möglichweise wird sie ja zum ersten weiblichen Pabst, unfehlbar ist sie schließlich auch. Mann darf bloß gespannt sein ob der Einfluss der CSU auch noch so weit reicht.Der Vatikan ist doch auch nur so etwas, wie ein südliches München oder ein Brüssel voller Kirchen und Pfaffen. In irgendeinem politischen Endlager wird sie schon landen, ihre Partei kennt sich mit Endlagerung gefährlicher Substanzen ja bestens aus.
NEIN
Eine sechsstellige Summe für nichts Tun, vermutlich nicht an Auflagen gebunden, warum durfte ich nicht für zwei Wochen in der Lokalpresse heruntergeschrieben werden? Für den fürstlichen Lohn hätte ich es gerne über mich ergehen lassen. Zahlt die Schule Schloss Salem eigentlich auch Schmerzensgeld an das AvH und seine Schüler? Diesen wurde über zwei Wochen lang eine heile Welt versprochen, die aber dann wieder widerrufen. Hat den der Vorstand einer solchen Eliteschule wirklich so wenig Taktgefühl? Die waren Verlierer dieser Aktion sind die AvH-Schüler. verzweifelter Gruß Alexander Humboldt
Ganz großes Kino!
Diese offensichtlich zur Schau gestellte Inkompetenz ist doch wirklich mal wieder, ganz ganz großes Kino! Man muss sich das mal in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen: da wird für die aus Altersgründen ausscheidende Schülleiterin des wohl renommiertesten und bekanntesten Internats in Deutschland, Schloss Salem, ein Nachfolger(in) gesucht. In Salem wohlgemerkt, der Kaderschmiede in der deutschen Bildungslandschaft schlechthin, wo schon die Eltern für die Kinder in der fünften Klasse (interne Schüler) für die Aufnahme alleine einmalig 1.243 € zahlen müssen und dann pro Monat 2.486 €, in den oberen Klassen noch einiges mehr, aber im Jahr mindestens gute 30.000 €. Da ist es doch klar, dass Papi und Mami schon ganz genau darauf achten, wer da an dieser Schule die Leitung einnimmt und dass diese Personalie zu der Schule auch passt. Salem ist keine Schule, die man einfach mal so übernimmt, sondern eine Schule mit elitären Ansprüchen, die dafür notwendigen Voraussetzungen und zu Salem passende Persönlichkeit hat sicher nicht jeder Pädagoge. Wer so viel Geld Monat für Monat für die Bildung seines Kindes ausgibt, der will auch schließlich eine passende Gegenleistung sehen und erwartet die auch. Hier herrscht die alte Weisheit: wer zahlt, schafft an. Auch und gerade an einer Privatschule wie Salem. Und hier wird es eben interessant. Darüber, dass das Auswahlverfahren durch Vergabe an ein externes Unternehmen intransparent abgelaufen sein soll und bis auf den Elternbeirat sonst niemand mit einbezogen gewesen sein soll, könnte man ja noch hinwegsehen, wenn die dabei am Ende stehende Personalie gepasst hätte. Aber heraus kam dabei Frau Zeyer-Müller, die Rektorin des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Schweinfurt. Eine Frau, die schon an ihrer eigenen Schule höchst umstritten und von vielen mit Inbrunst gehasst wird. Vor dem Amtsantritt Zeyer-Müllers war der langjährige Leiter dieser Schule Dr. Ernst Häublein gewesen, ein verdienter Pädagoge, dem die Schulfamilie über alles ging. Dabei war und ist bei Frau Zeyer-Müller nichts, aber auch absolut gar nichts zu spüren. Schüler stehen ja normal nicht gerade im Ruf besonders einfach für Demonstrationen zu motivieren zu sein. Wie verzweifelt müssen denn dann Schüler sein, wenn sie an ihrer eigenen Schule gegen die Schulleiterin demonstrieren, die zu dem damaligen Zeitpunkt (Herbst 2009) bereits fünf Jahre lang das Zepter schwang? Die Vorwürfe der Demonstranten waren mannigfaltig, eines jedenfalls wurde extrem deutlich - Frau Zeyer-Müller ist an ihrer eigenen Schule bei der Schüler- und damit auch Elternschaft extrem unbeliebt. Von diversen Sachen, wie dem CSU-Stallgeruch und dem für sie glücklichen Zustand ihrer damaligen Berufung auf eine Schulleiterposition als Oberstudienrätin ganz zu schweigen. Hier haben wir also Schloss Salem, Privatschule und Eliteinternat, dort das größte Gymnasium in Bayern, an dem - so Schülervorwurf - Frau Zeyer-Müller ein "Klima der Angst" geschaffen habe und die Schule nach Gutsherrenart regiere. Fakt ist, nach dem Schülerprotest 2009 sicherte Frau Zeyer-Müller der Lokalzeitung ein Interview zu den Zuständen an ihrer Schule zu. Dieses wurde dann von ihr aber kurzfristig abgesagt und statt dessen bekam die Lokalzeitung, das Schweinfurter Tagblatt, von ihr nur eine Presseerklärung zugefaxt. In dieser spielte Zeyer-Müller die Vorwürfe als "die Zeit der Schülerproteste" herunter, verwies auf den Gewinn des von der Schülerschaft umstrittenen Preises und man erkannte bei ihr vor allem eine Tendenz: weiter so wie bisher. Nun sind diese Sachen im Internet für alle offen nachlesbar, und die Berufung von Zeyer-Müller nach Salem geschah Anfang März. Man hätte in Salem, wenn man nur ein wenig im Internet recherchiert hätte wie es sonst in der Industrie bei der Besetzung von wichtigen Posten Standard ist, wissen müssen, auf welche heikle Personalie man sich da einlässt. Vielleicht hat man das sogar getan, hielt aber das nicht für beachtenswert, wer weiß. Die Beratungsfirma jedenfalls wird ja ihre Arbeit gemacht haben, aber natürlich ist es auch Aufgabe des Vorstandes, bei so etwas evtl. noch eigenständig zu recherchieren. Dazu kommen noch die diversen Beschwerden der Altsalemer, wie die intransparente Vorgehensweise, das man angeblich gar keine Probezeit vereinbart hätte, etc.etc. Es bleibt festzuhalten: man hätte es in Salem besser wissen können und nach ein wenig Eigenrecherche und vor allem Berücksichtigung der Sensibilität der eigenen Kundschaft besser von Anfang an auf die Berufung von Zeyer-Müller verzichtet. Aus welchen Gründen auch immer aber hielt man an der Personalie Zeyer-Müller in Salem fest. Die Schweinfurter hatte es gefreut, da sie so ihre ungeliebte Rektorin endlich losgeworden wären. So aber geschah, was abzusehen war: die Salemer Altschüler und Eltern sowie Lehrer machten sich selber schlau und wurden auf die heikleren Aspekte der Personalie Zeyer-Müller aufmerksam. Es kamen Zweifel über die Eignung Zeyer-Müllers als Leiterin Salems auf und wenn die Eltern als letzte Konsequenz den Geldhahn zudrehen, dann wäre es irgendwann vorbei mit Salem. Also zog Salem notgedrungen die Bremse und schickte Zeyer-Müller gegen Zahlung einer Abstandssumme, wo die Mutmaßungen im sechsstelligen Bereich liegen, direkt im Vorfeld in die Wüste, bevor sie noch ihr Amt antrat. Hätten die Entscheider in Salem im Vorfeld nur ein wenig professioneller agiert, dann wären der Schule viel negativer Pressewirbel und vor allem unnötige Geldausgaben erspart geblieben. So aber müssen sie sich nun berechtigterweise fragen lassen, wieso das alles so furchtbar schief gelaufen ist und zur Not dürften auch einige Köpfe rollen.