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Fußball
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EM-Qualifikationsspiel DFB rügt Kartenvergabe

dpa, vom 05.09.2010 14:41 Uhr
Da war noch alles friedlich: Deutsche und belgische Polizisten gehen in der Innenstadt Streife und unterhalten sich mit Fans aus Deutschland. Foto: Fptp: dpa
Da war noch alles friedlich: Deutsche und belgische Polizisten gehen in der Innenstadt Streife und unterhalten sich mit Fans aus Deutschland. Foto: Fptp: dpa
Brüssel - Nach den Zwischenfällen beim Länderspiel in Brüssel hat die Polizei 207 Fußballchaoten festgenommen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) kritisierte die belgischen Gastgeber für den unkontrollierten Verkauf von Eintrittskarten an deutsche Zuschauer. "Die Polizei hat hart und konsequent durchgegriffen", sagte der DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach nach dem EM-Qualifikationsspiel in Belgien (1:0).

Nach Feststellung der Personalien seien die festgenommenen Randalierer inzwischen wieder auf freiem Fuß, teilte der DFB mit. Etwa 500 bis 700 gewaltbereite Fußballanhänger waren nach Belgien gereist, die Polizei hatte sie schon vor dem Stadion abgefangen. Nach dem Spiel habe es laut DFB keine Ausschreitungen mehr gegeben. Zuvor sei es in der Innenstadt von Brüssel zu einigen Auseinandersetzungen zwischen Chaoten und Sicherheitskräften gekommen, berichtete Niersbach. Schon vor den Vorfällen hatte sich der DFB offiziell über die Verkaufspraxis der belgischen Gastgeber beklagt. Entgegen der internationalen Gepflogenheiten verkaufte Belgien 6500 Eintrittskarten unkontrolliert direkt an deutsche Fans.

Niersbach hat bei der Europäischen Fußball-Union Uefa bereits Beschwerde eingelegt. Insgesamt waren rund 9000 deutsche Anhänger im Stadion. Über die offiziellen DFB-Kanäle wie Fanclub und Vereine waren 2500 Tickets abgesetzt worden. Die Belgier gaben im Vorverkauf bis zu zehn Tickets an deutsche Zuschauer ab, üblich sind nur vier Karten pro Person.

Nach den Regeln der Uefa stehen den Anhängern der Gastmannschaft zehn Prozent der verkauften Karten zu, in Brüssel wären das rund 4500 Tickets gewesen. Der DFB hatte laut Niersbach den belgischen Verband bereits Tage vor dem Spiel wegen der kritisierten Verkaufspraxis kontaktiert. Die Bundespolizei hatte schon im Vorfeld der Partie 45 sogenannten "Gewalttätern Sport", die als gewaltbereit registriert sind, die Ausreise aus Deutschland nach Belgien untersagt. Rund 300 Bundespolizisten hatten am Spieltag an der Grenze Schwerpunktkontrollen durchgeführt und die Einreise von Randalierern ins Nachbarland verhindert. Die belgische Polizei wurde von 80 deutschen Beamten unterstützt. Zudem hatte der DFB auch eigene Ordner in Brüssel dabei.
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SEP
05
18:47 Uhr, geschrieben von Philipp
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