Energiekonzern EnBW baut 1350 von 20.000 Stellen ab

Von dpa 

Der Karlsruher Energiekonzern EnBW möchte ab Ende 2014 die Kosten um rund 750 Millionen Euro senken, um seine Bonität zu erhöhen. Dieses Ziel könne nun ein Jahr früher erreicht werden, heißt es.

Der Karlsruher Energiekonzern EnBW möchte ab Ende 2014 die Kosten um rund 750 Millionen Euro senken, um seine Bonität zu erhöhen. Dieses Ziel könne nun ein Jahr früher erreicht werden, heißt es. Foto: dpa
Der Karlsruher Energiekonzern EnBW möchte ab Ende 2014 die Kosten um rund 750 Millionen Euro senken, um seine Bonität zu erhöhen. Dieses Ziel könne nun ein Jahr früher erreicht werden, heißt es.Foto: dpa

Karlsruhe - Der Energiekonzern EnBW wird 1350 Stellen abbauen. Darauf habe sich der Vorstand mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt, teilte das Unternehmen am Freitag in Karlsruhe mit. Die Maßnahme ist Teil des Effizienzprojekts „Fokus“, mit dem die EnBW ab Ende 2014 die Kosten um rund 750 Millionen Euro senken will, um seine Bonität zu erhöhen. EnBW beschäftigt bislang rund 20.000 Mitarbeiter. Der drittgrößte deutsche Energieversorger ist mit dem Atomausstieg, bei dem er zwei seiner vier Meiler abschalten musste, in finanzielle Schieflage geraten.

Der Stellenabbau soll bis spätestens Ende 2014 sozialverträglich organisiert werden. Das bedeutet unter anderem, dass freie Stellen nicht wiederbesetzt, Altersteilzeitangebote umgesetzt und Abfindungen gezahlt werden. Betroffen sind vor allem Mitarbeiter im Support und der Verwaltung. Zudem wurde vereinbart, die Erfolgsbeteiligung für Mitarbeiter in den kommenden drei Jahren abzusenken. Bereits vor einem Jahr hatte die Belegschaft auf eine bereits verabredete Tariferhöhung verzichtet.

Von dem Effizienzprojekt soll der Personalbereich rund ein Drittel - 250 Millionen Euro - erbringen. Zudem sollen Einsparungen etwa durch straffere Verwaltung und Organisation sowie durch günstigeren Einkauf umgesetzt werden. Hier hofft das Unternehmen bereits Ende 2013 die Ziele erreichen zu können. Im März hatte der Vorstand bekanntgegeben, dass bereits 190 Millionen Euro der geplanten 750 Millionen Euro umgesetzt worden sind.

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5 KommentareKommentar schreiben

@Hab ich nicht erst vorgestern, 14:42 Uhr: Bitte bei der Wahrheit bleiben: Das war keine reguläre Tariferhöhung, also Erhöhung des Strompreises, sondern hier werden die Umlagen aus EEG (von 3,592 auf 5,277ct/KW/h), KWK (von 0,002 auf 0,126ct/KW/h), eine neue Offshore Umlage (0,25 ct/KW/h) und die Netzgeltumlage für stromintensive Betriebe (von 0,151 auf 0,329ct/KW/h) an die Kunden weitergegeben. Die EnBW verdient also nicht daran, sondern gibt die Kosten weiter. Ach so, wie demnächst auch die anderen 'Stromanbieter' - wetten, dass? ;-) Der Kunde zahlt zwar mehr, aber nicht vergessen, weshalb. Die Großverbraucher aus der Industrie verbrauchen mehr als 20% des Gesamtstroms, sind aber an den Gesamtkosten durch Merkels Subventionen nur mit 0,3% an den Kosten beteiligt. *** Übrigens: Haben Sie mitgerechnet? Die Umlagen sind in Summe 2,3 ct mehr pro KW. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 4MW pro Jahr ergo rd, 7,7 Euro mehr pro Monat, also etwa Ihre Summe! Bin ja auch nicht erfreut darüber mehr zahlen zu müssen, aber wir alle wollten ja den Atomausstieg: Bitteschön, das ist unser Beitrag dazu ;-)

Anbieter wechseln: Tja nur ein weiterer Grund den Stromlieferanten zu wechseln. Ich habe gerade meine Vertragsunterlagen von Greenpeace Energy bekommen :-)

Abbauen...: Die sollen lieber mal sich überlegen, was für einen Sch...dreck sie in Ihren Shops verkaufen - ob das nötig ist?! Siehe Stuttgart -Hindenburgbau -Shop: Seifenblasen kann man dort kaufen...oder Batterieteser, der selbst erst mal ne Batterie braucht... Schwachsinn hoch x!

eine Tariferhöhung von 21EUR auf 28EUR erhalten?: Von der EnBW? Ich wechsle jetzt zu den Schönauern! Gruss an die EnBW.

Verantwortung: Un wer ist Großaktionär bei EnBW ? Das Land Baden-Württemberg unter Grün-Rot. Und wer propagiert seit jahren den Atomausstieg, ohne einen realistischen Plan B inder hand zu haben ? Ebenfalls Grün-rot. Und wer hat uns versprochen, daß alles besser wird ? ...Eben !

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