Energiemusterhaus Sobek darf am Weißenhof bauen

bra, 10.11.2012 10:07 Uhr

Stuttgart - Der Stuttgarter Uniprofessor Werner Sobek kann sein Energiemusterhaus in der Weißenhofsiedlung realisieren. Der Wirtschaftsausschuss des Gemeinderats hat am Freitag mit den Stimmen von CDU, SPD, Freien Wählern und FDP der kostenlosen Überlassung eines städtischen Grundstücks am Bruckmannweg zugestimmt. Grüne und SÖS/Linke enthielten sich.

Wie berichtet, war der Standort für Sobeks Projekt, das in ähnlicher Form bereits in Berlin existiert, im Gemeinderat bis zuletzt umstritten. Die Grünen hatten Alternativvorschläge unterbreitet, die allerdings von der Wirtschaftsförderung und der Stadtplanung unter Hinweis auf fehlendes oder nicht ausreichendes Planungsrecht als nicht geeignet beurteilt worden sind. Sobek selbst hatte mit Hinweis auf die auslaufende Frist für die Bewilligung von Fördermitteln des Bundes für das sogenannte E-Lab eine Entscheidung gefordert. Andernfalls werde er das Haus andernorts realisieren. Auch der Verein der Freunde des Weißenhofs hatte den Standort kritisiert. Sobek soll nun die konkreten Pläne im Technikausschuss vorstellen.

 
 
Kommentare (11)
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NOV
12
Stuttgarter mit Verstand, 09:02 Uhr

EHa, 22:07 Uhr: Sie stehen mit Ihrer Meinung nicht allein da.

Bei den 'Kritikern' ist auch sehr viel Neid und Missgunst zu erkennen. Die Bauhausarchitekten würden den Bau begrüßen und Prof. Sobek willkommen heißen.

NOV
11
0711Stuttgart, 09:02 Uhr

Sumpf

Dieser Filz-Sumpf aus CDU, SPD, Freien Wählern und FDP muss bei der nächsten Gemeinderatswahl endgültig trocken gelegt werden. Erbärmliche Provinzhonoratioren, die untereinander ausmachen, wie sie ihre Pfründe verteilen, nichts anderes

NOV
10
EHa, 22:07 Uhr

lebendige Gestaltungskraft

Die Kritiker des von Prof. Sobek geplanten Energiemusterhauses stellen sich mir als engstirnig und hausbacken dar. Mit deren Einstellung wäre wohl nicht einmal die Weißenhofsiedlung gebaut worden. An sich könnte man doch stolz sein, dass ein international so anerkannter Ingenieur und Architekt in Stuttgart ein Haus errichten will, das ökologisch in seiner Architektur zukunftsweisend ist und deshalb auch auf viel Interesse außerhalb Stuttgarts stoßen wird. Oder hält man es hiesigen Ortes mehr mit der Ideologie aus den 30ger Jahren, in denen man der Brenzkirche, die ursprünglich im Stil der Weißenhofsiedlung errichtet war, ein spitzgiebeliges Dach verpasst hat, weil das damals moderne Dach 'zu undeutsch' war?

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