Engstingen im Kreis Reutlingen 300.000 Liter Gülle fluten Gewerbegebiet

Von red 

Mehr als 300.000 Liter Gülle laufen aus einem Gülletank aus und überfluten ein Gewerbegebiet in Engstingen im Kreis Reutlingen. Zahlreiche Keller laufen mit der Gülle voll.

Die Feuerwehr reinigt die Straßen im Gewerbegebiet Haid in Engstingen und pumpt die vollgelaufenen Keller aus. Foto: 7aktuell.de/Lukas Felder 6 Bilder
Die Feuerwehr reinigt die Straßen im Gewerbegebiet Haid in Engstingen und pumpt die vollgelaufenen Keller aus. Foto: 7aktuell.de/Lukas Felder

Engstingen - Am frühen Mittwochmorgen sind mindestens 300.000 Liter Gülle aus einem Gülledruckbehälter im Gewerbegebiet Haid in Engstingen (Kreis Reutlingen) ausgelaufen und haben zahlreiche Keller überflutet. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

Wie die Polizei berichtet, bemerkte ein Angestellter der Biogasanlage gegen 5 Uhr, dass Gülle aus einem Silo der Anlage austrat. Er verständigte den Besitzer, der sofort die Feuerwehr alarmierte. Gleichzeitig bewegte sich der Güllestrom entlang der Erwin-Rommel-Straße abwärts in Richtung Bahngleise und verteilte sich sofort großflächig.

Landwirte unterstützen die Feuerwehr

Durch ein Leck in dem Gülletank einer Biogasanlage sind mindestens 300.000 Liter Gülle unbemerkt aus- und in zahlreiche Keller der dort ansässigen Firmen gelaufen. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Das Leck am Tank konnte abgedichtet werden. Unter Atemschutz durchsuchten die Einsatzkräfte die Keller, sicherten Gegenstände und pumpten die Gülle ab. Auch Landwirte unterstützen die Feuerwehr und pumpen mit ihren mobilen Güllewagen die vollgelaufenen Keller aus.

Für Anwohner besteht keine Gefahr

Besonders betroffen ist eine Gaststätte, in der die stinkende Brühe im Untergeschoss knapp zwei Meter hoch stand und von der Feuerwehr ausgepumpt werden musste. Wann und ob dort der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, bleibt zunächst noch offen. Nach Auskunft der Feuerwehr, die ständig Messungen vornahm, bestand durch die ausgelaufene, landwirtschaftlich verwertbare Gülle keine Gefahr für die Anwohner. Das in der Brühe enthaltene Ammoniak verflüchtigte sich schnell. Warum es zu dem Leck in dem neu erstellten Silo kam, ist derzeit noch nicht bekannt.