Enzkreis Schon zwei Fälle von illegalem Tierhandel

Von "Leonberger Kreiszeitung" 

Hundewelpen haben in den vergangenen Monaten im Enzkreis häufiger illegal die

Hundewelpen haben in den vergangenen Monaten im Enzkreis häufiger illegal die Besitzer gewechselt. "Man muss sie wohl als Ware bezeichnen, da Käufer sowie Verkäufer so damit umgehen", sagt Ulrich Dura, Leiter des Veterinäramtes im Enzkreis. Erst Ende August kamen die Veterinäre einem großangelegten Chihuahua-Handel im östlichen Enzkreis auf die Spur. Nun berichteten sie, wie sie die Machenschaften der Tierhändler aufdeckten. "Wir sind durch die Recherche im Internet darauf aufmerksam geworden", so Dura, "dazu braucht man zwar viel Zeit, aber wann immer wir uns das erlauben können, greifen wir darauf zurück."

Auf diese Weise stießen die Tierärzte gemeinsam mit der Polizei bei einem Hausbesuch auf drei Chihuahua-Welpen - schnell wurde jedoch klar, dass es sich in diesem Fall um illegalen Tierhandel in einer weit größeren Dimension handelt. "Nach unseren derzeitigen Erkenntnissen sind allein in den letzten sechs Monaten deutlich mehr als 50 Chihuahua-Welpen unerlaubt nach Deutschland gebracht und hier zum Stückpreis von rund 500 Euro verkauft worden", berichtete Dura kurz nach dem Zugriff. Die Hunde stammen in solchen Fällen nahezu immer aus Ost- und Südosteuropa. "Dort werden sie zu relativ billigen Preisen eingekauft, über die Grenze transportiert und hier für ein Vielfaches weiterverkauft", so der Amtsleiter.

Es ist nicht der erste Fall dieser Art im Enzkreis. Bereits Ende Juli deckten die Tierärzte in Zusammenarbeit mit Ermittlern der Polizei einen Handel mit jungen Kleinspitzen auf. "Zwei Fälle dieser Art in so kurzem Zeitabstand sind außergewöhnlich", bemerkt Dura.

Da der unerlaubte, gewerbliche Handel mit Tieren keine Straftat ist, bleibt den Behörden als Sanktionsmöglichkeit das Mittel der Ordnungswidrigkeit. Im Falle der Chihuahua-Händlerin wurde ein solches Verfahren eingeleitet. Die Geldstrafe dabei liegt deutlich im vierstelligen Bereich. "Damit soll vor allem der Gewinn abgeschöpft werden, der durch das begangene Unrecht erzielt wurde", sagt Ulrich Dura. mv

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