Stuttgart - LBBW-Chef Hans Jörg Vetter hat nach einem Millionenverlust im ersten Halbjahr 2010 die Hoffnungen für das Gesamtjahr gedämpft. Die Lage an den internationalen Finanzmärkten bleibe angespannt, teilte die größte deutsche Landesbank am Donnerstag mit. Eine Prognose für das Gesamtjahr wagte Vetter nicht.
Im ersten Halbjahr fuhr die Landesbank Baden-Württemberg unter dem Strich einen Verlust von 290 Millionen Euro ein. Zu schaffen machten dem Institut vor allem die europäische Schuldenkrise, die Provisionen für die Hilfen der Eigner und Kosten für den Konzernumbau. Positiv verlief dagegen das Kerngeschäft der Bank mit Privat- und Unternehmenskunden.
Im ersten Halbjahr 2009 hatte die LBBW noch einen Gewinn von 302 Millionen Euro verbucht, im ersten Quartal 2010 stand unter dem Strich ein Plus von 136 Millionen Euro.
Die größten Probleme bereitete der LBBW das Kreditersatzgeschäft. Allein Risikoaufschläge infolge der Schuldenkrise belasteten die Bank von Januar bis Ende Juni mit 650 Millionen Euro. "Für die LBBW hat es hohe Priorität, die Belastungen, die durch die Volatilität der Märkte entstehen, nachhaltig zu verringern", teilte Vetter mit.