Esslingen Aus für beliebte Downhill-Route am Katzenbühl

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Die Stadt hat eine beliebte Mountainbike-Strecke an der Deponie Katzenbühl abgebaut. Die Strecke war illegal und die Stadt hatte Angst vor Regressforderungen bei Unfällen. Die Mountainbiker jedoch trauern der Bahn nach.

Die Downhiller haben eigene Steilkurven in den Wald gebaut. Foto: Fabian Rapp
Die Downhiller haben eigene Steilkurven in den Wald gebaut.Foto: Fabian Rapp

Esslingen - Die illegale Mountainbike-Strecke am Katzenbühl in Esslingen ist Geschichte. Vorige Woche wurde sie von Mitarbeitern der Stadt abgebaut. Die Stadt ist Haupteigentümerin des Waldes dort. Das Grünflächenamt nennt als Grund für die Demontage der sogenannten Esslinger Nordschleife einen Passus im Landeswaldgesetz: Fahrräder dürften nicht auf Wegen fahren, die enger als zwei Meter breit seien. Außerdem bestehe die Gefahr, dass die Stadt in Regress genommen werde, sollten dort Unfälle passieren.

Die Mountainbiker jedoch trauern um ihre Strecke, die wohl zu den besten der Region gehörte und die sie ehrenamtlich gebaut hätten. Auf die legale Strecke in Esslingen-Berkheim könnten die Radler nicht ausweichen, sagt ein Mountainbiker, weil sie völlig anders geartet sei und für Downhill- und Enduro-Fahrer nicht in Betracht komme. Die Mountainbiker wollten einen Verein gründen mit dem Zweck, die Strecke zu legalisieren. Die Stadt Esslingen jedoch sagt, es sei kein Ansprechpartner auf sie zugekommen. Das linke Bild zeigt eine Steilkurve, die beiden anderen dokumentieren die Strecke nach dem Abbau. (uls)

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Es gibt nicht nur Biker die den Wald nutzen...: Auch ich nutze gerne, mittlerweile als Jogger oder Wanderer, die Waldwege und Trails in diesem Waldgebiet. Ich war auch bereits vor über 10 Jahren mit meinem MTB in der sogenannten Bikerschlucht unterwegs. Was sich aber seit einigen Jahren in diesem sehr schönen Waldgebiet abspielt, kann nicht richtig sein. Biker fahren hier sogar mit dem PKW an und parken die Wege zu. Waldwege sind teilweise zu Fuß nicht mehr begehbar, da hier die Vielzahl von Bikern eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Anstelle eines ehemals sehr schönen Waldweges muss man sich durch eine Schlammwüste kämpfen. Alle Ausweichstellen um den Schlamm herum sind mittlerweile auch zugeschlammt. Zu bedenken ist hier zudem noch, dass die Nutzung dieser Wege einfach verboten ist. Das Gesetz verbietet hier einfach das Befahren von Wegen mit einer Breite von unter 2 Metern. Trotz Verbotsschilder hält sich fast kein Biker daran – im Gegenteil es werden sogar die Verbotsschilder abmontiert! Man stelle sich mal vor, wenn sich jeder Bürger die Gesetze so zu Recht legt. Nächste Woche montiere ich das Halteverbotsschild vor meinem Haus ab, weil ich ja hier parken möchte und übernächste Woche entferne ich das Schild „Spielstraße“, da ich gerne durch die Straße mit 50 Km/h fahren würde. Des Weiteren frage ich mich warum man zum Beispiel als Autofahrer ständig kontrolliert (Blitzer und Politessen) und abkassiert wird, während man im Wald einfach die Natur zerstören darf ohne Strafe bezahlen zu müssen. Bevor hier irgendwelche Gegenkommentare kommen: Ich wohne seit 40 Jahren in Wäldenbronn und bin 4-5mal pro Woche im besagten Waldgebiet unterwegs. Die Zerstörung der Wege hat definitiv erst seit „Eröffnung“ der Downhillstrecke und deren verstärkter Nutzung angefangen. Den Vorschlag nach einer offiziellen und legalen Downhillstrecke kann ich dagegen nur befürworten.

Willkür, Ignoranz und schlechter Journalismuss: Klasse Artikel hast du daraus gemacht Ulrich Stolte! Statt herauszustellen, wie unmöglich es ist, eine Strecke in diesem Bundesland legal anzulegen, hast du sie für illegal erklärt. Statt aufzuzeigen, wie sehr man bemüht war, die Genehmigungen einzuholen läst du es klingen als wäre da keiner gewesen. Die 2m Regel hat mit der ganzen Sache garnichts zu tun, den sie betrifft Wege mit gemeinsamer Nutzung. Der Flowtrail war aber eine Strecke speziell für Biker. Unsere Herren Politiker werden nicht müde, für Sonderfreigaben solcher Strecken zu werben. Wie ernst es ihne damit ist zeigt der Vorfall. Schade, dass du kein richtiger Journalist bist und das Potetial der Story nicht erkennen konntest. Was machen wir jetzt mit den Jungs aus dem Wald? Sollen sie wieder Playstation spielen oder ein einen Graffity Kurs machen? S-Bahn Surfen oder gleich am Bahnhof rumhängen und ihren Frust an Passanten ablassen? Geh doch bitte in den Landtag und gratuliere Herr Kretschman zu seinem Coup - Konflikt im Wald erfolgreich gelößt, kein weiterer Handlugsbedarf und die wandernde Ehefrau hat ihre Ruhe.

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