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Esslingen Schiller fand seinen Fiesco interessanter als „Die Räuber“
Kein Autorenname vorhanden, 08.02.2012 10:50 Uhr
  Foto: Christian Hass
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Esslingen - „Es ist ein relativ unbekanntes, aber auch ein absolut unterschätztes Stück von Friedrich Schiller.“ Der Regisseur Sewan Latchinian, der am Donnerstag, 9. Februar, um 19.30 Uhr „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“ auf die Bühne des Schauspielhauses der Württembergischen Landesbühne (WLB) bringt, hat bei den Proben sogar ein „Meisterwerk“ des damals 23-Jährigen entdeckt. Gut kann der Intendant der Neuen Bühne Senftenberg, der nun erstmals Regie in Esslingen führt, nachvollziehen, dass Schiller den Fiesco mehr schätzte als sein berühmtes Debüt, „Die Räuber“. Schließlich gehe es in Fiesco um Freiheit, Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmung des Individuums. Also letztlich um eine sehr differenzierte Demokratiedebatte, die viele Parallelen zur heutigen Zeit aufweise. Trotz etlicher Kürzungen erwartet die Premierenbesucher ein langer Theaterabend, bei dem Robert Eder den Fiesco spielt. Ein Wiedersehen – wenn auch nur als Filmeinspielung – gibt es mit Elert Bode, der von 1969 bis 1976 der Intendant der WLB war. Er spielt den betagten Dogen von Genua, Andreas Dorea. Weitere Vorstellungen gibt es am 10., 14., 15. und 24. Februar.

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