Europa League
Der VfB ist draußen
Thomas Haid,
24.02.2011 23:26 Uhr
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Foto: dapd
Stuttgart - Plötzlich ist Marc Ziegler regungslos im Strafraum gelegen. Den Schuss von Gaitan hatte der VfB-Torwart noch gehalten - beim anschließenden Abpraller jedoch prallte er heftig mit dem Kopf gegen das Knie des Angreifers von Benfica Lissabon. Stark benommen wurde Ziegler nach 52 Minuten vom Platz getragen und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, wo er, wie es hieß, zumindest ansprechbar war. Ersetzt wurde er durch Sven Ulreich ersetzt - jenen Mann also, den der Routinier gerade erst als Nummer eins abgelöst hat ».
Es kommt für den VfB in dieser Saison also weiter knüppeldick. Jetzt hat sich auch noch der vermeintlich neue Hoffnungsträger im Tor, so etwas wie der letzte Joker des VfB-Trainers Bruno Labbadia, schwer verletzt - und so wurde die 0:2-Niederlage gegen Benfica am Donnerstagabend fast zur Nebensache. Nach dem 1:2 im Hinspiel ist der VfB damit aus der Europa League ausgeschieden. Es war ein weiterer Tiefpunkt in dieser Saison, in der den Stuttgartern nun nur noch ein Ziel bleibt: den drohenden Abstieg zu vermeiden. Das dürfte schwer genug werden.
Dass der düstere Alltag in der Liga viel wichtiger ist als die Feiertage auf der internationalen Bühne, das dokumentierte schon die Aufstellung. Aus Sicherheitsgründen ließ Labbadia den angeschlagenen Timo Gebhart zunächst auf der Bank, Serdar Tasci und Cacau standen gar nicht erst im Kader. Dafür gab Ziegler sein Debüt als neue Nummer eins - und zeigte bis zu seiner Verletzung eine ganz starke Leistung. Allerdings war er damit so ziemlich der Einzige in einer wieder einmal völlig enttäuschenden Stuttgarter Elf, in der Zdravko Kuzmanovic in letzter Minute nach grobem Foulspiel die Rote Karte sah.
Vom Anpfiff weg war Benfica das klar bessere Team. Seit Wochen eilen die Portugiesen von Sieg zu Sieg und traten vor 25000 Zuschauern entsprechend selbstbewusst auf. Flüssig lief der Ball durch ihre Reihen, technisch anspruchsvoll waren die Kombinationen, sehr gefährlich die Torszenen. Schon nach sieben Minuten erhielt Ziegler die erste Chance sich auszuzeichnen, als der 34-Jährige einen Heber von Gaitan gerade noch mit einer Faust über sein Tor boxte. Und prächtig reagierte er in der 18. Minute gegen Coentrao, der allein vor ihm auftauchte. Vor allem dem Torhüter war es zu verdanken, dass der VfB nicht frühzeitig hoffnungslos ins Hintertreffen geriet.
Nach einer halben Stunde war dann aber auch Ziegler geschlagen. Einen Eckball köpfte Martin Harnik vor die Füße von Eduardo Salvio, der aus 20 Metern direkt abzog und mit einem Rechtsschuss unhaltbar links unten ins Toreck traf. Es war die völlig verdiente Führung für die technisch starken Gäste, die den Stuttgartern in allen Belangen überlegen waren.
Der Einsatzwille war dem VfB nicht abzusprechen - doch die Probleme, die die Mannschaft schon in vielen Heimspielen dieser Saison offenbart hatte, waren auch diesmal unübersehbar. An ihre Grenzen stoßen die Stuttgarter, wenn sie gezwungen sind, das Spiel selbst in die Hand zu nehmen. Viel zu lange dauerte auch diesmal die Spieleröffnung aus der Defensive heraus. Zu nur einer Torchance kam der VfB in der ersten Hälfte. Nach einem Pass von Christian Träsch scheiterte Harnik von halbrechts am Benfica-Schlussmann Roberto (22.).
Auch in der zweiten Hälfte änderte sich wenig. Der VfB versuchte nun zwar, etwas entschlossener nach vorne zu spielen und kam zu einigen gefährlichen Szenen. So scheiterte etwa Shinji Okazaki mit einem Kopfball an Roberto (75.). Das änderte jedoch nichts daran, dass Benfica die klar bessere Mannschaft blieb.
Fast wie im Trainingsspiel ließen die Portugiesen Ball und Gegner laufen und kamen fast zwangläufig immer wieder zu Chancen. Eine davon nutzte Cardozo, der einen Freistoß direkt verwandelte (78.). Chancenlos war Ulreich, der zuvor mehrmals stark reagiert hatte. Nicht selbstverständlich war diese Leistung, nachdem er als Stammtorhüter degradiert worden war.
Nun muss Labbadia also wieder auf den 23-Jährigen setzen, dem er eigentlich das Vertrauen entzogen hat. Auch am Sonntag in Frankfurt dürfte Ulreich wieder im Tor stehen, in jener Partie also, die der VfB-Manager Fredi Bobic schon vor Tagen als "richtungsweisend" bezeichnet hat. Immerhin: nach dem Aus in der Europa League kann sich der VfB nun voll und ganz auf den Abstiegskampf konzentrieren. Ein echter Trost jedoch war das an diesem schwarzen Donnerstagabend nicht.
Das Spiel zum Nachlesen im Minutenprotokoll »
Es kommt für den VfB in dieser Saison also weiter knüppeldick. Jetzt hat sich auch noch der vermeintlich neue Hoffnungsträger im Tor, so etwas wie der letzte Joker des VfB-Trainers Bruno Labbadia, schwer verletzt - und so wurde die 0:2-Niederlage gegen Benfica am Donnerstagabend fast zur Nebensache. Nach dem 1:2 im Hinspiel ist der VfB damit aus der Europa League ausgeschieden. Es war ein weiterer Tiefpunkt in dieser Saison, in der den Stuttgartern nun nur noch ein Ziel bleibt: den drohenden Abstieg zu vermeiden. Das dürfte schwer genug werden.
Düsterer Alltag Bundesliga wichtiger
Dass der düstere Alltag in der Liga viel wichtiger ist als die Feiertage auf der internationalen Bühne, das dokumentierte schon die Aufstellung. Aus Sicherheitsgründen ließ Labbadia den angeschlagenen Timo Gebhart zunächst auf der Bank, Serdar Tasci und Cacau standen gar nicht erst im Kader. Dafür gab Ziegler sein Debüt als neue Nummer eins - und zeigte bis zu seiner Verletzung eine ganz starke Leistung. Allerdings war er damit so ziemlich der Einzige in einer wieder einmal völlig enttäuschenden Stuttgarter Elf, in der Zdravko Kuzmanovic in letzter Minute nach grobem Foulspiel die Rote Karte sah.
Vom Anpfiff weg war Benfica das klar bessere Team. Seit Wochen eilen die Portugiesen von Sieg zu Sieg und traten vor 25000 Zuschauern entsprechend selbstbewusst auf. Flüssig lief der Ball durch ihre Reihen, technisch anspruchsvoll waren die Kombinationen, sehr gefährlich die Torszenen. Schon nach sieben Minuten erhielt Ziegler die erste Chance sich auszuzeichnen, als der 34-Jährige einen Heber von Gaitan gerade noch mit einer Faust über sein Tor boxte. Und prächtig reagierte er in der 18. Minute gegen Coentrao, der allein vor ihm auftauchte. Vor allem dem Torhüter war es zu verdanken, dass der VfB nicht frühzeitig hoffnungslos ins Hintertreffen geriet.
In allen Belangen überlegen
Nach einer halben Stunde war dann aber auch Ziegler geschlagen. Einen Eckball köpfte Martin Harnik vor die Füße von Eduardo Salvio, der aus 20 Metern direkt abzog und mit einem Rechtsschuss unhaltbar links unten ins Toreck traf. Es war die völlig verdiente Führung für die technisch starken Gäste, die den Stuttgartern in allen Belangen überlegen waren.
Der Einsatzwille war dem VfB nicht abzusprechen - doch die Probleme, die die Mannschaft schon in vielen Heimspielen dieser Saison offenbart hatte, waren auch diesmal unübersehbar. An ihre Grenzen stoßen die Stuttgarter, wenn sie gezwungen sind, das Spiel selbst in die Hand zu nehmen. Viel zu lange dauerte auch diesmal die Spieleröffnung aus der Defensive heraus. Zu nur einer Torchance kam der VfB in der ersten Hälfte. Nach einem Pass von Christian Träsch scheiterte Harnik von halbrechts am Benfica-Schlussmann Roberto (22.).
Fast wie im Trainingsspiel
Auch in der zweiten Hälfte änderte sich wenig. Der VfB versuchte nun zwar, etwas entschlossener nach vorne zu spielen und kam zu einigen gefährlichen Szenen. So scheiterte etwa Shinji Okazaki mit einem Kopfball an Roberto (75.). Das änderte jedoch nichts daran, dass Benfica die klar bessere Mannschaft blieb.
Fast wie im Trainingsspiel ließen die Portugiesen Ball und Gegner laufen und kamen fast zwangläufig immer wieder zu Chancen. Eine davon nutzte Cardozo, der einen Freistoß direkt verwandelte (78.). Chancenlos war Ulreich, der zuvor mehrmals stark reagiert hatte. Nicht selbstverständlich war diese Leistung, nachdem er als Stammtorhüter degradiert worden war.
Nun muss Labbadia also wieder auf den 23-Jährigen setzen, dem er eigentlich das Vertrauen entzogen hat. Auch am Sonntag in Frankfurt dürfte Ulreich wieder im Tor stehen, in jener Partie also, die der VfB-Manager Fredi Bobic schon vor Tagen als "richtungsweisend" bezeichnet hat. Immerhin: nach dem Aus in der Europa League kann sich der VfB nun voll und ganz auf den Abstiegskampf konzentrieren. Ein echter Trost jedoch war das an diesem schwarzen Donnerstagabend nicht.
VfB
Ziegler (52. Ulreich) - Boulahrouz (61. Gebhart), Niedermeier, Delpierre, Molinaro - Träsch, Kuzmanovic - Harnik, Hajnal (78. Elson), Okazaki - Schipplock.Lissabon
Roberto - Maxi Pereira, Luisão, Sidnei, Coentrao - Salvio, Aimar (73. Carlos Martins), Airton, Gaitan - Jara (90. Alan Kardec), Cardozo (88. Felipe Menezes).Schiedsrichter
Dean (England).Zuschauer
25 000.Tore
0:1 Salvio (30.), 0:2 Cardozo (78.).Rote Karte
Kuzmanovic (90./grobes Foulspiel).Das Spiel zum Nachlesen im Minutenprotokoll »
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Armer Daum
Der arme Daum der von Sky 90 ins Spiel gebracht wird. Der müsste ja Trainer, Sportchef und Präsident in einer Person sein. Das bisherige Kleebaltt taugt ja nichts. Daum hingegen würde ich was was zutrauen. Mehr als Magath bei Schalke oder Rangnik, der auch im Gespräch ist. Was für Referenzen hat denn letzterer? Daum müsste aber sofort kommen, sozusagen als letzter Strohhalm. Nicht erst zwei Runden vor Schluss. Schade um den einst stolzen VfB der von Dilletanten zugrunde gerichtet wurde.
Enttäuschung
Hallo Fritzle74, Du hast natürlich recht, daß wir jetzt erst recht hinter dem Vfb stehen müßten - bin aber immer noch zu sehr von der Groß-Entlassung enttäuscht. Ich will denen nicht vergeben, zumal keine Einsicht herrscht. Staudt äußerte für jede Trainer-Entlassung habe es triftige Gründe gegeben. Mag sein. Aber für die Suspendierung des Vorstandes gibt es schon viel zu lange viel zu viele Gründe - sie zu suspendieren, diesen Satz hat er leider unterschlagen. Andere vorschnell entlassen (das hat sich ja jetzt gezeigt) und selbst am Sessel kleben. Mainstream - Mentalität. Weiteres Beispiel für Versagen des Vorstandes. Horst Heldt - sportlich kompetent verläßt den Verein - wird ersetzt durch Grünling Bobic. Der HSV holt eine Toppersonalie von Chelsea. Köln schafft es Volker Finke für sich zu gewinnen. Der Vfb kommt nur bis zu Bobic. Schwach - sehr schwach. Die aktuelle Situation ist die Frucht des Mißmanagements. Armer Labbadia, arme Mannschaft. Auf zu neuen Ufern ohne Hundt und Staudt.
Tschüss Europa
Tschüss Europa, wohl für die nächsten 10 Jahre. Aber, mein lieber man,warum wird der gestrige Auftritt gleich wieder genutzt um am Sonntag schwarz zu sehen?. Da werden Äpfel mit Biernen verglichen.Frankfurt ist nicht Benfica! Benfica (Glückwunsch) hat verdient gewonnen.Die haben eben Qualität. Das ist eine verstärkte Südamerikaauswahl,die jetzt 13 mal in Folge gewonnen hat und vor Selbstvertrauen strotzt.Der VfB dagegen verfolgt momentan andere(existenzielle) Ziele. 5 Siege 4 Unentschieden 14 Niederlagen.Wo soll denn da Selbstvertrauen herkommen?.Qualität fehlt!. Erwartungen runterschrauben!!!!!. Und nicht vergessen der VfB spielte ja nicht gerade in" Bestbesetzung". Das war das letzte Aufgebot.Deshalb war meiner Meinung nach der gestrige Auftritt dafür gar nicht so schlecht ,wie es fast alle wieder gesehen haben wollen. Wie soll er denn Spielen der VfB?.Hurrafussball gibt es leider im Moment nicht.Die Spieler sind momentan bestenfalls zweitklassig und sind total verunsichert.Mit bissl Glück führt man sogar 1:0(Harnik). Bis zum 0:1 haben die ordentlich dagegen gehalten, aber dann nach dem 0:1 war klar ,dass das Spiel gelaufen ist.Mit dem Wissen 3 Tore schiessen zu müssen, war der rest des Spiels eigentlich für die Katz.Momentan geht gegen einen 2-3 Klassen besseren Gegner nicht viel.Wozu aufreiben? Nicht um jeden Preis und nicht in dieser schwierigen Situation.Nach dem 0:1 hat die Mannschaft aufgegeben. Frankfurt im Hinterkopf, das ist wichtiger, dass Zählt.Sch... auf die EL. Am Sonntag werden die Karten wieder neu gemischt.Frankfurt ist nicht Benfica.Die Hessen haben auch ihre Probleme.Ein Punkt ist mindestens drinn.Die werden zwar 2011 ihr erstes Tor erzielen, der VfB schiesst aber mindestens auch eins. Also Ihr Schwarzseher der Abstieg kommt zwar unausweichlich, aber ein paar Punkte wollen und holen wir noch.Gruss an alle VfB Fans. P.S. Marc Ziegler, Gute Besserung!!!! Und ausserdem in der EL bzw.im UEFA Cup war doch die letzten Jahre regelmässig im 1/16 Finale schluss -Das hat Tradition!