Europaviertel EnBW-Tochter zieht in die Pariser Höfe

Von bra 

Der Projektentwickler meldet einen Vermietungsstand von 80 Prozent bei den Büros, nachdem eine EnBW-Tochter gut 6000 Quadratmeter mietet.

Die Pariser Höfe (unser Archivbild zeigt den Bauzustand von Anfang Januar 2012) bieten Platz für Büros und Foto: Zweygarth
Die Pariser Höfe (unser Archivbild zeigt den Bauzustand von Anfang Januar 2012) bieten Platz für Büros undFoto: Zweygarth

Stuttgart - Die EnBW-Tochter Transnet-BW, bislang unter der Bezeichnung Transportnetze AG an der Kriegsbergstraße ansässig, bezieht im Herbst insgesamt fünf Etagen mit einer Fläche von 6000 Quadratmetern des Bürogebäudes in den Pariser Höfen, die auf dem sogenannten A-1-Gelände hinter dem Hauptbahnhof entstehen. Das hat der Projektentwickler Reiß & Co. Real Estate mitgeteilt. Damit sei bereits ein Dreivierteljahr vor Fertigstellung des Projekts ein Vermietungsstand von 80 Prozent erreicht, so Jürgen Klein, Leiter der Stuttgarter Reiß-Niederlassung.

Das geplante siebengeschossige Gebäude an der Athener Straße wird derzeit nach dem Entwurf von KSP Jürgen Engel Architekten gebaut und weist insgesamt 7400 Quadratmeter Bürofläche aus. Der Mietpreis bewegt sich bei 16 Euro pro Quadratmeter. Der Neubau dient auch als Lärmschutzriegel für die dahinter liegende Wohnbebauung. Der Wohnkomplex wird nach den Plänen von Maier Neuberger Architekten realisiert, die Wohnungen sollen zu Preisen zwischen 11 und 15 Euro pro Quadratmeter vermietet werden.

1400 Quadratmeter Bürofläche sind noch frei

Nachdem die EnBW-Tochter als Ankermieter gewonnen werden konnte, sind nun noch 1400 Quadratmeter im Erdgeschoss sowie im Dachgeschoss des Bürogebäudes verfügbar. „Dies sind aus unserer Sicht die hochwertigsten Flächen. Wir gehen davon aus, dass wir auch diese kurzfristig vermieten werden“, so Klein. Er wertete den Mietvertrag mit der EnBW-Tochter als Beleg dafür, dass das neue Europaviertel mit seinem Büro- und Wohnungsangebot von den Nutzern gut angenommen werde. Dies zeige sich auch daran, dass von den mehr als 240 Neubauwohnungen im Projekt Pariser Höfe inzwischen ebenfalls bereits rund 25 Prozent vermietet seien.

Das Gesamtprojekt inklusive einer Tiefgarage mit über 300 Stellplätzen hat ein Investitionsvolumen von 85 Millionen Euro. Investor ist die Bayerische Versorgungskammer, die die Pariser Höfe nach der Fertigstellung für die Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen erwerben wird. Seinen weltstädtisch klingenden Namen leitet das Projekt am Pariser Platz von zwei Innenhöfen ab, die für die Mieter des Komplexes reserviert sind.

Transnet-BW beschäftigt rund 100 Mitarbeiter

Der neue Mieter Transnet-BW gehört zu 100 Prozent zum EnBW-Konzern und betreibt das Stromtransportnetz in Baden-Württemberg. Es besteht aus rund 3236 Kilometern 380 000- beziehungsweise 220 000-Volt-Höchstspannungsleitungen. Über 80 Transformatoren verbinden es mit den regionalen Verteilnetzen im ganzen Land. Das Unternehmen beschäftigt derzeit laut Firmenangaben rund 100 Mitarbeiter. bra

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25 KommentareKommentar schreiben

Grosskotzig!: Wie stehts mit Sozialwohnungen?!

Für wen wird hier gebaut?: Die Meldung hier: 'Quadratmeterpreise von 11- 15 Euro' - - - - Die Meldung dort:' Nach Schätzungen des Deutschen Mieterbunds fehlen in Deutschland rund 250 000 Mietwohnungen. Bezahlbarer Wohnraum werde immer knapper. Das Problem treffe junge Familien, Rentner, einkommensschwache Haushalte und Normalverdiener, sagte Präsident Franz-Georg Rips der 'Bild'-Zeitung. Am stärksten seien die Menschen in den Großstädten betroffen.' - - - Tja, liebe Normalverdiener. Diese Stadt entwickelt sich NICHT für euch ...

Europaviertel: Die Erklärung lautet hier eindeutig redaktionelle Fehlleistung der StZ! Kein Unternehmen, auch nicht die EnBW, gesteht seinen Mitarbeitern durchschnittlich 60 qm Bürofläche zu! Also bitte erst Gehirn einschalten und dann einen Kommentar schreiben!

die Zeiten ändern sich: nach meinen Informationen baut die TransnetBW aktuell Mitarbeiter auf, um insbesondere die Herausforderungen im Höchstspannungsnetz zu meistern (sehr stark gestiegene Stromtransporte aufgrund erneuerbaren Energien). Um die flukturierende Einspeisung der erneuerbaren aufnehmen zu können ist enge europäische Zusammenarbeit der Transportnetzbetreiber notwendig. Ich finde es super, dass wir Baden-Württemberger diese Energiewende mitgestalten können und mitreden können. Diese Chance hat nicht jeder. Zu oft ist diese wichtige Infrastruktur (für Ökologie und Ökonomie) schon in der Hand sehr großer ausländischer Konzerne/Kapitalgeber. --> Dass es nur 100 Mitarbeiter seien ist auch eine sehr veraltete Info der Zeitung. Wir sollten uns freuen, dass es in Stuttgart Arbeitsplätze gibt und wir zusätzlich die Energiewende mitgestalten können! Insofern eine tolle Meldung!

Miete: Transnet-BW bezahlt € 96 000,-- Miete pro Monat. Kein Wunder, daß der Strom immer teurer wird.

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