Ex-Porsche-Chef Wiedeking Ermittlungen ziehen sich hin
dpa, 14.02.2011 14:34 Uhr
Stuttgart - Die staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking nach der verlorenen Übernahmeschlacht mit VW ziehen sich hin. Wann die Ermittler ihre ursprünglich für Anfang des Jahres angekündigte Zwischenbilanz nun vorlegen wollen, stehe noch nicht fest, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Montag. Das Verfahren gestalte sich sehr aufwendig. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit August 2009 gegen Wiedeking wegen des Verdachts auf Marktmanipulation. Kurz zuvor war die Übernahme von VW durch Porsche gescheitert.

Porsche hatte sich mit schwer durchschaubaren Aktiengeschäften 2008 den Zugriff auf gut 74 Prozent der VW-Stammaktien gesichert und so einen Höhenflug der Papiere auf kurzzeitig über 1000 Euro ausgelöst. Investoren, die auf fallende Kurse gewettet hatten, mussten wegen der knappen frei verfügbaren Aktien zum überhöhten Preis dazukaufen.

Klage in den USA


In den USA kämpft Porsche deshalb mit einer Schadenersatzklage in Milliardenhöhe. Investmentfonds machten ihren Schaden geltend und bezifferten diesen auf zwei Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro). Die Entscheidung über die Klage wird sich Informationen aus Branchenkreisen zufolge voraussichtlich noch Monate hinziehen. Die angepeilte Verschmelzung von Porsche und VW noch in diesem Jahr wird deshalb immer unwahrscheinlicher.

Unabhängig davon will Porsche voraussichtlich Mitte März endgültig darüber entscheiden, wo der kleine Geländewagen Cajun gebaut wird. Das Werk Leipzig habe dabei sehr gute Chancen, sagte ein Unternehmenssprecher. Dort liefen auch erste Gespräche mit der Stadt über Bebauungspläne. Spatenstich könnte dann bereits in diesem Sommer sein.

Der kleine Bruder des Geländewagens Cayenne wird dem Vernehmen nach für rund 500 neue Arbeitsplätze bei Porsche sorgen. Insgesamt wollen die Stuttgarter dank neuer Fahrzeugprojekte einem Medienbericht zufolge bis 2018 rund 1800 neue Jobs schaffen. Derzeit arbeiten gut 13 000 Menschen bei der Sportwagenschmiede.
Kommentare (3)
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FEB
15
bekien, 10:19 Uhr

Geld stinkt nicht und regiert doch die kaufbare Welt!

Die großen bekommen selten auf den Sack! Hier kommt mir noch mal die Tengelmann -Kassiererin "Emeli" in Erinnerung! Der kleine Mann wird durch den Psycho Fleischwolf gedreht, bis er nur noch schwach am Boden liegt und sich nach Lug und Betrug Maraton geschlagen gibt! Gerechtigkeit in unseren Gerichten? Lasst dem Wiedeking ruhig mal die Hosen runter! Sicherlich war er für seine Mitarbeiter ein "angeblich toller Chef"! Doch was lief hinter dem Rücken derer und bei den luxeriösen Treffen der spekulationsfreudigen und geldgeilen Familien Porsche und Piech? "Taler, Taler du musst wandern, von der einen Hand zur andern!" Dessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe? Hoffentlich kommen Lug und Betrug unter der hell erleuchteten Lupe von Justitia ans Licht der Gerechtigkeit! Jeder bekommt seine Strafe, der eine früher, der andere später! Nicht wahr?

FEB
14
h.morun, 21:22 Uhr

Und täglich grüsst das Murmeltier

Unsere Staatsanwälte werden nicht müde- sicher gut so. So muss es auch sein. Aber frustriert das nicht auch den letzten Staatsanwalt/ in? JEdesmal wenn einer der Herren aus der Riege der banker und Millionen manager angeklagt wird, geht er entweder mit freispruch aus dem Gericht , oder aber mit einer Bewährungsstrafe von ein paar Wochen. auf alle Fälle gehen die feinen Herren grinsend aus den gerichten. Ob sie Hartz heissen oder Wiedeking, ob Mappus oder Rech.

FEB
14
A.R., 19:49 Uhr

Heiliger Strohsack

Gibt es von den Großkopferten jetzt wirklich bald keinen mehr, der nicht Dreck am Stecken hat?