Expertenforderung
"500.000 Einwanderer jährlich"
ddp,
08.09.2010 11:42 Uhr
Foto: dpa
Hamburg - Der Arbeitskräftemangel und die Überalterung der Gesellschaft in Deutschland stellen die Wirtschaft vor große Probleme. Deshalb fordert der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus F. Zimmermann, Deutschland müsse dringend mehr Arbeitskräfte und Zuwanderer aus dem Ausland aufnehmen - und zwar mindestens netto 500.000 mehr Menschen pro Jahr. Dies sei notwendig um die Wirtschaftskraft dauerhaft zu sichern, sagte Zimmermann dem "Hamburger Abendblatt" ».
"Ab 2015 verlieren wir jedes Jahr rund 250.000 Mitarbeiter. Dann fehlen aber bereits drei Millionen Arbeitskräfte am Markt - insbesondere Fachkräfte", sagte Zimmermann. Ohne Zuwanderung werde der Wohlstand sinken und die Lebensarbeitszeit müsste in Deutschland auf rund 70 Jahre verlängert werden. Der DIW-Chef sagte, die Einwanderung sollte künftig einerseits arbeitsmarktsorientiert auf den kurzfristigen Bedarf abgestimmt werden. "Wer einen Job hat, darf bis zu fünf Jahre kommen. Andererseits brauchen wir ein Punktesystem für dauerhafte Zuwanderung, wie es beispielsweise Australien oder Kanada praktizieren, bei dem es vor allem auf die Ausbildung ankommt", erläuterte Zimmermann.
Bei der CSU stößt Zimmermanns Forderung auf Kritik. Der Generalsekretär Alexander Dobrindt betonte am Mittwoch: "Wir werden jetzt nicht die Schleusentore hochziehen und eine neue Gastarbeiterwelle auf unser Land rollen lassen." Bei drei Millionen Jobsuchenden sei eine Qualifizierungsoffensive notwendig - und keine Zuwanderungsoffensive. Dobrindt fügte hinzu: "Wir wollen sobald wie möglich Vollbeschäftigung in Deutschland und dürfen dieses Ziel nicht durch erhöhten Zuzug ausländischer Arbeitskräfte gefährden." Solche Analysen von Instituten seien "immer abstrakt", aber die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Probleme der Integration seien konkret.
Verlust von drei Millionen Fachkräften
"Ab 2015 verlieren wir jedes Jahr rund 250.000 Mitarbeiter. Dann fehlen aber bereits drei Millionen Arbeitskräfte am Markt - insbesondere Fachkräfte", sagte Zimmermann. Ohne Zuwanderung werde der Wohlstand sinken und die Lebensarbeitszeit müsste in Deutschland auf rund 70 Jahre verlängert werden. Der DIW-Chef sagte, die Einwanderung sollte künftig einerseits arbeitsmarktsorientiert auf den kurzfristigen Bedarf abgestimmt werden. "Wer einen Job hat, darf bis zu fünf Jahre kommen. Andererseits brauchen wir ein Punktesystem für dauerhafte Zuwanderung, wie es beispielsweise Australien oder Kanada praktizieren, bei dem es vor allem auf die Ausbildung ankommt", erläuterte Zimmermann.
Kritik von der CSU
Bei der CSU stößt Zimmermanns Forderung auf Kritik. Der Generalsekretär Alexander Dobrindt betonte am Mittwoch: "Wir werden jetzt nicht die Schleusentore hochziehen und eine neue Gastarbeiterwelle auf unser Land rollen lassen." Bei drei Millionen Jobsuchenden sei eine Qualifizierungsoffensive notwendig - und keine Zuwanderungsoffensive. Dobrindt fügte hinzu: "Wir wollen sobald wie möglich Vollbeschäftigung in Deutschland und dürfen dieses Ziel nicht durch erhöhten Zuzug ausländischer Arbeitskräfte gefährden." Solche Analysen von Instituten seien "immer abstrakt", aber die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Probleme der Integration seien konkret.
Weitere Artikel


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>


Was für ein toller "Experten"-Vorschlag
Das löst natürlich alle unsere Probleme: noch mehr Ausländer ins Land holen, als ob wir nicht schon zu viele hätten sowie auch viel zu viele Arbeitslose. (Ein Zusammenhang darf vermutet werden!) Aber das sind dann natürlich gaanz tolle Facharbeiter, die unser Land voran bringen! Die Wirtschaft braucht halt billige Arbeitskräfte, und die Arbeitslosen, die wollen, bekommen weiterhin keine Chance. Armes Deutschland!
Kinder
Es ist schon erschreckend, wie wir in Deutschland mit Kindern und Eltern umgehen. Kinder werden als Belastung angesehen, Mütter, die nicht 10 Jahre lang zu Hause Kinder hüten, sind Rabenmütter. Das ist doch das eigentliche Problem. Ich bin Vater eines Sohnes. Er mag mich einiges an Geld kosten, aber das muss ich doch nicht zusammenrechnen.Es ist unbeschreiblich, wie er mich abends anlacht, wenn ich nach Hause komme... Letztlich müssen wir für ein besseres Klima für Familien sorgen. Natürlich brauchen wir Einwanderung. Wir müssen nur darauf achten, wen wir brauchen und wen wir bekommen. MfG Martin Schmid
Wenn wir weniger Menschen werden, dann muss auch der Staat zusammenschrumpfen.
Wenn die Deutschen allmählich aussterben, so wäre so etwas in der Weltgeschichte bestimmt nicht der erste Fall. Die meisten jungen Leute (Frauen wie Männer) bis auf eine mickrige Elite wissen doch, dass sie unsicheren Zeiten entgegen gehen. Sie wissen, dass von ihnen Flexibilität in Beruf und Wohnort verlangt wird. Sie wissen meist schon aus eigener Erfahrung , dass die Partnerbindungen keine lebenslängliche Ehe bedeuten und sie wissen, dass die Bildung in Deutschland auf einem ganz miesen Niveau gegenüber anderen Ländern verharrt. Provinzialität bundesweit. Und für Alleinerziehende eine Katastrophe. Wer will da Kinder auf die Welt setzen, wenn bei Prozessen gegen Kindestagesstätten diejenigen gewinnen, die eine Lärmschädigung behaupten. Wer will bei steigenden Sozialbeiträgen, sinkenden Löhnen und Gehältern, höheren Gebühren, höheren Mieten, höheren Fahrkosten im ÖPNV auch noch das doofe Risiko auf sich nehmen, Kinder in die Welt zu setzen. Kindern, die in einer Umwelt aufwachsen sollen, die von einer überheblichen Wirtschaft und Atomindurstrie mit Gift und Strahlen verseucht wird, haben hier doch keine Zukunft. Da hilft auch das Herumwedeln mit Geldscheinen nichts mehr, wie dies eine Familienministerin Köhler in spätpubertären Anwandlungen tut. Die Klugen wandern aus und die Dummen bleiben unter sich! Zum Glück vermehren sie sich nicht mehr. So bekommt auch der Staat immer weniger Geld an Steuern und schrumpft zu einer Missgeburt.