Exzellenzinitiative
Stuttgart bewirbt sich als Elite-Uni
Inge Jacobs,
31.08.2010 16:05 Uhr
Foto: dpa
Stuttgart - Auf ein Neues: mit Ehrgeiz startet die Uni Stuttgart in die zweite Phase der bundesweiten Exzellenzinitiative. Diesmal will sie sich auch den Titel Eliteuni holen – wie die Uni Tübingen. Sechs Anträge haben die Stuttgarter diesmal eingereicht – darunter auch einen in der Königsdisziplin der Zukunftskonzepte. "Wir gehen nach einem sehr harten internen und externen Evaluierungsverfahren mit fünf Antragsskizzen und einem Zukunftskonzept ins Rennen, die uns trotz der extrem scharfen Konkurrenz hoffen lassen, über den bisherigen Exzellenzcluster Simtech und die Graduiertenschule hinaus weitere Projekte an Land ziehen zu können", sagt Rektor Wolfram Ressel.
Schließlich geht es um viel Geld. Allein für einen Zuschlag beim Zukunftskonzept steht eine Höchstfördersumme von bis zu 100 Millionen Euro in Aussicht. Allerdings ist die Konkurrenz groß. Denn die neun Hochschulen im Südwesten haben insgesamt 36 Anträge für Forschungsvorhaben gestellt. Mitte März 2011 entscheidet sich, für welche Antragsskizzen vollwertige Anträge eingereicht werden dürfen.
Schließlich geht es um viel Geld. Allein für einen Zuschlag beim Zukunftskonzept steht eine Höchstfördersumme von bis zu 100 Millionen Euro in Aussicht. Allerdings ist die Konkurrenz groß. Denn die neun Hochschulen im Südwesten haben insgesamt 36 Anträge für Forschungsvorhaben gestellt. Mitte März 2011 entscheidet sich, für welche Antragsskizzen vollwertige Anträge eingereicht werden dürfen.
Wissenschaft für den Menschen
Zukunftskonzept
Hier tritt die Uni Stuttgart mit dem Titel "Kooperativer Forschungscampus Stuttgart – Wissenschaft für den Menschen" an. "Damit eröffnen wir uns eine völlig neue Dimension der Kooperation mit unseren Partnern in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft", kündigte Ressel an. Man wolle zentrale Zukunftsthemen der Menschen aufgreifen und dies mit den besonderen Chancen des Standorts Stuttgart mit seiner europaweit einzigartigen Hightech-Region verknüpfen. Dafür habe die Uni die Idee des "kooperativen Forschungscampus Stuttgart" entwickelt. Daran beteiligt seien auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Unternehmen sowie Städte und ihre Bürger und kulturelle Einrichtungen in Stuttgart und der Region, darunter auch das Literaturarchiv Marbach. Damit wolle man einen nachhaltigen Beitrag zur Lösung globaler Fragestellungen der Zukunft liefern.Exzellenzcluster
Für diese Förderlinie stellt die Uni zwei Anträge. Der eine Forschungsverbund beschäftigt sich mit Stratosphärenflügen, also mit Flügen in und durch die obere Schicht der Erdatmosphäre. Es geht um die Entwicklung neuer, ressourcenschonender Flugtechnologien. Hierfür sieht sich die Uni mit ihrer bundesweit größten Luft- und Raumfahrtfakultät bei der Grundlagenforschung und auch der Anwendung bestens aufgestellt. Der zweite Forschungsverbund befasst sich mit vernetzten kybernetischen Systemen, etwa automatisierten Verkehrsnetzen, intelligenten Stromversorgungsnetzen oder Produktionsstätten der Zukunft. Außerdem bringt sich die Uni Stuttgart in ein Projekt der Uni Ulm zur Quantenforschung ein.Umgang mit Ressourcen
Graduiertenschulen
Hier werden drei Projekte beantragt: eines befasst sich mit dem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen wie Energie, Fläche, Wasser, Rohstoffen und Abfall als Energielieferant. Ein zweiter Antrag beschäftigt sich mit den Eigenschaften kondensierter Materie und knüpft an die gute Stellung der Festkörperforschung in Stuttgart an. Beim dritten Projekt geht es um die Nutzung komplexer Softwaresysteme aus dem Internet. Ziel ist es, Service-Ingenieure zu Entwurf, Realisierung und Wartung von dienstorientierten Plattformen und Lösungen zu befähigen.
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