Fai Sushi
Sushi mit neuem Konzept
Thea Bracht,
25.01.2010 12:01 Uhr
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Im Erdgeschoss des Kaiten-Restaurants wird nach der Tellerfarbe bezahlt. Foto: Zweygarth
Stuttgart - Sushi ist hierzulande längst etabliert. Ramen, japanische Nudelsuppen, könnten zum neuen Trendgericht aus Fernost werden. Davon jedenfalls sind die Betreiber des Fai Sushi überzeugt, die zehn Jahre lang am Rotebühlplatz ein Running Sushi (Kaiten) betrieben haben. Mit dem Umzug in die Lautenschlagerstraße - der alte Mietvertrag war schlicht ausgelaufen - haben sie das Konzept leicht verändert.
Im Erdgeschoss des neuen Restaurants setzt man weiter auf das bewährt-flotte Fließbandsystem, während die Gäste im oberen Bereich Sushi-Platten und warme Nudelgerichte bestellen können. Wir haben Glück und ergattern einen Tisch ganz vorne an der Galerie. Von hier oben kann man die Sushi-Meister bei der Arbeit beobachten. Die anderen Gäste in der oberen Etage haben das Nachsehen. Im hinteren Teil ist es zu dunkel. Die Möblierung ist schlicht, doch nicht schick.
Als Aperitif gönnen wir uns einen fruchtigen Pflaumenwein (4 Euro). Yaki Soba (10 Euro), ein in Japan beliebtes Nudelgericht, finden wir vorzüglich. Nudeln, Gemüse, Hühnchen, Ingwer und Seetang harmonieren wunderbar. Dazu passt japanisches Bier (3 Euro), das jedoch im Vergleich zum europäischen fade schmeckt. Das vegetarische Gericht Ramen/Udon (für 10 Euro) mit Seetang enttäuscht. Viel Brühe, wenig raffinierter Inhalt - bei dieser Nudelsuppe stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht.
Das hat das Fai Sushi mit dem Chops gemein, das bis Ende November 2008 in diesen Räumen Steaks und Fisch anbot: Man verspricht Hochklassiges, wird aber diesem Anspruch nicht immer gerecht. Das zeigt auch der Laufbandtest. Hier sitzt man auf Barhockern oder Bänken am ovalen Rund und schaut irritiert auf eine goldene Kuppel. In manchen Sushi-Restaurants schippern die Spezialitäten auf Holzschiffchen an den Tischen vorbei. Im Fai Sushi klappern die Teller auf dem Band ein wenig. Die blanchierten Sojabohnen (1,50 Euro) sind wohl schon eine Weile gekreist und kalt. Wir probieren ein zweites Tellerchen. Diesmal sind die Bohnen warm und auch gesalzen. Thunfisch- und Lachs-Variationen sind ordentlich und die Sepia-Nigiri wirklich fein. Die Jakobsmuscheln - von einer abgesehen - zergehen auf der Zunge. Die Garnelen wiederum dürften saftiger sein. Ungewöhnliche Variationen rollen leider an diesem Abend nur selten vorbei. Nigiri mit Muscheln etwa werden erst auf Bestellung gebracht. Immerhin: die höfliche Bedienung erfüllt unsere Wünsche sofort. Nur dass der eingelegte Ingwer zur Neige geht, wird relativ spät bemerkt. Der Preis der Sushi hängt von der Tellerfarbe ab. Die günstigsten mit dem grünen Rand kosten 1,50 Euro, die teuersten mit dem grauen sind für sechs Euro zu haben.
Wer mittags in der Innenstadt essen möchte, für den ist das Kaiten-Restaurant keine schlechte Wahl. Wir empfehlen Yaki Soba: das kostet mittags nur 5 Euro und macht wirklich Lust auf mehr.
Küche: ***
Service: ***
Ambiente:**
Legende
***** = herausragend, **** = überdurchschnittlich, *** = gut, ** = Luft nach oben, * = viel zu verbessern
Die Beurteilung berücksichtigt auch das Preis-/Leistungsverhältnis. Das günstige Lokal um die Ecke wird nach anderen Kriterien bewertet als ein Sternerestaurant. Der Test gibt Aufschluss über die Tagesform der Küche.
Im Erdgeschoss des neuen Restaurants setzt man weiter auf das bewährt-flotte Fließbandsystem, während die Gäste im oberen Bereich Sushi-Platten und warme Nudelgerichte bestellen können. Wir haben Glück und ergattern einen Tisch ganz vorne an der Galerie. Von hier oben kann man die Sushi-Meister bei der Arbeit beobachten. Die anderen Gäste in der oberen Etage haben das Nachsehen. Im hinteren Teil ist es zu dunkel. Die Möblierung ist schlicht, doch nicht schick.
Als Aperitif gönnen wir uns einen fruchtigen Pflaumenwein (4 Euro). Yaki Soba (10 Euro), ein in Japan beliebtes Nudelgericht, finden wir vorzüglich. Nudeln, Gemüse, Hühnchen, Ingwer und Seetang harmonieren wunderbar. Dazu passt japanisches Bier (3 Euro), das jedoch im Vergleich zum europäischen fade schmeckt. Das vegetarische Gericht Ramen/Udon (für 10 Euro) mit Seetang enttäuscht. Viel Brühe, wenig raffinierter Inhalt - bei dieser Nudelsuppe stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht.
Hoher Anspruch wird nicht immer erfüllt
Das hat das Fai Sushi mit dem Chops gemein, das bis Ende November 2008 in diesen Räumen Steaks und Fisch anbot: Man verspricht Hochklassiges, wird aber diesem Anspruch nicht immer gerecht. Das zeigt auch der Laufbandtest. Hier sitzt man auf Barhockern oder Bänken am ovalen Rund und schaut irritiert auf eine goldene Kuppel. In manchen Sushi-Restaurants schippern die Spezialitäten auf Holzschiffchen an den Tischen vorbei. Im Fai Sushi klappern die Teller auf dem Band ein wenig. Die blanchierten Sojabohnen (1,50 Euro) sind wohl schon eine Weile gekreist und kalt. Wir probieren ein zweites Tellerchen. Diesmal sind die Bohnen warm und auch gesalzen. Thunfisch- und Lachs-Variationen sind ordentlich und die Sepia-Nigiri wirklich fein. Die Jakobsmuscheln - von einer abgesehen - zergehen auf der Zunge. Die Garnelen wiederum dürften saftiger sein. Ungewöhnliche Variationen rollen leider an diesem Abend nur selten vorbei. Nigiri mit Muscheln etwa werden erst auf Bestellung gebracht. Immerhin: die höfliche Bedienung erfüllt unsere Wünsche sofort. Nur dass der eingelegte Ingwer zur Neige geht, wird relativ spät bemerkt. Der Preis der Sushi hängt von der Tellerfarbe ab. Die günstigsten mit dem grünen Rand kosten 1,50 Euro, die teuersten mit dem grauen sind für sechs Euro zu haben.
Wer mittags in der Innenstadt essen möchte, für den ist das Kaiten-Restaurant keine schlechte Wahl. Wir empfehlen Yaki Soba: das kostet mittags nur 5 Euro und macht wirklich Lust auf mehr.
Fai Sushi, Lautenschlagerstraße 20, 70173 Stuttgart, Telefon 0711/3000699, geöffnet täglich von 11.30 bis 23.30 Uhr. http://www.fai-sushi.com »
Bewertung
Küche: ***
Service: ***
Ambiente:**
Legende
***** = herausragend, **** = überdurchschnittlich, *** = gut, ** = Luft nach oben, * = viel zu verbessern
Die Beurteilung berücksichtigt auch das Preis-/Leistungsverhältnis. Das günstige Lokal um die Ecke wird nach anderen Kriterien bewertet als ein Sternerestaurant. Der Test gibt Aufschluss über die Tagesform der Küche.
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