Fairtrade in Birkach/Plieningen Eine Tasse gutes Gewissen

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Ein Tässchen fairer Kaffee gefällig? An den nächsten beiden Dienstagen verköstigen Mitarbeiter des Bezirksrathauses Plieningen-Birkach alle, die Lust haben, mit fair gehandelten Produkten.

Onur Özer (links) und Valetin Gekeler haben am vergangenen Dienstag fair gehandelten Kaffee angeboten. Foto: Rehman
Onur Özer (links) und Valetin Gekeler haben am vergangenen Dienstag fair gehandelten Kaffee angeboten.Foto: Rehman

Birkach/Plieningen - Die beiden jungen Männer sind ehrlich. Valentin Gekeler und Onur Özer stehen im Foyer des Bezirksrathauses an der Filderhauptstraße und schenken fair gehandelten Kaffee aus. Sie selbst hätten ihn bisher im Regal stehen lassen, geben die Mitarbeiter der Bezirksverwaltung zu. „Ich mache ein Freiwilliges Soziales Jahr. Bei meinem Gehalt achte ich im Moment schon auf den Preis“, sagt Valentin Gekeler.

Der Auszubildende Onur Özer wusste bisher auch noch nicht so viel anzufangen, mit fair gehandelten Produkten, gibt er zu. Während der Vorbereitung der Aktion „Fairkostung“, für die sie verantwortlich zeichnen, habe er sich aber umfassend über den fairen Handel informiert. „Künftig werde ich in der Schule oder auch privat dafür werben, solche Waren zu kaufen“, sagt er. Valentin Gekeler fasst kurz zusammen, was er in den vergangenen Wochen über Fairtrade gelernt hat. „Es geht darum, dass den Produzenten auf der Südhalbkugel ein Preis gezahlt wird, von dem sie anständig leben können. Außerdem stellt das Fairtrade-Siegel – das die Bezirke Birkach und Plieningen haben – klar, dass zum Beispiel Kinderarbeit ausgeschlossen ist“, sagt Gekeler.

Für 100 Leute reicht das Angebot

Der FSJler will mit Onur Özer in den nächsten zwei Wochen jeweils dienstags von 14 bis 15.30 Uhr einen Einblick geben, welche Produkte aus dem fairen Handel in örtlichen Geschäften erhältlich sind. Zum Auftakt schenken sie Kaffee aus, als nächstes gibt es Schokolade, und zum Abschluss wollen die beiden Mitarbeiter des Bezirksrathauses süße und salzige Brotaufstriche servieren. Ihre Verkostungen soll es nachmittags geben, da dann viele Bürger ins Bezirksrathaus kämen, sagen sie. „Circa 100 Leuten können wir nachmittags etwas aus dem Fairhandel anbieten“, sagt Valentin Gekeler.

Ob er dann auch erzählen wird, dass er sich als FSJler bei Fairtradeprodukten zurückhält, weil sie ihm zu teurer sind? Valentin Gekeler betont, dass die meisten angebotenen Produkte mittlerweile auch im Discounter in den Regalen stehen und für Menschen mit einem durchschnittlichen Einkommen durchaus erschwinglich seien. Der mehr oder weniger geringe Mehrpreis wird aus Sicht Gekelers und Özers zudem ausgewogen. Denn eine Tasse Fairtrade-Kaffee schmecke nicht nur gut, sagen die beiden, sondern sie sei schlichtweg auch eine vernünftige Sache.

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