Familie aus Baden-Württemberg US-Einwanderungsbehörde prüft
epd, vom 09.03.2010 12:00 Uhr
Das Ehepaar Hannelore und Uwe Romeike und seine Kinder. Foto: dpa
Washington/Stuttgart - Die US-Einwanderungsbehörde geht gegen ein Urteil in Berufung, mit dem deutschen Schulpflichtverweigerern Asyl in den Vereinigten Staaten gewährt wurde. Das Berufungsverfahren werde sich wohl mehrere Monate hinziehen, sagte Rechtsanwalt Michael Donnelly am Montag. Donnelly ist Mitarbeiter der "Home School Legal Defense Association", eines Rechtshilfeverbandes für Heimschülerfamilien. Außerdem vertritt er als Anwalt eine aus Baden-Württemberg stammende Familie. Das strenggläubige Ehepaar Hannelore und Uwe Romeike war im Sommer 2008 mit seinen fünf Kindern in die USA gekommen. Dort wollten sie ihre Kinder selber unterrichten, was in Deutschland untersagt ist. Die Romeikes stellten Antrag auf politisches Asyl. Zur Begründung gab die Familie an, dass sie sich in ihrer Heimat verfolgt fühlten, weil die Behörden die Schulpflicht mit Bußgeldbescheid und Drohungen durchsetzen wollten.
Im Januar gab US-Einwanderungsrichter Lawrence Burman dem Asylantrag statt. Die deutsche Haltung verstoße gegen "alles, woran wir als Amerikaner glauben". Der Berufungsantrag der Einwanderungsbehörde gegen die Asylgewährung habe ihn nicht überrascht, sagte Anwalt Donnelly. Vorläufig dürften die Romeikes in den USA bleiben. In rund zwei Monaten werde die Behörde ihren Berufungsantrag schriftlich begründen müssen. Rund zwei Millionen Kinder werden nach Angaben des Erziehungswissenschaftlers Robert Kunzman von der Indiana University (Bloomington, Indiana) in den USA gegenwärtig zu Hause unterrichtet. Vermutlich liege die Zahl sogar höher, da die meist konservativ-christlich orientierten "Homeschool"-Eltern Untersuchungen misstrauten und keine Angaben machten
Liebe Frau "Fragezeichen",
In anderen Artikel bezüglich der Familie aus Bietigheim wurde schon dargelegt dass sie Mitglieder einer sogenannten Freikirche sind. Freikirchen sind extreme, fundamentalistische Abspaltungen von der evangelischen Kirche und werden "evangelikal" genannt, weil sie noch extremer nach den Evangelien leben wollen, als es die "normalen" Portestanten tun. Noch extremer bedeutet: sie nehmen alles in der Bibel wörtlich. Vor allem in den USA hat sich diese Art von Glaube ausgebreitet, man kennt die Bilder von Wunderheilungen, fanatisch jubelndem Publikum und Predigern mit Mikrofonen, die die Menge anheizen als wäre die Messe ein Konzert. Auch die verschiednen TV Sender, die man über Satellit empfangen kann (GOD TV etc) entstammen dieser fundamentalistischen Bewegung.
Auch die katholische Kirche hat einige Ableger von strengerem Glauben (Opus Dei ist so eine "Sekte" zb), doch die allermeisten extremen sich "christlich" nennenden Vereinigungen stammen aber dieser protestantischen Richtung ab.
Es geht hier auch überhaupt nicht darum, dass die Katholiken keinen "Dreck am Stecken" hätten (gerade die letzten Wochen zeigen das ja deutlich), aber was das "Homeschooling" angeht, handelt es sich eben um Freikirchen (auch "Pfingstgemeinden") genannt. Ich hoffe, liebe Frau "Fragezeichen", dass das Ihnen weitergeholfen hat.
MRZ
11
13:03 Uhr, geschrieben von Manfred
Familie aus BW
So wird das "politische Asyl" der USA missbraucht; ich hoffe die USA schickt diese Familie fort, weit fort - ich schlage den Urwald in Südamerika oder Afrika vor; aber die werden diese auch nicht nehmen! Also werden die wieder nach Deutschland kommen und hier den Staat Geld kosten!
MRZ
11
12:24 Uhr, geschrieben von Fragezeichen
christlich = evangelisch??
sind Katholiken keine Christen? Ich lese in dem Artikel nur etwas von strenggläubig und christlich. Wie kommt man da auf evangelisch?
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